40 Jahre RAGZ: Gemeinsam für gesunde Kinderzähne
Die Regionale Arbeitsgemeinschaft Main-Tauber-Kreis (RAGZ) feiert ihr 40-jähriges Bestehen. Seit der Gründung setzt sie sich für die Mundgesundheit von Kindern und Jugendlichen im Main-Tauber-Kreis ein und betreut jährlich 13.000 Heranwachsende im Landkreis. Im Rahmen einer Jubiläumsfeier in Tauberbischofsheim wurde dieses langjährige Engagement gewürdigt.
„Wenn wir heute in die Gesichter unserer Kinder im Main-Tauber-Kreis blicken, sehen wir meist ein gesundes, strahlendes Lächeln. Das ist keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis harter gemeinschaftlicher Arbeit von Arbeitsgemeinschaft, Zahnärzten und Krankenkassen. Dieses Netzwerk und die 40 Jahre Erfahrung bilden das Fundament für das umfassende Präventionsprogramm, welches die Regionale Arbeitsgemeinschaft heute flächendeckend in allen Bildungseinrichtungen im Landkreis anbietet. Ich danke allen Mitarbeitern, ehemaligen Beschäftigten sowie Kooperationspartnern für diese erfolgreiche Arbeit zum Wohle der Zahngesundheit“, betonte Landrat Christoph Schauder.
Zur Jubiläumsfeier waren Sozialdezernentin Elisabeth Krug, die kommissarische Leiterin des Gesundheitsamtes, Monika Treppner, die Fraktionsvorsitzenden des Kreistags, Vertreter der Krankenkassen, der Kreiszahnärzteschaft und der Landesarbeitsgemeinschaft Zahngesundheit (LAGZ), Kooperationspartner, Patenzahnärzte, Ehemalige und Gründungsmitglieder sowie das Mitarbeiterteam geladen.
„Jedes Jahr werden etwa 13.000 Kinder und Jugendliche prophylaktisch betreut. Dank der tollen Präventionsarbeit des erfahrenen RAGZ-Teams ist beispielsweise Karies in Milchgebissen seltener geworden, doch das Ziel bleibt: Wir müssen die wertvolle Prophylaxearbeit stets voranbringen“, würdigten Dr. Andreas Kanev als Vorsitzender der Kreiszahnärzteschaft und Dr. Adalbert Ruhnke als ehemaliger Vorsitzender die Arbeit. Daniel Flachs von der Krankenkasse BKK Landesverband Süd schloss sich dem Appell an und betonte die gute Zusammenarbeit und kreativen Ideen der RAGZ.
Gelebte Prävention seit mehr als 40 Jahren
Vor mehr als 40 Jahren wurden im Main-Tauber-Kreis schulzahnärztliche Untersuchungen auf Grundlage des Jugendzahnpflegegesetzes von 1975 vorgenommen. Einen entscheidenden Impuls gab der Erlass des damaligen Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Sozialordnung Baden-Württemberg im Jahre 1985. Die staatlichen Gesundheitsämter wurden beauftragt, Arbeitsgemeinschaften zur Förderung der Jugendzahnpflege aufzubauen. Am 22. Januar 1986 fand die Gründungsveranstaltung der heutigen RAGZ statt. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten die gesetzlichen Krankenkassen, die Kreiszahnärzteschaft und das Gesundheitsamt. Noch im selben Jahr wurde die erste Geschäftsstellenleitung bestellt. Kurz darauf wurde über die Landesarbeitsgemeinschaft Zahngesundheit Stuttgart die erste Prophylaxehelferin gewonnen. In den folgenden Jahren wuchs das Team kontinuierlich.
Auch das Aufgabenspektrum der RAGZ entwickelte sich stetig weiter. Aus den anfänglichen Maßnahmen der Gruppenprophylaxe entstand ein umfassendes Präventionsprogramm. Heute betreut die RAGZ alle Kindergärten, Grundschulen, Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren, Gemeinschaftsschulen, Werkrealschulen, Realschulen und Gymnasien des Kreises. Auch Familiennetzwerke, Krabbelgruppen und Einrichtungen der Krankenpflegeausbildung werden regelmäßig in die Präventionsarbeit einbezogen.
Neben der direkten Arbeit in den Einrichtungen macht die RAGZ mit Öffentlichkeitsaktionen auf die Bedeutung der Mundgesundheit aufmerksam und stärkt das Bewusstsein für Zahnpflege und Prävention in der Bevölkerung. Ein ebenso wichtiger Bestandteil der Arbeit ist die Zusammenarbeit mit niedergelassenen Zahnärzten. Zwölf Patenzahnärzte nehmen ehrenamtlich Reihenuntersuchungen in Kindergärten vor und leisten damit einen wertvollen Beitrag zur frühzeitigen Erkennung von Zahnerkrankungen.
Aktuell besteht das Team rund um die Jugendzahnärztin des Gesundheitsamtes und Regionalgeschäftsführerin der RAGZ, Cosima Lang-Lebakken, aus der Geschäftsstellenleitung Katrin Lotter und den sechs Fachfrauen für Zahngesundheit beziehungsweise Zahngesundheitsförderung Marion Vollert, Inge Kansy, Antje Braun, Eva-Maria Lanig, Stefanie Franzwa und Martina Jacob.