Eine mutige Investition in die Fachkräftesicherung - Gewerbliche Schule Bad Mergentheim weiht neuen Demostand ein
Die Gewerbliche Schule Bad Mergentheim (GSMGH) hat kürzlich die rundum erneuerten Anlagen für die Ausbildung im Bereich Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) offiziell in Betrieb genommen. Landrat Christoph Schauder und Ursula Mühleck, Dezernentin für Kreisentwicklung und Bildung des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis, nahmen gemeinsam mit Schulleiter Peter Wöhrle sowie Vertretern der Kreishandwerkerschaft, der Ausbildungsbetriebe und der Kooperationspartner die modernisierten Anlagen in Augenschein.
„Diese hochmodernen Anlagen sind ein bedeutender Schritt, um unsere Ausbildung vor Ort zu verbessern und den Schülern eine zukunftsorientierte Qualifizierung bieten zu können“, erklärte Landrat Christoph Schauder. Insgesamt investierte der Main-Tauber-Kreis als Schulträger rund 322.000 Euro in die neue Ausstattung. Die Summe umfasst unter anderem eine Themenwand Sanitärtechnik, ein Kompaktmodul für Heizungshydraulik, eine moderne Wärmepumpe sowie den neuen Demonstrationsstand Abwasser. Trotz der angespannten Haushaltslage habe der Kreistag die Mittel bewusst zur Verfügung gestellt. „Das ist ein starkes Zeichen und eine mutige Investition in unsere Bildungslandschaft und in die Fachkräftesicherung vor Ort. Wir wollen die Fachkräfte von morgen mit einem erstklassigen und breit aufgestellten Aus- und Weiterbildungsangebot im Landkreis halten“, erklärte Landrat Schauder.
Dezernentin Ursula Mühleck verwies darauf, dass die Maßnahme Teil einer langfristigen Strategie sei. Nach dem Abschluss der Sanierung des Hauptgebäudes der Gewerblichen Schule und der Beruflichen Schule für Ernährung, Pflege und Erziehung (EPE) in Bad Mergentheim im Jahr 2020 und der nahezu abgeschlossenen Generalsanierung des Beruflichen Schulzentrum in Wertheim sollen als nächstes die Beruflichen Schulen in Tauberbischofsheim saniert werden. Zuvor stehe mit der Modernisierung der Schule im Taubertal, dem Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum in Unterbalbach, ein weiteres Großprojekt mit einem Volumen von rund 18,5 Millionen Euro an.
Schulleiter Peter Wöhrle unterstrich die Bedeutung der Maßnahme für den Schulalltag: „Für unsere Schule ist das ein Meilenstein. Der Landkreis hat mit dieser Investition nicht nur auf die Bedeutung des Handwerks für den Landkreis verwiesen, sondern auch entschlossen gehandelt. Damit ermöglichen wir unseren Auszubildenden ein Lernen auf modernstem technischem Niveau.“ Er dankte zudem seinem engagierten Lehrerteam um Abteilungsleiterin Kati Grützmacher und Werkstattlehrer Alfred Nahm, die die neue Technik in das pädagogische Konzept integrieren.
Schüler allgemeinbildender Schulen können die Werkstatt im Rahmen von Workshoptagen kennenlernen. Die Anlage steht auch für externe Firmenschulungen zur Verfügung. Eine neue Wärmepumpe, die mit Unterstützung der Firma Buderus zum Sonderpreis erworben wurde, ergänzt das Angebot bei den regenerativen Energien.
Praxisnahe Ausbildung am „gläsernen“ Rohr
Das Herzstück der neuen Ausstattung ist der Demonstrationsstand Abwasser. Durch ein transparentes Rohrsystem aus Glas können die Auszubildenden das Geschehen innerhalb der Leitungen live beobachten. Fachgerechte Installationen werden hier direkt mit typischen Fehlern bei der Verlegung oder Dimensionierung verglichen und veranschaulicht.