Seiteninhalt
14.08.2026

Neues Rechenzentrum am Caritas-Krankenhaus feierlich in Betrieb genommen

Am Caritas-Krankenhauses Bad Mergentheim wurde ein Meilenstein für die digitale Zukunft gesetzt: Rund ein Jahr nach dem symbolischen Spatenstich ist das neue Rechenzentrum auf dem Krankenhausgelände offiziell in Betrieb genommen worden. Das Rechenzentrum schafft die technischen Voraussetzungen für zukünftige Entwicklungen – etwa den verstärkten Einsatz Künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen.

„Ein großer Meilenstein für die Gesundheitsversorgung“

Michael Raditsch, Direktor Unternehmenskultur am Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim, erinnerte an den Beginn der Bauarbeiten im Oktober 2025. „Damals war mir noch nicht bewusst, was hier passiert, dass ein großer Meilenstein letztendlich gesetzt wird, um in die Zukunft zu gehen“, sagte Raditsch. Inzwischen sei deutlich, welche Bedeutung die neue Infrastruktur für die weitere Entwicklung habe. „Letztendlich wird das Gebäude nicht nur für unsere Mitarbeitenden, sondern auch für unsere Patientinnen und Patienten einen großen Nutzen haben.“ Dabei verwies Raditsch auch auf die besondere Rolle des Gebäudes: Das Rechenzentrum sei das neue „Herzstück unserer IT“.

Auch Dr. Frank Zils, Geschäftsführer der BBT-Gruppe, unterstrich die Bedeutung der neuen Infrastruktur. Angesichts der wachsenden Bedeutung kritischer Infrastruktur sei es wichtiger denn je, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Einrichtungen ihre Arbeit zuverlässig leisten können. „Unverzichtbar für all das, was in unseren Einrichtungen tagtäglich geleistet wird. Für die Zuwendung zu den Menschen, die uns anvertraut sind“, sagte Zils.

Sein besonderer Dank galt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der IT, deren Arbeit vielfach im Hintergrund stattfinde und für andere kaum sichtbar sei. „Es sind die Menschen, die den Unterschied machen. Das ist natürlich auch die Technologie, die uns voranbringt, die uns zukunftsfähig macht“, betonte Zils. Beides gehöre zusammen: die Menschen, die im Krankenhaus für die Patienten da sind, und eine moderne technische Infrastruktur, die ihre Arbeit zuverlässig unterstützt.

Landrat: „Ein absolutes starkes Zeichen“

Landrat Christoph Schauder bezeichnete das neue Rechenzentrum als „Meilenstein“ für das Caritas-Krankenhaus und die gesamte Region. Gerade bei der IT sei es heute entscheidend, nicht nur auf der Höhe der Zeit, sondern der Entwicklung möglichst einen Schritt voraus zu sein. Die Investition der BBT-Gruppe sei deshalb „ein klares Bekenntnis“ zum Standort und eine wichtige Investition in die Region.

Schauder verwies zugleich auf die zunehmenden Herausforderungen bei der Cybersicherheit. Ein Cyberangriff auf die Verkehrsgesellschaft des Landkreises habe ihm selbst vor Augen geführt, welche Auswirkungen ein solcher Vorfall haben könne. „Deswegen sage ich wirklich: ein absolut starkes Zeichen. Es ist ein absolut wichtiges Investment auch in die Leistungsfähigkeit der systemrelevanten Krankenhauslandschaft in der Region“, so der Landrat. Gerade für Einrichtungen des Gesundheitswesens sei eine funktionierende und sichere IT von besonderer Bedeutung.

Stadt Bad Mergentheim begrüßt Investition

Auch Manuela Zahn, Erste stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Bad Mergentheim, würdigte die Investition der BBT-Gruppe. „Mit der heutigen Inbetriebnahme des neuen Rechenzentrums setzen Sie einen wichtigen Meilenstein für die Zukunft Ihres Hauses“, sagte Zahn und überbrachte die Grüße der Stadt. Die medizinische Versorgung hänge heute in hohem Maße von einer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur ab. „Ein Rechenzentrum wie dieses ist mehr als ein technisches Gebäude. Es ist das digitale Herzstück moderner medizinischer Einrichtungen“, betonte Zahn. Es sorge dafür, dass sensible Patientendaten geschützt, Systeme zuverlässig betrieben und medizinische Abläufe sicher unterstützt werden. Die Digitalisierung des Gesundheitswesens schreite mit großen Schritten voran – von der elektronischen Patientenakte über die digitale Vernetzung bis hin zu Anwendungen Künstlicher Intelligenz. Mit dem Neubau seien dafür die notwendigen Voraussetzungen geschaffen worden.

100 Kilowatt Leistung zum Start

Carsten Hill, Bereichsleiter Infrastruktur der BBT-IT, erläuterte die technischen Eckdaten des Neubaus. Das Rechenzentrum ist zunächst auf eine Gesamtleistung von 100 Kilowatt ausgelegt und bietet Platz für zehn Racks. Die Infrastruktur wurde bewusst so geplant, dass sie mit den Anforderungen der kommenden Jahre wachsen kann bis auf eine Endleistung von 220 Kilowatt. Auch zukünftige Technologien und Anwendungen der Künstlichen Intelligenz sollen so zuverlässig betrieben werden können. Damit setzt die BBT auf eine Infrastruktur, die Sicherheit, Verfügbarkeit und Zukunftsfähigkeit miteinander verbindet.

Segnung stellt den Menschen in den Mittelpunkt

Den Abschluss der offiziellen Feier bildete die Segnung durch Bruder Peter Berg von den Barmherzigen Brüdern von Maria-Hilf. Dabei richtete Berg den Blick bewusst über das Gebäude und die Technik hinaus auf die Menschen, denen die neue Infrastruktur letztlich dienen soll.

„Es geht nicht nur darum, viel zu können oder zuzulassen, sondern letztlich geht es immer darum, den Menschen zu dienen, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen“, sagte Berg. Auch moderne Medizin, IT und Künstliche Intelligenz seien kein Selbstzweck. Sie müssten vielmehr den Auftrag unterstützen, Menschen zu helfen, Not zu sehen und zu handeln.

Mit der Segnung wurde das neue Rechenzentrum offiziell seiner Bestimmung übergeben. Im Anschluss hatten die Gäste Gelegenheit, die neue Infrastruktur bei einer Führung mit dem Teamleiter der IT in Bad Mergentheim, Sascha Gerntrup, kennenzulernen.

Seite zurück nach oben Seite drucken