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15.04.2026

Schilder an Containern sollen Müllsünder abschrecken - Belohnung ausgelobt

Landrat Christoph Schauder hat auf einem Parkplatz an der Bundesstraße B 290 gemeinsam mit Mitarbeitern des Amtes für Straßen- und Radwegebau Hinweisschilder an dem Unterflurcontainer für Reiseabfälle angebracht. Die Aktion soll dazu beitragen, illegale Abfallentsorgungen zu bekämpfen. Die Schilder weisen auf eine Fangprämie hin. Diese können Privatpersonen erhalten, wenn sie zur Überführung von Tätern beitragen. Damit soll die Verschmutzung an den insgesamt 14 Standorten von Reiseabfall-Containern eingedämmt werden.

Begleitet wurde Landrat Schauder am Parkplatz zwischen der Autobahnauffahrt Tauberbischofsheim und dem Bahnübergang Gerlachsheim vom zuständigen Sachgebietsleiter Betrieb und Verkehr im Amt für Straßen- und Radwegebau, Dirk Borsdorf, dem Leiter der Straßenmeisterei Tauberbischofsheim, Siegbert Kappes, sowie den Straßenwärtern Justin Väth und Dieter Weinig.

Die Reiseabfall-Container, darunter Plätze an der B 290 und der B 27, wurden im Jahr 2024 zur Prävention der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Betrieb genommen. In der Folge zeigt sich jedoch ein nachhaltiges Problem mit wildem Müll, der häufig in Säcken oder lose neben den Behältern abgelegt wird. Das Amt für Straßen- und Radwegebau des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis verzeichnet hierbei einen erheblichen personellen sowie finanziellen Aufwand für die ordnungsgemäße Beseitigung, die in kurzen zeitlichen Abständen nötig ist. Der Parkplatz zwischen der Autobahnauffahrt und dem Bahnübergang gehört zu den am stärksten von solchen Verunreinigungen betroffenen Flächen im Kreisgebiet.

„Die Bewältigung dieser Thematik erfordert einen langen Atem, das ist ein Marathon und kein Sprint“, erklärte Landrat Christoph Schauder. Es könne nicht sein, dass das Fehlverhalten Einzelner zulasten der Allgemeinheit gehe. Er verwies auf das dezentrale Entsorgungssystem im Main-Tauber-Kreis, das unter anderem zwölf gut erreichbare Recyclinghöfe und -inseln umfasst, zusätzlich zur regelmäßigen Abfuhr von Restmüll, Biomüll, Leichtverpackungen und Papier direkt an der Haustür. Die Sperrmüllabfuhr findet auf Abruf, aber ebenfalls direkt an der Wohnung statt. „Zudem gehören die Müllgebühren im Main-Tauber-Kreis im landesweiten Vergleich zu den niedrigsten. Die Ablagerungen an den Rastanlagen sind deshalb rein auf Bequemlichkeit und Gedankenlosigkeit zurückzuführen. Insbesondere beim Hinterlassen von Lebensmitteln besteht die Gefahr, dass sich die Afrikanische Schweinepest im Landkreis ausbreiten könnte – mit schlimmen Folgen für die heimische Landwirtschaft sowie Haus- und Wildtiere“, sagte der Landrat.

Die Auslobung der Prämie und die zugehörigen Hinweisschilder sind laut Schauder nur eine weitere Maßnahme im Rahmen einer mehrstufigen Strategie, weitere Schritte würden bei Bedarf folgen. Der Landrat dankte dem Straßenbetriebsdienst für die Reinigung der betroffenen Standorte. Er hob die Anwesenheit der Straßenwärter beim Termin hervor: „Die Verursacher sollen ein konkretes Gesicht von jenen Personen haben, die ihren Unrat beseitigen müssen.“

Die Höhe der Belohnung wurde auf 152,80 Euro festgesetzt, was der jährlichen Abfallgebühr für einen Vier-Personen-Haushalt im Main-Tauber-Kreis entspricht. Insgesamt stehen Mittel für zehn erfolgreiche Hinweise zur Verfügung. Die Auszahlung erfolgt an Privatpersonen, sofern die übermittelten Informationen zu einer rechtskräftigen Verurteilung, einem Strafbefehl oder einer geahndeten Ordnungswidrigkeit führen.

Hinweise mit Angaben zu Fahrzeugkennzeichen von Verursachern sowie zu Zeit und Ort der beobachteten Ablagerungen können per E-Mail an strassen-radwegebau@main-tauber-kreis.de gesendet werden. Es wird empfohlen, Bildmaterial zur Dokumentation beizufügen, sofern Fotos gemacht werden können, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Die bis zum Freitag, 31. Juli, befristete Aktion wird aus Mitteln des Amtes für Straßen- und Radwegebau finanziert. Die genauen Modalitäten sind auf der Internetseite des Landratsamtes unter www.main-tauber-kreis.de/stopp-muell einsehbar.

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