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Corona-Hilfen für Unternehmen und Vereine

Die Corona-Krise stellt viele Unternehmen, insbesondere die kleinen und mittleren Betriebe, im Land vor existenzielle Herausforderungen. Die Sicherung der Liquidität ist dabei oberstes Gebot. Um die Mittelständler in der derzeitig äußerst schwierigen Situation zu unterstützen, haben Bund und Land Hilfsmaßnahmen ergriffen und weitere angekündigt.

Informationen zu Corona-Überbrückungshilfen für kleine und mittelständische Unternehmen, (Solo-)Selbständige, Freiberufler und gemeinnützige Unternehmen finden Sie unten im Abschnitt Land.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fasst in einem Merkblatt Ansprechpartner sowie konkrete Unterstützungsmöglichkeiten für betroffene Unternehmen in Baden-Württemberg zusammen. Das Merkblatt kann auf dieser Seite unter Dokumente abgerufen werden.

Zudem hilft die Online Plattform www.durchblick-macher.de kleinen Unternehmen und Selbständigen, die richtigen Hilfen in der Corona-Krise zu finden. Die Besucher der Plattform sollen Fragen zu ihrer wirtschaftlichen Situation beantworten und erhalten dann eine individuelle Auswahl an Hilfsmaßnahmen. Das Angebot ist für Nutzer kostenlos.

Kurzarbeitergeld

Die Bundesregierung hat erleichterte Zugangsvoraussetzungen für das Kurzarbeitergeld eingeführt. Neu ist, dass der Anspruch auf Kurzarbeitergeld bereits besteht, wenn mindestens zehn Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als zehn Prozent haben. Die anfallenden Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden zu 100 Prozent erstattet. Zudem kann das Kurzarbeitergeld auch für Leiharbeitnehmer beantragt werden. Auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden kann verzichtet werden.

Für Beschäftigte, deren Arbeitszeit um mindestens die Hälfte reduziert worden ist, soll es ab dem vierten Monat 70 Prozent (77 Prozent für Haushalte mit Kindern) und ab dem siebten Monat 80 Prozent (87 Prozent für Haushalte mit Kindern) des pauschalierten Netto-Entgelts geben. Diese Erhöhung wird bis zum 31. März 2021 verlängert.

Ebenfalls bis zum Ende dieses Jahres werden die Hinzuverdienstmöglichkeiten beim Bezug von Kurzarbeitergeld nun für alle Berufe verlängert.

Der Chatbot U:DO führt digital durch den Anzeigen- und Antragsprozess zur Kurzarbeit. Er hilft, unkompliziert und einfach Kurzarbeitergeld zu erhalten.

Informationen zum Kurzarbeitergeld

Informationen zu Chatbot U:DO

Liquiditätshilfen für Unternehmen

L-Bank

Unternehmen mit Tätigkeit in Baden-Württemberg können zur Deckung von kurzfristigem Liquiditätsbedarf Kredite beantragen.

Für landwirtschaftliche Betriebe steht das Förderangebot Liquiditätssicherung mit bis zu zehn Millionen Euro zur Verfügung.

Für alle Programme gilt das "Hausbankprinzip".

Für bestehende Förderkredite, deren Tilgungsbelastungen aufgrund der Corona-Krise vorübergehend nicht mehr leistbar sind, bietet die L-Bank eine bis zu 12-monatige Tilgungsaussetzung unter Anpassung der restlichen Tilgungsraten unter Beibehaltung der vertraglichen Zinsvereinbarung sowie der Gesamtlaufzeit an. Anträge hierzu können ab sofort formlos an die L-Bank gerichtet werden. 

Weitere Informationen können bei der L-Bank abgerufen werden.

Bürgschaftsbank

Sofern zur Überbrückung der „Corona-Krise“ Liquiditätshilfen von KfW oder L-Bank notwendig werden, können die Bürgschaftsbanken diese in Verbindung mit einer Hausbankfinanzierung ermöglichen.

Wichtig: Die Unternehmen und ihre Geschäftsmodelle sollen vor Ausbruch der Krise wirtschaftlich tragfähig gewesen sein.

