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Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR)

Das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) ist das zentrale Förderinstrument für den ländlichen Raum. Die Landesregierung verfolgt mit dem ELR die Zielsetzung, in ländlich geprägten Dörfern und Gemeinden die Lebens- und Arbeitsbedingungen zu erhalten und fortzuentwickeln, der Abwanderung entgegenzuwirken, den landwirtschaftlichen Strukturwandel abzufedern und dabei sorgsam mit den natürlichen Lebensgrundlagen umzugehen.

Förderschwerpunkte

Im Vordergrund stehen dabei die Bemühungen, den weiteren Flächenverbrauch durch eine verbesserte innerörtliche Entwicklung zu vermeiden. Um Ortskerne zu stärken, hat die Förderung vor allem die Umnutzung bestehender Gebäude, die Schließung von Baulücken, die Entflechtung unverträglicher Gemengelagen sowie die Wiedernutzung von Gewerbebrachen im Blick. Dabei sind auch die Bereitstellung neuer Arbeitsplätze und die Sicherung bestehender Arbeitsplätze von Bedeutung.

Die Förderung wird auf vier Förderschwerpunkte konzentriert:

  • Arbeiten
  • Grundversorgung
  • Gemeinschaftseinrichtungen
  • Wohnen.
Durch Investitionszuschüsse werden unter anderem die Verlagerung und Erweiterung von Unternehmen, der Bau von Lebensmittelläden und Dorfgemeinschaftshäusern, die Umnutzung ehemals landwirtschaftlich genutzter Gebäude zu Wohnungen sowie die Gestaltung eines attraktiven Wohnumfeldes in den Gemeinden gefördert. Die Förderung richtet sich an die Kommunen, an gewerbliche Betriebe und Privatpersonen.
 
Die Zuwendung erfolgt als Anteilsfinanzierung. Sie wird in Form eines Zuschusses oder zinsverbilligten Darlehens der L-Bank Baden-Württemberg mit gleichem Subventionswert gewährt. Gefördert werden Kommunale Maßnahmen mit bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Aufwendungen (Regelfördersatz 40 Prozent), privat-gewerbliche Maßnahmen mit bis zu 15 Prozent der zuwendungsfähigen Aufwendungen (im Förderschwerpunkt Grundversorgung bis zu 20 Prozent). Sonstige private Maßnahmen mit 30 Prozent der zuwendungsfähigen Aufwendungen. Es gelten jeweils Förderhöchstbeträge. Die Mehrwertsteuer ist nicht zuwendungsfähig, und Zuwendungen unter 5000 Euro werden nicht gewährt.

Jahresprogramm 2020

Das Jahresprogramm 2020 des ELR konzentriert sich vor allem auf die Förderung wohnraumbezogener Projekte. Rund die Hälfte des Mittelvolumens soll hierfür zur Verfügung stehen. Gefördert werden Projekte, die zeitgemäßes Leben, Wohnen und Arbeiten ermöglichen. Die Förderung konzentriert sich auf die Innenentwicklung der Gemeinden, um damit die Ortskerne zu stärken und den Flächenverbrauch zu reduzieren. Neu ist eine höhere Förderung für private Wohnbauprojekte mit innovativen Holzbaulösungen in der Tragwerkskonstruktion.

Ein wesentlicher Standortfaktor für den Ländlichen Raum ist zudem die wohnortnahe Grundversorgung mit Waren und Dienstleistungen. Wichtig hierfür ist die Erhaltung von Dorfgasthäusern und Dorfläden, die für die Attraktivität des Ländlichen Raums Bedeutung haben. Einen ebenso hohen Stellenwert hat die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung.

Interessierte Bürger und Unternehmen erhalten nähere Informationen bei ihrer Gemeinde- bzw. Stadtverwaltung.

Voraussetzung für die Aufnahme in das Jahresprogramm 2020 ist ein Aufnahmeantrag der Kommune. Für das Programmjahr 2020 müssen die Anträge der Kommunen bis zum 30. September 2019 beim Regierungspräsidium und dem Landratsamt vorliegen.

Ausschreibung für das ELR-Jahresprogramm 2020, ELR-Verwaltungsvorschrift sowie weitere Informationen

Rückflussmittel 2020

Im Zuge der geplanten unterjährigen Programmentscheidung im ELR („Rückflussmittelrunde“) wurde erstmalig die Sonderlinie Dorfgaststätten/Grundversorgung ausgeschrieben.

Der Fokus der Sonderausschreibung liegt auf der lokalen Grundversorgung. Ein besonderes Augenmerk wird hierbei auf Dorfgasthäuser gerichtet. Weitere wichtige Einrichtungen zur Grundversorgung sind Dorfläden, Metzgereien und Bäckereien. Zur Grundversorgung können auch Ärzte, Physiotherapeuten und Handwerksbetriebe zählen.

Auch wenn die unterjährige Programmausschreibung vorwiegend Projekte aus dem Bereich der Sonderlinie Dorfgaststätten/Grundversorgung bedienen soll, kann diese auch für Maßnahmen aus anderen Förderbereichen genutzt werden. In den Förderschwerpunkten Innenentwicklung/Wohnen, Arbeiten und Gemeinschaftseinrichtungen werden Fördermittel im Rahmen dieser Sonderausschreibung für strukturell wichtige, besonders dringliche und kurzfristig umsetzbare Projekte zur Verfügung gestellt.

Interessierte Bürger und Unternehmen erhalten nähere Informationen bei ihrer Gemeinde- bzw. Stadtverwaltung. Die Anträge der Kommunen müssen bis zum 30. April 2020 beim Regierungspräsidium und dem Landratsamt vorliegen.

Weitere Informationen zum Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum

Förderlinie „Spitze auf dem Land! Technologieführer für Baden-Württemberg“

Unternehmen werden zudem auf die Förderlinie im ELR "Spitze auf dem Land! - Technologieführer für Baden-Württemberg" und die Ausschreibung dazu vom 10. Februar 2015 hingewiesen. Mit dem Förderangebot werden kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten angesprochen, die aufgrund ihrer Innovationsfähigkeit das Potential zur Erlangung einer Technologieführerschaft aufweisen.

Unternehmen können ihre Anträge über die Städte und Gemeinden in der Laufzeit des Operationellen Programms EFRE 2014-2020 laufend einreichen.

Die Projektauswahl findet halbjährlich statt. Die jeweils zum 28. Februar bzw. 31. August vollständig vorliegenden Aufnahmeanträge gehen in das Auswahlverfahren ein.

Die mögliche Zuwendung beträgt mindestens 200.000 Euro und höchstens 400.000 Euro. Der Fördersatz beträgt 10 Prozent für mittlere Unternehmen bis 100 Mitarbeiter bzw. 20 Prozent für kleine Unternehmen bis 50 Mitarbeiter.

Weitere Informationen zur Förderlinie "Spitze auf dem Land"

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