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15.07.2026

Starke Partnerschaft: Kreis verlängert Förderung des IZKK - Zukunft für Bronnbach: Kreis sichert Fraunhofer-Standort und 20 Arbeitsplätze

Der Ausschuss für Soziales, Bildung, Kultur und Verkehr des Kreistags hat vor kurzem im Landratsamt getagt. Auf der Tagesordnung stand unter anderem die weitere Förderung des Internationalen Zentrums für Kulturgüterschutz und Konservierungsforschung (IZKK) des Fraunhofer ISC am Standort Kloster Bronnbach durch den Landkreis.

Aufgrund der herausragenden Bedeutung des IZKK als Forschungs-, Bildungs- und Qualifizierungseinrichtung hat der Ausschuss die weitere finanzielle Unterstützung durch den Landkreis beschlossen. Die Förderung durch den Landkreis in Höhe von jährlich 30.000 Euro wird für die Jahre 2027 bis 2029 fortgesetzt.

Das Zentrum wurde im Jahr 2008 auf Initiative des Würzburger Fraunhofer Instituts für Silicatforschung ISC und des Landkreises gegründet. Es widmet sich dem Schutz historischer Bauten, Kulturgüter und Kunstobjekte. Neben der aktiven Forschung und dem Management nationaler sowie europäischer Projekte steht die Wissensvermittlung im Vordergrund.

Das IZKK und das Fraunhofer Institut am Standort Kloster Bronnbach schärfen das Profil des Main-Tauber-Kreises als moderner Wissenschafts-, Kultur- und Innovationsstandort. Durch ihre internationalen Forschungsaktivitäten, wissenschaftlichen Veranstaltungen und europäischen Kooperationen bringt die Einrichtung kontinuierlich Experten aus Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft in die Region und sichert den Zugang zu wichtigen Fördermitteln. Hierdurch wird die überregionale und internationale Wahrnehmung des Standorts gestärkt. Fraunhofer ist dabei ein wichtiger Partner für den Main-Tauber-Kreis und besitzt internationale Strahlkraft. Die Fortführung der Förderung generiert somit aus Sicht der Verwaltung einen dauerhaften Mehrwert für den Landkreis.
Im Rahmen der Weiterentwicklung der Liegenschaft Kloster Bronnbach konnte zudem im Jahr 2023 die seit über 20 Jahren bestehende, erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer ISC durch den Abschluss eines langfristigen Mietvertrages bis zum Ende des Jahres 2035 noch weiter ausgebaut und gesichert werden. Fraunhofer bleibt damit ein äußerst wichtiger Ankermieter und sichert rund 20 Arbeitsplätze im kreiseigenen Kloster Bronnbach.

Bericht zur Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung

Des Weiteren erläuterte Gabriele Hörmle vom Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS) in ihrem Bericht den Ausschussmitgliedern die Daten und Entwicklungen bei den Leistungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit wesentlicher Behinderung im Jahr 2024.

Die Eingliederungshilfe hat die Aufgabe, Menschen mit Behinderung eine volle und gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, in der Bildung und im Arbeitsleben zu ermöglichen. Im Jahr 2024 erhielten allein im Main-Tauber-Kreis 1068 Personen diese Unterstützung.

Im Main-Tauber-Kreis machen die Ausgaben hierfür inzwischen mehr als ein Drittel des gesamten Sozialetats aus. Höhere Einkommens- und Vermögensfreibeträge, Tarifsteigerungen, gestiegene Sach- und Investitionskosten sowie eine intensivere, personenzentrierte Bedarfsermittlung haben landesweit zu erheblichen Mehrkosten geführt. Für den Main-Tauber-Kreis bedeutet dies einen Kostenanstieg von rund 60 Prozent im Vergleich zum Kostenaufwand im Jahr 2019.

Unter www.main-tauber-kreis.de/buergerinfoportal-kreistag können die Beschlussvorlagen zur Sitzung und in Kürze auch die Beschlüsse eingesehen werden.

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