Kontakt

Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen

Von der „Corona-Krise“ betroffene Unternehmen können die Sozialversicherungsbeiträge für März und April 2020 stunden lassen.

Für die Stundung im Monat März 2020 müssen die Anträge bis spätestens Donnerstag, 26. März 2020, formlos unter Bezug auf Notlage durch Corona und § 76 SGB IV direkt bei der jeweils zuständigen Krankenkasse, die die Sozialversicherungsbeiträge erhebt, eingehen.

Förderdarlehen der Rentenbank (Landwirtschaft, Gartenbau und Weinbau)

Die Landwirtschaftliche Rentenbank bietet Darlehen zur Liquiditätssicherung für Unternehmen der Landwirtschaft, des Gartenbaus und des Weinbaus an, die unter den Folgen der Corona-Pandemie leiden.

Pressemitteilung - Corona-Hilfe der Rentenbank

Steuerliche Liquiditätshilfen für Unternehmen

Um die Liquidität bei Unternehmen zu verbessern, werden die Möglichkeiten zur Stundung von Steuerzahlungen, zur Senkung von Vorauszahlungen und im Bereich der Vollstreckung verbessert. Zur Abstimmung der Voraussetzungen wird die telefonische Rücksprache mit dem jeweils zuständigen Finanzamt empfohlen.

Befristet vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 sollen Betriebe der Gastronomie von einem ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent auf Speisen profitieren.

Bund

Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat haben ein Paket mit Notmaßnahmen auf den Weg gebracht. 

Informationen zu Corona-Überbrückungshilfen für kleine und mittelständische Unternehmen, (Solo-)Selbständige, Freiberufler und gemeinnützige Unternehmen sowie zu den November- und Dezemberhilfen 2020 finden Sie unter der Rubrik Land.

Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern"

Kleinere und mittlere Unternehmen erhalten auf Antrag nicht rückzahlbare Zuschüsse, wenn sie trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten während der Pandemie (weiter) ausbilden. Die Abwicklung erfolgt über die Bundesagentur für Arbeit.

Maßnahmen:

  • Ausbildungsprämien in Höhe von 2000 € bzw. 3000 € für Betriebe, die ihr Ausbildungsniveau halten bzw. erhöhen, obwohl sie die Corona-Krise stark getroffen hat
  • Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung in Höhe von 75 % der Ausbildungsvergütung, wenn der Ausbildungsbetrieb Auszubildende und Ausbilder nicht mit in Kurzarbeit schickt
  • Übernahmeprämien in Höhe von 3000 € an Betriebe, die Auszubildende von insolventen Betrieben übernehmen

Antragsunterlagen abrufen

Soziale Unterstützung

Existenzgefährdete Solo-Selbstständige und Kleinstbetriebe sollen auch mit einem erleichterten Zugang zu Hartz-IV-Zahlungen unterstützt werden.

Bürgschaften

Für Besitzer kleiner Läden, Freiberufler und Selbstständige ohne Beschäftigte wurden schnelle Hilfen in Aussicht gestellt. Es soll für diesen Personenkreis „Expressbürgschaften“ geben, die binnen drei Tagen gewährt werden könnten. 

Bundeswirtschaftsministerium »

Telefon:030 18615 1515 (Hotline für wirtschaftsbezogene Fragen zum Coronavirus)
(Bundeswirtschaftsministerium)

Land

Neben den bestehenden Förderinstrumenten mit den bewährten Programmen der L-Bank und der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg hat das Land Baden-Württemberg Soforthilfen auf den Weg gebracht. Eine Übersicht gibt die Broschüre “Wirtschaftsförderung des Landes Baden-Württemberg in der Corona-Krise“

Corona-Überbrückungshilfen für kleine und mittelständische Unternehmen, (Solo-)Selbständige, Freiberufler und gemeinnützige Unternehmen (Überbrückungshilfe II und III)

Kleine und mittelständische Unternehmen, (Solo-)Selbständige und Freiberufler, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Pandemie einstellen oder stark einschränken mussten, können weiter Überbrückungshilfe erhalten.

