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21.08.2026

Azubi-Projekt im Main-Tauber-Kreis: Mit dem EnergieChecker Energiekosten senken

Der Main-Tauber-Kreis startet gemeinsam mit der Kompetenzstelle für Ressourceneffizienz Heilbronn-Franken (KEFF+) ein innovatives Ausbildungsprojekt, das junge Auszubildende des produzierenden Gewerbes ab dem zweiten Lehrjahr aktiv in die nachhaltige Entwicklung ihrer Ausbildungsbetriebe einbindet. Ziel ist es, die Azubis frühzeitig für Energie- und Ressourceneffizienz zu sensibilisieren, sie in ihrer Eigenverantwortung zu stärken und konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zum Klimaschutz umzusetzen. Träger der Kompetenzstelle KEFF+ ist die Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH. Das Projekt wird beim Landratsamt durch das Amt für Wirtschaft und Klimaschutz umgesetzt.

„Mit diesem Projekt möchten wir die Auszubildenden im Main-Tauber-Kreis stärken und ihnen zeigen, dass sie mit ihren Ideen und ihrem Engagement aktiv etwas für den Umweltschutz bewirken können“, betonte Landrat Christoph Schauder. „Gleichzeitig profitieren die Unternehmen von neuen Impulsen, die den Blick auf nachhaltige und effiziente Prozesse schärfen.“

Im Rahmen des Projektes übernehmen die Auszubildenden eigenständig die Analyse betrieblicher Abläufe, identifizieren energetische Schwachstellen und erarbeiten praxisnahe Lösungen, mit denen Energieverbrauch und CO2-Emissionen reduziert werden können. Die Ausarbeitung des Projektes erstreckt sich über einen Zeitraum von zehn Wochen. Zu Beginn absolvieren die Teilnehmenden zwei Schulungstage, in denen sie grundlegendes Wissen zu Energieeffizienz, Klimaschutz, Messtechnik, CO2-Bilanzierung sowie Projektmanagement erhalten. Anschließend begleiten erfahrene KEFF+-Moderatorinnen und -Moderatoren die Azubis bei Unternehmensrundgängen, um die Einsparpotenziale im eigenen Unternehmen zu entdecken. Der unvoreingenommene Blick aufgeschlossener Azubis hilft, bereits einfache Optimierungsmöglichkeiten zu finden.

Besonderer Wert wird auf die eigenständige Projektarbeit gelegt: Die Auszubildenden entwickeln ein individuelles Effizienzprojekt, das sie im eigenen Betrieb umsetzen oder für das sie mit der Firmenleitung einen Zeitrahmen für die Umsetzung festlegen. Durch die Projektarbeit stärken sie nicht nur ihre Fachkompetenzen, sondern auch ihre Leistungsbereitschaft, ihre Kreativität und ihr Verantwortungsbewusstsein – aus Sicht des Amtes für Wirtschaft und Klimaschutz wichtige Qualifikationen, die über die normale Ausbildung hinausgehen und zur langfristigen Bindung an das Unternehmen beitragen. Am Ende präsentieren die jungen „EnergieChecker“ ihre Ergebnisse und werden für ihr Engagement ausgezeichnet.

„Der Main-Tauber-Kreis setzt mit dem Azubi-Projekt ein deutliches Zeichen für nachhaltige Entwicklung und für die Förderung junger Talente als wichtige Zukunftsfaktoren für die regionale Wirtschaft und den Klimaschutz. Gleichzeitig verfolgt der Landkreis im Rahmen des fortgeschriebenen Klimaschutzkonzeptes das Ziel, den Energieverbrauch und die CO2-Emmissionen in den Unternehmen des Landkreises zu reduzieren“, ergänzte Ursula Mühleck, Dezernentin für Kreisentwicklung und Bildung beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis.

Das Projekt richtet sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der Region, die mit maximal drei Auszubildenden teilnehmen können. Es unterstützt die Betriebe auf dem Weg zur Klimaneutralität und hilft dabei, Energiekosten zu senken. Dadurch soll ein wirtschaftlicher Vorteil für die Unternehmen entstehen und ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden.

„Der „EnergieChecker“ ist ein neues Projekt, das aus dem fortgeschriebenen Klimaschutzkonzept des Main-Tauber-Kreises hervorgegangen ist. Mit der Maßnahme setzt der Landkreis einen weiteren Baustein seines Klimaschutzkonzepts um und unterstützt dabei, Energieeinsparpotenziale sichtbar zu machen“, sagte Marcel Stephan, Leiter des Amtes für Wirtschaft und Klimaschutz.

Interessierte Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe können sich ab sofort per E-Mail an klimaschutz@main-tauber-kreis.de, Telefonnummer 09341/82-5827 für die Teilnahme am Projekt „EnergieChecker“ anmelden. Der Projektstart ist für das vierte Quartal 2026 vorgesehen.

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