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Kooperationsvertrag: Bauernverband und "Liebliches Taubertal" unterstützen Bio-Musterregion

Die Umsetzung des Projekts Bio-Musterregion im Main-Tauber-Kreis nimmt Fahrt auf. Nun haben die Landkreisverwaltung, der Bauernverband Main-Tauber-Kreis und der Tourismusverband „Liebliches Taubertal“ hierzu einen Kooperationsvertrag geschlossen. Dieser wurde durch den Ersten Landesbeamten Christoph Schauder, den Bauernverbands-Vorsitzenden Reinhard Friedrich und Tourismus-Geschäftsführer Jochen Müssig unterzeichnet. Schauder überreichte den beiden Partnern die ersten gedruckten Exemplare des Konzepts für die Bio-Musterregion. Dabei würdigte er die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Büro „Neuland plus“, das die Konzepterstellung begleitet hat und „ohne das es nicht gegangen wäre“.

Nach einem Wettbewerbsverfahren hatte das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg im Dezember 2020 bekanntgegeben, dass der Main-Tauber-Kreis als eine von fünf neuen Bio-Musterregionen ausgezeichnet wird. Die Bio-Musterregionen sollen das Bewusstsein für ökologischen Landbau und Ökolebensmittel bei den Menschen in der Region und bei den politisch verantwortlichen Gremien stärken. Mit Hilfe eines vom Ministerium geförderten Regionalmanagements soll das im Wettbewerb prämierte Konzept umgesetzt werden. Die daraus abgeleiteten Projekte sollen zur Stärkung der Produktion und Vermarktung heimischer Bio-Lebensmittel, zur Entwicklung regionaler Wertschöpfungsketten, zur Schärfung des Bewusstseins für regionale Identität sowie zur Umsetzung des Schwerpunktthemas Bio in der Außer-Haus-Verpflegung beitragen. Auch begleitende Themen wie die Verbesserung der Agro-Biodiversität und des Grundwasserschutzes stehen auf der Agenda.

Für die bereits ausgeschriebene Stelle des Regionalmanagements der Bio-Musterregion sei erfreulicherweise eine Vielzahl von Bewerbungen beim Landratsamt eingegangen, sagte Erster Landesbeamter Schauder. Die Landkreisverwaltung werde diese nun sichten und dem zuständigen Kreistagsausschuss geeignete Bewerberinnen und Bewerber zur Wahl vorschlagen. Der dreijährige Förderzeitraum beginne dann, wenn das Regionalmanagement seine Arbeit aufnimmt. „Dennoch möchten wir jetzt so schnell wie möglich starten“, erklärte Schauder. Die künftige Regionalmanagerin oder der künftige Regionalmanager wird im Kreis-Landwirtschaftsamt in Bad Mergentheim unter der Leitung von Amtsleiter Meinhard Stärkel arbeiten. Zu den Aufgaben des Regionalmanagements wird es gehören, die Umsetzung der Projekte zu koordinieren und dabei die Akteurinnen und Akteure zu beraten, zu vernetzen und zu betreuen.

Neben dem Landratsamt sind der Bauernverband Main-Tauber-Kreis und der Tourismusverband „Liebliches Taubertal“ gleichberechtige Partner innerhalb der Kooperation. Vorsitzender Friedrich und Geschäftsführer Müssig fungieren dabei als Ansprechpartner. Die starke Verzahnung mit dem Tourismus, die im Main-Tauber-Kreis geplant ist, sei ein Alleinstellungsmerkmal der neuen Bio-Musterregion Main-Tauber-Kreis im Vergleich zu anderen Bio-Musterregionen, erklärte Erster Landesbeamter Schauder. Hier werde man sicher „ganz tolle Kooperationen“ hinbekommen. Dies versicherte auch Geschäftsführer Müssig.

Reinhard Friedrich erklärte, dass sich die Landwirtschaft in einem starken Umbruch befinde. Deshalb müsse man Landwirtinnen und Landwirten eine Perspektive geben, zum Beispiel durch bessere Möglichkeiten für eine regionale Vermarktung ihrer Produkte. Dies müsse sowohl für biologisch als auch für konventionell erzeugte Produkte gelten. Erster Landesbeamter Christoph Schauder stimmte ihm zu. Er machte deutlich, dass mit dem Projekt der Bio-Musterregion die biologische und die konventionelle Landwirtschaft keinesfalls gegeneinander ausgespielt werden sollen. Vielmehr leiste auch die konventionelle Landwirtschaft einen unverzichtbaren Beitrag zum Bild der Taubertäler Kulturlandschaft. „Konventionelle und Bio-Landwirtschaft können voneinander lernen und sollen übereinander Bescheid wissen“, formulierte er ein Ziel für die Arbeit der Bio-Musterregion.

Außer dem Regionalmanagement und den Kooperationspartnern wird auch noch eine Steuerungsgruppe an der Umsetzung der Bio-Musterregion mitarbeiten. In dieser werden auch die Anbauverbände im Ökolandbau sowie Vertreterinnen und Vertreter der Bereiche Weiterverarbeitung und Vermarktung mitwirken. Für einzelne Maßnahmen sollen darüber hinaus spezifische Projektgruppen gebildet werden. Ein- bis zwei Mal im Jahr ist ein Offenes Forum als lockerer Arbeitskreis geplant.

Weitere Informationen zur Bio-Musterregion gibt es unter www.bio-main-tauber.de sowie unter www.main-tauber-kreis.de/biomusterregion.

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