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14.04.2022

Meilenstein für die Feuerwehren: Sicherheitskarten für den Digitalfunk übergeben

Erster Landesbeamter Florian Busch hat kürzlich rund 300 Sicherheitskarten für den Digitalfunk bei den Feuerwehren im Main-Tauber-Kreis entgegengenommen. Diese wurden ihm in der Integrierten Leitstelle in Bad Mergentheim von Referent Andreas Schmidt vom Innenministerium Baden-Württemberg überreicht. Darüber freuten sich auch Kreisbrandmeister Andreas Geyer, der Verantwortliche für den Katastrophenschutz im Landratsamt, Jürgen Segeritz, sowie Leitstellenleiter Matthias Hofmann.

Die Sicherheitskarten sind zum Betrieb digitaler Funkgeräte nötig, insbesondere um die Abhörsicherheit zu gewährleisten, und mit der SIM-Karte in einem Mobiltelefon vergleichbar. Der Landkreis hatte die Karten gebündelt für sämtliche Feuerwehren im Main-Tauber-Kreis beantragt und durch das Ministerium bewilligt bekommen. Sobald die einzelnen Funkgeräte beschafft wurden, sind diese jeweils nach Einlegen einer Sicherheitskarte einsatzbereit. Zunächst werden sämtliche Feuerwehrfahrzeuge im Landkreis mit einem fest eingebauten digitalen Funkgerät und alle Feuerwehrhäuser mit einem stationären digitalen Funkgerät ausgestattet. Zudem erhält jede Kommune ein digitales Handfunkgerät.

Erster Landesbeamter Florian Busch wies darauf hin, dass das Thema Digitalfunk in den vergangenen Monaten eine weitaus höhere Bedeutung erlangt habe. Er dankte dem Ministerium für die Bereitstellung der Sicherheitskarten und zeigte sich zugleich froh darüber, dass sämtliche Städte und Gemeinden im Main-Tauber-Kreis bei der Einführung des Digitalfunks an einem Strang ziehen. „Auch mir persönlich ist es ein wichtiges Anliegen, die Feuerwehren Schritt für Schritt mit der neuen Technik auszurüsten. Die Übergabe der Sicherheitskarten war ein wichtiger Meilenstein bei der Einführung des Digitalfunks“, erklärte er.

Andreas Schmidt vom Innenministerium sagte, dass ihm der Kontakt zur Basis sehr wichtig sei. Deshalb sei er sehr gerne aus der Landeshauptstadt Stuttgart zur Übergabe der Sicherheitskarten in den Main-Tauber-Kreis gekommen. Die Übergabe müsse auch entsprechend dokumentiert werden. Schmidt ist im Innenministerium im Referat für Feuerwehrwesen und Brandschutz tätig und dort insbesondere für das Funk- und Fernmeldewesen zuständig.

Wie Leitstellenleiter Hoffmann betonte, ist seitens der notwendigen Technik für den Digitalfunk im Main-Tauber-Kreis bereits einiges vorhanden. Die Einführung verursache hohen technischen und zeitlichen Aufwand und sei bereits vom vorherigen Kreisbrandmeister Alfred Wirsching vorangetrieben worden.

Kreisbrandmeister Andreas Geyer ergänzte, dass im Landratsamt ab dem 1. Juli ein zusätzlicher Sachbearbeiter für das Fernmeldewesen zur Verfügung stehen wird. Dieser werde das Thema Digitalfunk übernehmen und weiter vorantreiben. Bereits 2021 seien die Oberbürgermeister, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Kreis über den Sachstand informiert worden. Im Mai 2021 sei die Leitstelle nach entsprechender Umrüstung durch das Innenministerium als digitalfunkfähig anerkannt worden. Seitdem habe man drei Jahre Zeit, um die Feuerwehren umzurüsten.

Wie Andreas Geyer weiter erläuterte, seien inzwischen von allen 18 kommunalen Feuerwehren im Main-Tauber-Kreis auch die Förderanträge zur Einführung digitalen Funkgeräte selbst beim Landratsamt eingegangen. Mit einer Bewilligung durch das Innenministerium sei im Juni dieses Jahres zu rechnen; danach könnten die Städte und Gemeinden in die Beschaffung einsteigen. „Die Kommunen wissen, dass sie in ihren Haushalten die notwendigen Mittel für den jeweiligen Eigenanteil bereitstellen und die notwendigen Geräte beschaffen müssen. Ziel ist eine Fertigstellung bis Ende 2023“, machte Geyer deutlich.

Die Freiwillige Feuerwehr Wertheim hat laut dem Kreisbrandmeister bereits auf Digitalfunk umgestellt, wozu sie aufgrund der Lage an der Landesgrenze zu Bayern berechtigt war. Daher könne im Landkreis auch schon auf Erfahrungswerte aus der Praxis zurückgegriffen werden. Der Einbau der Sicherheitskarten in die Fahrzeugfunkgeräte werde unter Aufsicht des Landratsamtes an den vier großen Feuerwehr-Standorten im Landkreis erfolgen, an denen hauptamtliche Kräfte vorhanden sind, also in Bad Mergentheim, Lauda-Königshofen, Tauberbischofsheim und Wertheim.

Einige Verantwortliche der Feuerwehren im Landkreis funken bereits jetzt mit der digitalen Technik, darunter auch Kreisbrandmeister Geyer. „Damit möchten wir nicht zuletzt die Mitarbeitenden der Integrierten Leitstelle für den Digitalfunk sensibilisieren und in der Praxis herausfinden, ob und wenn ja wo es Lücken in der Digitalfunkabdeckung im Main-Tauber-Kreis gibt“, fasste er zusammen.

Ab dem Jahr 2025 soll auch die Alarmierung der einzelnen, insgesamt rund 4500 Feuerwehrkräfte im Main-Tauber-Kreis auf digitalem Weg erfolgen. „Dann müssten die Kommunen hierfür wiederum Geld in die Hand nehmen und digitale Funkmeldeempfänger beschaffen“, verdeutlichte der Kreisbrandmeister.

Der Rettungsdienst im Main-Tauber-Kreis funkt aktuell noch mit analoger Technik und soll zu einem späteren Zeitpunkt nachziehen. Im Katastrophenschutz sind die Fahrzeuge von Bund und Land bereits komplett auf digitale Technik umgerüstet.

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