Effizientere Verwaltung und gestärkter Krisenschutz - Landratsamt strafft Organisation zum 1. Oktober
Zum 1. Oktober 2026 ordnet das Landratsamt Main-Tauber-Kreis seine Organisationsstrukturen neu. Ziel ist es, Verwaltungsprozesse zu verschlanken, Schnittstellen und Querschnittsaufgaben effizient zu bündeln sowie den Krisenschutz zu stärken. Konkret reduziert die Behörde die Zahl ihrer Dezernate, Ämter und Stabsstellen und richtet eine neue Stabs- und Koordinierungsstelle ein. Für die Bürgerinnen und Bürger bleiben die bisherigen Ansprechpersonen wie gewohnt erreichbar.
„Mit dieser Neuorganisation stellen wir die Weichen für eine noch schlagkräftigere Verwaltung. Indem wir Fachbereiche sinnvoll verzahnen und die Blaulicht-Themen mit dem Büro des Landrats direkt an der Behördenspitze vereinen, führen wir strategische Steuerung und operative Krisenkompetenz zusammen. So verkürzen wir Entscheidungswege nicht nur im Ernstfall, sondern stellen uns für künftige Herausforderungen insgesamt bestmöglich auf“, erläutert Landrat Christoph Schauder.
Schlankere Strukturen: Aus fünf Dezernaten werden vier
Mit dem Eintritt von Dezernent Werner Rüger in den Ruhestand wird das bisherige Dezernat 5 (Technik) aufgelöst und die zugehörigen Ämter in die bestehende Struktur eingegliedert: Das Umweltschutzamt und das Forstamt verschmelzen unter der Leitung von Dr. Monique Müller zum neuen „Amt für Umwelt und Forsten“ im Dezernat 2 (Recht und Umwelt). Das Vermessungs- und Flurneuordnungsamt unter neuer Leitung von Peter Gentner wechselt ebenfalls in das Dezernat 2. Das Amt für Straßen- und Radwegebau unter Markus Metz wird im Dezernat 3 angesiedelt. Dieses trägt künftig die Bezeichnung „Dezernat für Kreisentwicklung, Bildung und Mobilität“.
Neue Stabs- und Koordinierungsstelle für Steuerung und Krisenschutz
Um Führungs- und Meldewege im Krisenschutz zu straffen und die Behördenleitung bei ihren vielfältigen Aufgaben und Verpflichtungen noch gezielter zu unterstützen, werden das Büro des Landrats und die bisherige Stabsstelle Brand- und Katastrophenschutz, Rettungswesen fusioniert. Die neue, direkt der Behördenleitung unterstellte „Stabs- und Koordinierungsstelle“ wird von Verena Thorwart geleitet.
„Als Volljuristin mit Stationen im baden-württembergischen Innenministerium und mehreren Bereichen der Kreisverwaltung vereint Verena Thorwart fundierte Verwaltungserfahrung mit wertvollen Einblicken in die unterschiedlichen Verwaltungsebenen. Sie bringt das passende Profil mit, um diese zentrale Schnittstelle im Landratsamt verlässlich zu leiten“, so Landrat Schauder.
Die neue Stabs- und Koordinierungsstelle gliedert sich in drei Sachgebiete: Das Sachgebiet „Oberste Kreisorgane“ umfasst insbesondere das gemeinsame Sekretariat des Landrats und Ersten Landesbeamten, die persönliche Referentin des Landrats sowie die Geschäftsstelle Kreistag und Beteiligungsverwaltung. Die Leitung übernimmt bis zur Rückkehr von Aylin Wahl aus der Elternzeit ebenfalls Verena Thorwart. Das Sachgebiet „Pressestelle“ leitet Pressesprecher Markus Moll, während das Sachgebiet „Kreisbrandmeisterei“ von Kreisbrandmeister Andreas Geyer geführt wird.
Zur Person Verena Thorwart:
Die 32-jährige Volljuristin studierte Rechtswissenschaften an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg und absolvierte anschließend ihr Referendariat im Oberlandesgerichtsbezirk Bamberg. Nach dem zweiten Staatsexamen war sie ab August 2020 als Referentin für digitale Infrastruktur im Innenministerium Baden-Württemberg tätig. Seit Januar 2024 ist sie beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis im Einsatz: Zunächst fungierte sie als Justiziarin, stellvertretende Leiterin des Rechts- und Ordnungsamts sowie als Sachgebietsleiterin für Staatsangehörigkeitswesen, Gewerberecht, Gaststättenrecht und Polizeirecht. Im August 2025 übernahm sie zusätzlich die Leitung der Geschäftsstelle Kreistag und Beteiligungsverwaltung im Büro des Landrats. Seit April 2026 ist Verena Thorwart als Persönliche Referentin des Landrats sowie als stellvertretende Büroleiterin tätig.