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12.03.2026

1667 neue Ausbildungsverträge im Jahr 2025 - Handwerk mit über 4000 Auszubildenden in der Region Heilbronn-Franken im Aufwind

Der aktuelle Berufsbildungsbericht der Handwerkskammer Heilbronn-Franken verdeutlicht: Das Handwerk gewinnt bei Jugendlichen zunehmend an Attraktivität. Bis zum Stichtag 31. Dezember 2025 haben im laufenden Ausbildungsjahr insgesamt 1667 junge Menschen im Kammerbezirk eine handwerkliche Ausbildung begonnen.

Gegenüber den 1573 Neueintragungen im Vorjahr bedeutet dies ein deutliches Plus von 94 Auszubildenden (+6,0 Prozent).

Alle Landkreise legen zu

„Das Handwerk ist vielfältig, sinnstiftend und bietet dank mehr als 130 Ausbildungsberufen jedem die Chance, seine persönlichen Stärken zu entfalten. Mit unseren praxisorientierten Maßnahmen wollen wir junge Menschen nachhaltig für das Handwerk begeistern und Handwerksbetriebe bei der Nachwuchsgewinnung unterstützen. Wir freuen uns daher sehr über die vielen Jugendlichen, die sich für eine Zukunft im Handwerk entschieden haben“, sagt Kerstin Lüchtenborg, Abteilungsleiterin Berufsbildung der Handwerkskammer Heilbronn-Franken.

Die regionale Entwicklung zeigt, dass alle vier Landkreise des Kammerbezirks mehr Handwerksnachwuchs begrüßen durften. Der Landkreis Heilbronn stellt mit 615 Auszubildenden die meisten Ausbildungsanfänger (+8,1 Prozent). Dahinter folgen der Landkreis Schwäbisch Hall mit 408 Auszubildenden (+6,3 Prozent), der Main-Tauber-Kreis mit 241 Auszubildenden (+11,1 Prozent) und der Hohenlohekreis mit 184 Auszubildenden (+1,1 Prozent). Lediglich im Stadtkreis Heilbronn gibt es mit 219 Auszubildenden einen leichten Rückgang von 0,9 Prozent.

Von den 1667 Ausbildungsanfängern im Kammerbezirk verfügen 715 Auszubildende (42,9 Prozent) über einen mittleren Bildungsabschluss. Es folgen 577 Auszubildende mit Hauptschulabschluss (34,6 Prozent) und 232 Auszubildende mit Abitur/Hochschulreife (13,9 Prozent). 75 Auszubildende (4,5 Prozent) haben einen anderen Schulabschluss (beispielsweise einen Förderschulabschluss oder einen im Ausland erworbenen Schulabschluss) und 68 Auszubildende haben keinen Schulabschluss (4,1 Prozent).

Klimahandwerke besonders gefragt

Aufgrund der hohen Zahl an Ausbildungsanfängern ist auch die Gesamtzahl der Auszubildenden im Handwerk gestiegen – von 3868 zum Jahresende 2024 auf 4023 zum Jahresende 2025 (+4,0 Prozent). Damit gibt es aktuell erstmals seit dem Jahresende 2022 wieder mehr als 4000 Auszubildende im Kammerbezirk. „Die Ausbildung junger Menschen ist eine lohnenswerte Zukunftsinvestition, von der unsere Betriebe mittel- und langfristig profitieren werden. Gerade mit Blick auf den demografischen Wandel sind die steigenden Ausbildungszahlen ein starkes Signal für die Zukunftsfähigkeit unserer Region“, betont Kerstin Lüchtenborg.

Für die anstehenden Transformationsprozesse beim Klimaschutz sowie bei der Energie- und Mobilitätswende spielt das Handwerk eine Schlüsselrolle. Diese Entwicklung spiegelt sich auch darin wider, dass die drei beliebtesten Ausbildungsberufe allesamt zu den sogenannten Klimahandwerken gehören. An der Spitze liegen wie im Vorjahr die Kraftfahrzeugmechatroniker mit 578 Auszubildenden (+5,9 Prozent), gefolgt von den Anlagenmechanikern für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik mit 394 Auszubildenden (+3,7 Prozent) und den Elektronikern mit 343 Auszubildenden (-1,2 Prozent).

Im Kammerbezirk gibt es 3244 männliche (80,6 Prozent) und 779 weibliche (19,4 Prozent) Auszubildende. Bei den weiblichen Auszubildenden sind die drei beliebtesten Ausbildungsberufe Friseurin mit 124 Auszubildenden, Kauffrau für Büromanagement mit 120 Auszubildenden und Konditorin mit 45 Auszubildenden. 3174 Auszubildende (78,9 Prozent) haben die deutsche und 849 Auszubildende (21,1 Prozent) eine ausländische Staatsangehörigkeit. Davon kommen insgesamt 228 Auszubildende aus Asylzugangsländern wie Syrien, der Ukraine oder Afghanistan, 106 aus der Türkei und 69 aus Vietnam.

Den detaillierten Berufsbildungsbericht 2025 gibt es unter unter www.hwk-heilbronn.de/berufsbildungsbericht-2025.

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