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08.04.2026

Bilanz zur Sicherheitslage 2025 im Main-Tauber-Kreis - Kreisverwaltung und Polizei arbeiten weiter gut zusammen

Der Polizeipräsident des Präsidiums Heilbronn, Frank Spitzmüller, und Polizeivizepräsident Markus Geistler haben Landrat Christoph Schauder kürzlich die Bilanz zur Sicherheitslage des vergangenen Jahres im Main-Tauber-Kreis vorgestellt.

Landrat Christoph Schauder würdigte das weiterhin gute und unkomplizierte Miteinander von Kreisverwaltung und Polizei. Zu allen drei Polizeirevieren im Main-Tauber-Kreis – also in Bad Mergentheim, Tauberbischofsheim und Wertheim – bestehe ein guter und enger Kontakt. "Man sieht zudem deutlich die Präsenz der Polizei in der Fläche", lobte der Landrat. Die Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit sei auch ein wichtiger Maßstab für die Qualität des polizeilichen Handelns, bestätigte ihm Polizeipräsident Spitzmüller. Auch er sprach von einem "kurzen Draht" zwischen Kreisverwaltung und Ordnungshütern.

Mit 4213 registrierten Straftaten je 100.000 Einwohner liege der Main-Tauber-Kreis im Jahr 2025 leicht über dem Landesdurchschnitt von 3922 bei den Landkreisen, berichtete Polizeipräsident Spitzmüller. Der Wert errechnet sich aus einer Gesamtzahl von 5611 erfassten Straftaten im Main-Tauber-Kreis. Damit sei in absoluten Zahlen ein leichter Rückgang zu verzeichnen, denn 2024 wurden im Landkreis noch 5877 Straftaten registriert.

Ein Rückgang habe bei der Aufklärungsquote verzeichnet werden müssen, die von 58,9 Prozent im Jahr 2024 auf 57,7 Prozent im Jahr 2025 gesunken ist. Ursächlich sei insbesondere eine Betrugsmasche mit insgesamt 240 Fällen in der Solymar-Therme Bad Mergentheim, bei der wegen erschlichener Leistungen in der Gastronomie noch gegen Unbekannt ermittelt werde. Auch seien viele Sachbeschädigungen aufgenommen worden, beispielsweise an Kraftfahrzeugen. Solche Fälle seien schwierig aufzuklären.

Als sehr erfreulich bezeichnete der Polizeipräsident die Entwicklung bei der Zahl der Wohnungseinbrüche, die von 54 auf 30 stark gesunken sei. Damit verzeichne der Main-Tauber-Kreis den besten Wert im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Heilbronn, zu dem auch der Stadt- und der Landkreis Heilbronn sowie die Landkreise Neckar-Odenwald und Hohenlohe gehören.

Auch die Zahl der Rohheitsdelikte, wozu zum Beispiel Raub und Körperverletzung sowie Beleidigungen zählen, sei im Main-Tauber-Kreis im Vorjahresvergleich von 878 auf 854 gesunken. Gestiegen ist dagegen die Zahl der erfassten Fälle von Partnergewalt sowohl in ehelichen als auch in nichtehelichen Gemeinschaften einschließlich ehemaliger Partner. Hier stieg die Zahl im Main-Tauber-Kreis von 143 auf 155, was möglicherweise auch mit einer höheren Sensibilität in der Gesellschaft zusammenhänge. Anstiege habe es zudem bei Ladendiebstählen und beim Widerstand gegen Polizeibeamte gegeben. Insgesamt sinke die Akzeptanz polizeilicher Maßnahmen.

Bei den Verkehrsunfällen sind die Zahlen im Main-Tauber-Kreis von 3515 im Jahr 2024 auf 3369 gesunken. Polizeivizepräsident Markus Geistler beschrieb eine "eigentlich sehr positive Entwicklung". Er machte deutlich, dass man bei notwendigen Entzügen von Führerschein "die charakterliche Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen" noch stärker in den Fokus nehme und seitens der Polizei einen sehr konsequenten Weg in Sachen Poser und Raser fahre. Dieser umfasse auch die polizeirechtliche Beschlagnahme von Fahrzeugen zur Gefahrenabwehr im Einzelfall, um gerade unverbesserlichen Rasern zumindest temporär das Kraftfahrzeug wegzunehmen.

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