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Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez besucht Kurtz Ersa am Standort Bestenheid

Im Rahmen seiner regelmäßigen Firmenbesuche war der Oberbürgermeister der Stadt Wertheim, Markus Herrera Torrez, zu Gast bei der Ersa GmbH am Standort Wertheim-Bestenheid. Während des rund zweistündigen Termins erhielt er Einblicke in die Unternehmensentwicklung, die Produktionsprozesse sowie aktuelle Themen rund um Standort und Geschäftsentwicklung.

Empfangen wurde der Oberbürgermeister von Rainer Kurtz (Beiratsvorsitzender der Kurtz-Ersa-Gruppe), Thomas Mühleck (CEO der Kurtz-Ersa-Gruppe) und Dr. Michael Fischer (Geschäftsführer der Ersa GmbH). Seitens der Stadt Wertheim nahm außerdem Jürgen Strahlheim (Leiter Referat Wirtschaftsförderung, Standortmarketing) teil.

Im Mittelpunkt des Austauschs stand die Rolle des Kurtz Ersa-Konzerns als familiengeführter High-Tech-Maschinenbauer mit langer Tradition sowie die Bedeutung des Standorts Wertheim für die Unternehmensgruppe. Die Gesprächspartner sprachen zudem über aktuelle Herausforderungen und Perspektiven in einem international geprägten Marktumfeld. An die kurze Unternehmensvorstellung schloss sich ein Rundgang durch das Firmengebäude an. Dabei erhielt der Oberbürgermeister Einblicke in Produktionsprozesse und -abläufe am Standort Ersa in Bestenheid. Während der Besichtigung ergaben sich auch Gelegenheiten für direkte Gespräche mit Mitarbeitenden.

Rainer Kurtz, Beiratsvorsitzender der Kurtz-Ersa-Gruppe, betonte die Bedeutung des konstruktiven Dialogs mit der Stadt: „Der Austausch mit der Kommune ist für uns wichtig, um die Rahmenbedingungen für einen starken Industriestandort Wertheim gemeinsam weiterzuentwickeln.“ Thomas Mühleck, CEO der Kurtz-Ersa-Gruppe, legte den Fokus auf Innovationskraft und Transformation: „Innovation ist für Kurtz Ersa kein Selbstzweck, sondern der Motor unserer Transformation. Die Produktentwicklung kommt daher vom Standort in Deutschland. Die Produktion hingegen findet bei uns rund um den Globus in unseren Werken – immer möglichst nah beim Kunden statt. Dass diese Geschäftsstrategie erfolgreich ist, belegt die aktuelle Wachstumsrate: diese liegt im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahr bei plus 35 Prozent.“ 

Dr. Michael Fischer, Geschäftsführer der Ersa GmbH, hob die Leistungsfähigkeit des Standorts hervor: „Bei Ersa steht der Kunde im Mittelpunkt. Unsere Produktion und unsere Prozesse sind darauf ausgerichtet, Qualität und Effizienz auf höchstem Niveau zu liefern.“ Auch Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez zeigte sich beeindruckt von den Einblicken in die Fertigung: „Der Kurtz Ersa-Konzern ist ein wichtiger Arbeitgeber und Innovationsmotor für Wertheim als einer der Weltmarktführer hier in Wertheim. Der direkte Eindruck vor Ort macht deutlich, wie viel Know-how und Engagement in den Teams steckt.“

Kurtz Ersa blickt positiv auf das Geschäftsjahr 2025

Kurtz Ersa wird im Jahr 2025, das von geopolitischen Spannungen und Herausforderungen im globalen Markt geprägt war, einen Umsatz von rund 290 Millionen Euro erzielen. Dies entspricht einem Side-step zum Vorjahr. Seit Jahresmitte zeigt sich eine stark positive Entwicklung, die auf strategische Entscheidungen und eine konsequente Ausrichtung auf die Marktbedürfnisse zurückzuführen ist.

Ein zentrales Element der Geschäftsstrategie ist die Umsetzung des „Global Footprints“. Dies bedeutet, dass dort produziert wird, wo die Märkte sind und Kurtz Ersa wettbewerbsfähig sein kann. Es geht nicht darum, sämtliche Fertigungen aus Deutschland ins Ausland zu verlagern, sondern gezielt dort zu produzieren, wo geopolitische Rahmenbedingungen und Marktfaktoren uns die Lokalisierung vorschreiben. Nur so ist Wachstum möglich. Im Jahr 2025 wurde folglich die Präsenz in internationalen Märkten weiter gestärkt. Dazu zählen die Neueröffnungen von Applikations- und Demo-Centern in Vietnam und Thailand sowie die Eröffnung von Niederlassungen in Rumänien und Singapur. Diese Erweiterungen ermöglichen eine direkte Betreuung der Kunden und sind Bestandteil der Kernstrategie, die hohe Relevanz der Absatzmärkte in Südostasien und Ost-Europa zu betonen.

