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19.05.2026

Alltag und Kultur kennengelernt: Französische Auszubildende an Gewerblicher Schule Bad Mergentheim

Sechs französische Auszubildende aus Langon (bei Bordeaux) waren im Rahmen eines deutsch-französischen Austauschs drei Wochen lang an der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim zu Gast. Der Aufenthalt bot den jungen Gästen eine Mischung aus Kulturprogramm, persönlicher Begegnung und beruflichen Einblicken in die deutsche Arbeitswelt.

In der ersten Woche stand zunächst das Kennenlernen im Mittelpunkt. Die französischen Auszubildenden erhielten Gelegenheit, Bad Mergentheim und die Region näher zu entdecken. Auf dem Programm standen unter anderem die Erkundung von Bad Mergentheim, gemeinsames Minigolf, ein Besuch der Solymar-Therme sowie eine Kanufahrt. Ein besonderer Höhepunkt war zudem der Ausflug nach Stuttgart in das Mercedes-Benz-Museum, wo die Jugendlichen Einblicke in die Geschichte und Entwicklung eines der bekanntesten deutschen Industrieunternehmen erhielten.

Nach dieser ersten Phase des Ankommens und Kennenlernens der deutschen Kultur begann der berufliche Teil des Austauschs. Zwei Wochen lang absolvierten die französischen Auszubildenden Praktika in regionalen Unternehmen des technisch-gewerblichen Bereichs. Einsatzstellen waren die Firmen Weinig in Tauberbischofsheim, BASS in Niederstetten und Data Modul in Weikersheim. Dort lernten die jungen Gäste unterschiedliche Arbeitsabläufe, betriebliche Strukturen und Anforderungen der deutschen Arbeitswelt kennen.

Für die meisten Teilnehmer war der Aufenthalt eine besondere Erfahrung: Zum ersten Mal waren sie für längere Zeit im Ausland unterwegs – und das ohne ihre Eltern. Umso wichtiger war die gute Begleitung vor Ort. Ein Sprachbegleiter unterstützte die Auszubildenden während des Aufenthalts und half dabei, sprachliche Hürden im Alltag und im Praktikum zu überwinden.

Der Austausch zeigte eindrucksvoll, wie wertvoll internationale Begegnungen gerade in der beruflichen Bildung sein können. Die französischen Auszubildenden erhielten nicht nur Einblicke in deutsche Betriebe, sondern lernten auch den Alltag, die Kultur und die Menschen der Region kennen. Gleichzeitig bot der Aufenthalt die Gelegenheit, Vorurteile abzubauen, Selbstständigkeit zu entwickeln und über den eigenen beruflichen Horizont hinauszublicken.

Der dreiwöchige Aufenthalt machte deutlich: Berufliche Bildung endet nicht an nationalen Grenzen. Gerade der direkte Austausch zwischen jungen Menschen aus Deutschland und Frankreich kann dazu beitragen, Europa im Alltag erfahrbar zu machen – und die deutsch-französische Freundschaft auch für kommende Generationen weiterzutragen.

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