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17.12.2019

Landesweites Digitallabor kommt in den Main-Tauber-Kreis

Kleine und mittlere Unternehmen sollen neue Wege kennenlernen, mit modernen Technologien, Verbraucher-Trends oder der digitalen Transformation Schritt zu halten. Um den Mittelstand bei dieser Herausforderung direkt vor Ort zu unterstützen und Innovationspotentiale zu fördern, kommt das Popup-Labor Baden-Württemberg im Februar 2020 in den Main-Tauber-Kreis.

In der ersten Modellprojektphase konnten initiale Popup-Labore in drei Regionen in Baden-Württemberg durchgeführt werden: In Schwäbisch Gmünd vom 23. Februar bis 2. März 2018 (Ostwürttemberg), in Lahr und Offenburg vom 18. Juli bis 27. Juli 2018 (Ortenau) und in Balingen vom 28. Januar bis 2. Februar 2019 (Zollernalb). Die Festlegung der nächsten Standorte erfolgte in einem Bewerbungsverfahren des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg. Als vierte Station ging es vom 17. bis 26. Juli 2019 nach Allgäu-Oberschwaben, es wurden die Orte Leutkirch, Wangen und Baienfurt besucht. Das Popup-Labor Nr. 5 kam vom 14. bis 18. Oktober 2019 nach Bruchsal.

Ein sechstes Popup-Labor wird vom 5. bis zum 14. Februar 2020 in Bad Mergentheim und Tauberbischofsheim stattfinden. Standorte der Veranstaltungen sind zum einen der Campus Bad Mergentheim der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach im Schloss, zum anderen das Technologie- und Gründerzentrum in Tauberbischofsheim. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die neuesten Informationen zu Beteiligungsmöglichkeiten und zum Programm sind stets zu finden auf der Website www.popuplabor-bw.de.

Im Zuge des Bewerbungsverfahrens konnten sich unter 18 Bewerbungen die Stadt Bad Mergentheim, die DHBW Mosbach, Campus Bad Mergentheim, und die Kreisstadt Tauberbischofsheim gemeinsam durchsetzen. In Zusammenarbeit mit dem starken Partnernetzwerk vor Ort – z.B. IHK Heilbronn-Franken, Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Sparkasse Tauberfranken, Stadtwerk Tauberfranken und vielen Unternehmenspartnern – wird nun agil an der Ausgestaltung eines individuellen Popup-Labors für die gesamte Region Main-Tauber gearbeitet.

Geschäftsführer, Führungskräfte, Mitarbeitende und Auszubildende von Unternehmen und Start-ups sind eingeladen, die Innovationswerkstatt zu nutzen, um mit neuen Produkten, Dienstleistungen und Geschäftsprozessen zu experimentieren. Es werden wieder eine Vielzahl von interaktiven Workshops mit hohem direktem Anwendungsnutzen für KMU veranstaltet werden: beispielsweise zu Innovationsmethoden wie Design Thinking, SCRUM und Agilem Projektmanagement, beispielsweise zu Themen wie Digitale Aus- und Weiterbildung, Geschäftsmodelle und Patente.

Das Projekt Popup-Labor BW ist ein Vorhaben, das vom Technologiebeauftragten der Landesregierung Baden-Württemberg konzipiert wurde und vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg im Rahmen des Projekts „Innovationswerkstatt Baden-Württemberg“ gefördert wird. Es richtet sich gezielt an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Main-Tauber-Kreis, um sie unmittelbar und ortsnah bei der Umsetzung von Innovationen zu unterstützen.

Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut sagte, die Digitalisierung zwinge nicht nur große Unternehmen, sondern auch die kleinen und mittelständischen Firmen zum Handeln. „Egal, ob lokaler Bäcker oder Schreiner, ob Einzelhändler oder Maschinenfabrikant: Alle müssen sich auf die vernetzte Welt einstellen“, so die Wirtschaftsministerin. Kleinen und mittelständischen Unternehmen fehle aber im Gegensatz zu den großen Unternehmen oft der direkte Zugang zu theoretischem Wissen und praktischer Umsetzung in Sachen Innovationsmethoden und Digitale Transformation. „Die ‚Popup-Labore Baden Württemberg‘ schließen diese Lücke und bieten ein Forum für Innovationsimpulse im Mittelstand“, betonte Hoffmeister-Kraut.

Mithilfe verschiedener Veranstaltungsformate sollen ein Dialog und ein Netzwerk geschaffen werden, die den KMU helfen, mit den Themen Digitalisierung und Innovation besser vertraut zu werden.

„Kleine und mittelständische Unternehmen sind der Motor unserer Wirtschaft. Die Aufgabe der Wirtschaftspolitik ist es, die Unternehmen dort abzuholen, wo sie sich momentan befinden und sie weiter zu stärken. Mit den Popup-Laboren bieten wir dem Mittelstand ein kreatives Umfeld und beste Bedingungen, um neue Wege zu erproben und innovative Ideen und erfolgreiche Geschäftsmodelle zu gestalten. Gründer, Startups und innovative, kreative Köpfe können sich in den Lern- und Experimentierräumen ausprobieren, austauschen und vernetzen“, sagte der Technologiebeauftragte des Landes Prof. Dr. Wilhelm Bauer.

Statements zum Popup-Labor:

Oberbürgermeister Udo Glatthaar, Stadt Bad Mergentheim: „Mit dem Popup-Labor möchten wir die Anspruchsgruppen aus Wirtschaft, Verwaltung, Hochschule und Bürgerschaft dabei unterstützen, neue Ideen zu kreieren, Wissen auszutauschen und sich zu vernetzen. Die Digitalisierung zwingt gerade die kleinen und mittelständischen Firmen zum Handeln. Diesen fehlt jedoch oft der direkte Zugang zu theoretischem Wissen und praktischer Umsetzung. Den Anspruch der Popup-Labore, diese Lücke zu schließen und ein Forum für Innovationsimpulse im Mittelstand zu sein, befürworten wir deshalb voll und ganz.“

Prof. Seon-Su Kim, Duale Hochschule Baden-Württemberg Mosbach, Campus Bad Mergentheim: „In der Region Tauberfranken sowie drumherum sind viele mittelständische Betriebe und Weltmarktführer aktiv, die vor allem durch ihre Innovationskraft so erfolgreich sind. Das Popup-Labor BW ist eine wunderbare Plattform, um von diesen erfolgreichen Unternehmen im Umgang mit Innovationen zu lernen, aber auch um neue Erfahrungen und Impulse von außen in die Region und zu den KMU und den Handwerksbetrieben hineinzutragen.“

Bürgermeisterin Anette Schmidt, Kreisstadt Tauberbischofsheim: „Wünschenswert ist natürlich eine hohe Teilnahme an den vorbereiteten Workshops. Wir wollen für die Teilnehmer einen Mehrwert kreieren und die Basis für Netzwerke schaffen. Ich hoffe, dass die Unternehmer die dort gewonnenen Inspirationen für sich nutzen können.“

Das Programm für Popup6 ist derzeit im Entstehen, es befindet sich in der Beteiligungsphase. Programm und kostenfreie Anmeldung finden Sie dann in Kürze unter https://www.popuplabor-bw.de/programm-und-anmeldung.


Kontaktadresse: 

Norbert Fröschle
- Projektleitung Popup Labor BW -
Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO
Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart, Germany
Telefon: +49 711 970-2237
norbert.froeschle@iao.fraunhofer.de
http://www.iao.fraunhofer.de

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