Ein bedeutender Meilenstein für 2025, war die Produktion an der neuen Produktionsstätte in Ciudad Juárez, Mexiko, die im September 2024 eröffnet wurde. Dieser Schritt hat nicht nur die Kapazitäten vor Ort erhöht, sondern auch zu einer Optimierung der Lieferketten beigetragen. Das Team in Mexiko gewährleistet eine kompetente Betreuung der Kunden in Südamerika und sorgt für eine noch schnellere Reaktion auf deren Bedürfnisse. Das größte Wachstum wurde in Asien erzielt. Durch die Produktion vor Ort in Zhuhai, im Pearl River Delta, ist Kurtz Ersa bereits seit über 20 Jahren am Markt. In den vergangenen beiden Jahren wurde das Produktprogramm mit hoher Geschwindigkeit und großem Engagement der Mitarbeitenden in China und Deutschland erweitert. Das honorieren die Kunden. So konnten jüngst die Produktionskapazitäten für den Maschinenbau um 15.000 qm erweitert werden.

Ein wichtiger Schritt ist der Einstieg in die Halbleiter- und Mikroelektronikindustrie durch die Übernahme des Geschäftsbetriebs der ATV Technologie GmbH und Häcker Automation GmbH. Diese strategischen Schritte stärken die Kompetenz in der Wertschöpfungskette und erweitern das Produktportfolio. Mit ATV wurde der Zugang zu Hochtemperatur-Vakuum-Reflow-Lötmaschinen für die Chip-Industrie gefunden, und Häcker Automation bringt Kurtz Ersa in die Prozesstechnologie für Mikroelektronik und Mikrooptik in der Fertigungslinie.

Im Bereich Electronics Production Equipment wurde die persönliche Kundenbetreuung auf hohem Niveau gehalten und innovative Lösungen auf Messen präsentiert. Technologietrends wie künstliche Intelligenz, Smart Factory und grüne Energie standen hierbei im Mittelpunkt. Die Strategie, Lösungen aus einer Hand anzubieten, zahlt sich aus, da die Nachfrage nach automatisierten Fertigungslinien stetig steigt.

Aktuell beschäftigt der Konzern rund 1750 Mitarbeitende, darunter 99 Auszubildende und Dual Studierende, was eine Ausbildungsquote von etwa zehn Prozent in Deutschland bedeutet. Der im Herbst durchgeführte Puls Check – die Befragung der Mitarbeitenden in aller Welt nach ihrer Zufriedenheit mit Kurtz Ersa - brachte erneut positive Ergebnisse: Über 80 Prozent der Belegschaft sind mit Kurtz Ersa als Arbeitgeber sehr zufrieden.

Nachhaltigkeit ist weiterhin Kernpunkt der Unternehmensstrategie. Mit der Silber-Medaille beim ESG-Rating ist Kurtz Ersa dem Ziel, bis zum 250-jährigen Bestehen von Kurtz Ersa in drei Jahren CO2-neutral zu sein, ein großes Stück nähergekommen. In allen vier Bewertungskategorien (Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik, Nachhaltige Beschaffung) lag man um bis zu 31 Punkte über dem Branchendurchschnitt und zählen damit zu den besten vier Prozent der Unternehmen in der Elektronikbranche.

„Trotz eines fordernden Marktumfeldes sind wir mit unserem Ergebnis zufrieden und danken unserer gesamten Belegschaft für ihren unermüdlichen Einsatz!“, betonte Thomas Mühleck, CEO von Kurtz Ersa. „Die Nähe zu unseren Kunden vor Ort ist entscheidend für unseren Erfolg. Unsere Kombination aus zentraler Expertise, regionaler Marktbearbeitung, großer Innovationskraft und hoher Geschwindigkeit rund um den Globus bietet uns entscheidende Vorteile. Wir blicken optimistisch in die Zukunft und setzen konsequent auf alle Chancen, die sich uns weltweit bieten. Mit unserer äußerst robusten Finanzierung und Eigenkapitalausstattung sehen wir uns sehr gut aufgestellt, um auch im Jahr 2026 weiter zu wachsen!“

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