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04.10.2022

Landrat Schauder und Landtagsabgeordneter Waldbüßer tauschen sich aus

Armin Waldbüßer, Landtagsabgeordneter des Wahlkreises Neckarsulm, ist der Betreuungsabgeordnete der Grünen-Landtagsfraktion für den Main-Tauber-Kreis. Landrat Christoph Schauder hat sich vor kurzem mit ihm im Landratsamt zu einem Austausch getroffen. Begleitet wurde Waldbüßer vom Fraktionsvorsitzenden der Grünen-Kreistagsfraktion, Rainer Moritz. Der weitere Ausbau erneuerbarer Energien sowie verschiedene Mobilitätsthemen standen hierbei im Vordergrund.

Der Main-Tauber-Kreis leistet bereits einen erheblichen Beitrag im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien. Der Landkreis steht mit 145 errichteten und sechs genehmigten, aber noch nicht errichteten Windkraftanlagen an der Spitze Baden-Württembergs beim Ausbau der Windkraft. Hinzu kommt noch die derzeit schnell wachsende Zahl an Freiflächenphotovoltaikanlagen im Kreis. „Im Main-Tauber-Kreis leben wir schon seit vielen Jahren aktiv die Energiewende. Es muss aber auch klar sein, dass an anderer Stelle ein Entgegenkommen des Landes erwartet wird, wenn wir hier engagiert unseren Beitrag leisten, beispielsweise wenn es um die Ausweisung von neuen Flächen für Wohn- oder Gewerbegebiete geht“, sagte Landrat Christoph Schauder.

Den Landkreis treiben außerdem viele Mobilitätsthemen um, insbesondere die Zukunft der Frankenbahn. Das Land Baden-Württemberg und die Landkreise Neckar-Odenwald und Main-Tauber hatten im Jahr 2019 die Einrichtung eines Regionalbahn-Probebetriebs für die Bedienung des Streckenabschnitts Osterburken – Lauda im Stundentakt mit Halt an den Bahnhöfen Königshofen, Boxberg-Wölchingen, Eubigheim und Rosenberg vereinbart.

Die Bahnhofsinfrastruktur im Landkreis wurde im Rahmen des Austauschs ebenfalls thematisiert. „In einen Zug kann nur eingestiegen werden, wenn er tatsächlich hält. Deswegen muss zwingend die Infrastruktur um die Bahnhöfe verbessert werden. Eine Situation wie in Königshofen, in der es nur in eine Richtung einen Bahnsteig gibt, ist nicht akzeptabel. Aber auch die weiteren Bahnhöfe entlang der Strecke müssen dringend saniert werden“, erklärte Landrat Schauder. Durch die derzeitige Situation an den Bahnhöfen im Landkreis wird laut Schauder erhebliches Fahrgastpotenzial verschenkt, was sich negativ auf den Probebetrieb auswirke.

Konkret wurde für den Probebetrieb auf der Frankenbahn vereinbart, dass sich das Land verpflichtet, den Probebetrieb in den Regelbetrieb zu überführen, wenn der Streckenabschnitt innerhalb des Probezeitraums täglich von mindestens 500 Personen je Streckenkilometer genutzt wird. Der dreijährige Probebetrieb war zunächst bis Dezember 2022 vorgesehen. Für diese Zeit wurde weiter vereinbart, dass Land und Landkreise sich die Kosten in einem Verhältnis von 60 zu 40 teilen. Da infolge der Pandemie das Erreichen der geforderten Mindestfahrgastzahlen ambitioniert ist, haben sich die Vertragspartner darauf verständigt, den Probebetrieb um zunächst ein Jahr bis Dezember 2023 zu verlängern, ohne dass für die beiden Landkreise dadurch weitere Kosten anfallen.

Armin Waldbüßer sagte dem Landkreis seine Unterstützung zu. „Die erneuerbaren Energien und die Mobilität sind wichtige Themen, die auch in den ländlichen Räumen eine große Rolle spielen. Hierbei unterstütze ich den Main-Tauber-Kreis gerne und werde mich gegenüber der Landesregierung dafür einsetzen; insbesondere beim Ausbau der Bahnhofsinfrastruktur an der Frankenbahn müssen wir vorankommen“, sagte der Landtagsabgeordnete.

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