Regionale Direktvermarktung als Erfolgskonzept - Lebensmittelmesse Meet & Greet lockt zahlreiche Besucher
Kurze Wege, nachhaltige Erzeugung und echte Leidenschaft für das Handwerk: Die vierte Auflage der Lebensmittelmesse „Meet & Greet“ hat am vergangenen Wochenende ein deutliches Zeichen für die heimische Landwirtschaft gesetzt. Erstmals in der Tauber-Franken-Halle in Königshofen ausgetragen, lockte die Messe mit mehr als 30 Direktvermarktern zahlreiche Besucher an und unterstrich die wachsende Bedeutung regionaler Produkte.
„Mit der Lebensmittelmesse bieten wir eine regional verankerte Plattform für unsere Direktvermarkter, um ihre vielfältigen und hochwertigen Produkte gebündelt zu präsentieren. Kurze Transportwege, ein nachhaltiger Anbau sowie eine artgerechte Tierhaltung sind aktuelle Fokusthemen der Verbraucherinnen und Verbraucher und die Produktvielfalt auf der Messe ist ein Beleg dafür, dass wir nicht in die Ferne schweifen müssen, wenn das Gute so nah liegt. Die Betriebe aus unserem Landkreis stehen mit ihren nachhaltigen und regionalen Wertschöpfungsketten für genau diese Eigenschaften“, erklärte Landrat Christoph Schauder und würdigte das fortwährende Engagement der Direktvermarkter. „Angesichts gestiegener Betriebsmittelkosten, steigender Lebensmittelpreise und schwierigster Witterungsverhältnisse ist dieser Berufszweig nach wie vor größten Herausforderungen ausgesetzt. Diesen Herausforderungen begegnen unsere Direktvermarkter mit Innovationsbereitschaft und Leidenschaft.“
Vier Produkte mit dem Siegel „Bio-Region Main-Tauber-Kreis“ ausgezeichnet
Um diese Qualität für Kundinnen und Kunden im Alltag sichtbarer zu machen, wurde das Qualitätssiegel „Bio-Region Main-Tauber-Kreis“ entwickelt. Nachdem das Logo im Juli 2022 vorgestellt sowie der markenrechtliche Schutz beantragt wurde, sind nun bereits zum vierten Mal Betriebe aus dem Main-Tauber-Kreis mit dieser Zertifizierung ausgezeichnet worden.
Die Urkunden wurden von Landrat Christoph Schauder sowie dem Ersten Landesbeamten Florian Busch verliehen. „Ich freue mich, dass heute vier weitere Produkte mit dem Qualitätssiegel der Bio-Region Main-Tauber-Kreis zertifiziert werden. Die Marke steht für Lebensmittel in Bio-Qualität und geht mit strengen Auflagen einher, die diese Qualität für den Endverbraucher sicherstellen“, betonte Erster Landesbeamter Florian Busch.
Zertifiziert wurde der Pétillant Naturel des Weinguts Oskar Tag in Wertheim-Lindelbach. Die Trauben werden bereits im Weinberg von Hand selektiert, nur die besten Trauben werden verwendet und im Kelterhaus unterschiedlich behandelt. Durch den sehr arbeitsintensiven und aufwendigen Prozess entsteht der besondere Geschmack des Pétillant Naturel.
In der Vergangenheit wurden bereits der Lupinenkaffee und der Apfelsaft sowie Falafeln aus Platterbsen des Bioland Hof Klein aus Wertheim-Sachsenhausen mit dem Siegel ausgezeichnet. Nun folgen mit dem Birnensaft sowie dem Lupinenmehl und -flocken weitere Produkte, die das Siegel tragen dürfen.
Der Bisonhof Nuß aus Bad Mergentheim-Stuppach steht sinnbildlich für naturnahe Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung. Zudem wird mit großer Leidenschaft der Kartoffelanbau betrieben. Die Kartoffeln sind nun zertifiziert mit dem Siegel „Bio-Region Main-Tauber-Kreis“.
Frisches Mittagsessen aus regionalen Produkten
Erstmals wurde ein Mittagstisch mit Sitzgelegenheit für die Gäste angeboten. Aus regionalen Produkten und frisch zubereitet wurden Königsberger Klopse vom Wagyu-Rind auf Emmer-Gemüse-Ragout angeboten und zudem als vegane Alternative Kichererbsentaler auf Gartengemüse mit Spinatsauce und Trockenfrüchten. Traditionell blieb auch das Angebot mit Kaffee und selbst gebackenem Kuchen am Nachmittag bestehen.
„Das gesteigerte Interesse an den regionalen Produkten zeigt sich auch an den Besucherzahlen der Messe. Deshalb entwickeln wir das Veranstaltungskonzept fortwährend weiter. Wir freuen uns, dass die Veranstaltung eine etablierte Brücke zwischen Direktvermarkter und Konsumenten bildet“, erklärten die beiden Regionalmanager der Bio-Musterregion Main-Tauber-Kreis, Manuela Schnurr und Stefan Fiedler.