Alle Unternehmen, die in mindestens drei Monaten seit November 2020 einen Umsatzeinbruch von jeweils mehr als 50 Prozent erlitten haben, erhalten einen neuen zusätzlichen Eigenkapitalzuschuss. Der Eigenkapitalzuschuss wird zusätzlich zur regulären Förderung der Überbrückungshilfe III gewährt. Außerdem wird die Fixkostenerstattung der Überbrückungshilfe III für Unternehmen, die einen Umsatzeinbruch von mehr als 70 Prozent erleiden, auf bis zu 100 Prozent erhöht. Bislang wurden bis zu 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten erstattet.

Anspruchsberechtigt sind Unternehmen mit einem Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in mindestens drei Monaten im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021. Der Eigenkapitalzuschuss zur Substanzstärkung beträgt bis zu 40 Prozent des Betrags, den ein Unternehmen für die förderfähigen Fixkosten erstattet bekommt. Der Eigenkapitalzuschuss ist gestaffelt und steigt an, je länger Unternehmen einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent erlitten haben. Gezahlt wird er ab dem dritten Monat des Umsatzeinbruchs und beträgt in diesem Monat 25 Prozent. Im vierten Monat mit einem Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent erhöht sich der Zuschlag auf 35 Prozent, bei fünf oder mehr Monaten erhöht er sich noch einmal auf 40 Prozent pro Monat.

Weitere Verbesserungen der Überbrückungshilfe III

  • Die Sonderabschreibungsmöglichkeiten für Saisonware und verderbliche Ware für Einzelhändler werden auf Hersteller und Großhändler erweitert.
  • Für Unternehmen der Veranstaltungs- und Reisewirtschaft wird zusätzlich zur allgemeinen Personalkostenpauschale für jeden Fördermonat eine Anschubhilfe in Höhe von 20 Prozent der Lohnsumme eingeführt, die im entsprechenden Referenzmonat 2019 angefallen wäre (maximale Gesamtförderhöhe der Anschubhilfe 2 Mio. Euro).
  • Die Veranstaltungs- und Kulturbranche kann zusätzlich Ausfall- und Vorbereitungskosten, die bis zu 12 Monate vor Beginn des geplanten Veranstaltungsdatums angefallen sind, geltend machen.
  • Antragstellern wird in begründeten Härtefällen die Möglichkeit eingeräumt, alternative Vergleichszeiträume zur Ermittlung des Umsatzrückgangs im Jahr 2019 zu wählen.
  • Unternehmen in Trägerschaft von Religionsgemeinschaften sowie junge Unternehmen bis zum Gründungsdatum 31. Oktober 2020 sind ab jetzt antragsberechtigt. Bisher konnten nur Unternehmen, die bis zum 30. April 2020 gegründet waren, einen Antrag stellen.
  • Wie für Soloselbständige mit Einnahmen ausschließlich aus freiberuflichen und gewerblichen Tätigkeiten wird auch für Soloselbständige, die Gesellschafter von Personengesellschaften sind, ein Wahlrecht geschaffen: Sie können den Antrag auf Neustarthilfe entweder über einen prüfenden Dritten oder als Direktantrag stellen (die Antragstellung auf Neustarthilfe über prüfende Dritte ist damit nur noch für Kapitalgesellschaften verpflichtend).
  • Unternehmen und Soloselbstständige erhalten ein nachträgliches Wahlrecht zwischen Neustarthilfe und Überbrückungshilfe III zum Zeitpunkt der Schlussabrechnung. So kann die im Einzelfall günstigste Hilfe aufgrund des unsicheren Verlaufs der ökonomischen Entwicklung nachträglich bestimmt werden.

Detaillierte Informationen sind unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de abrufbar. Informationen zur Überbrückungshilfe III, welche die Monate Januar 2021 bis Juni 2021 abdeckt, stehen hier ebenfalls zur Verfügung. 

Außerordentliche Wirtschaftshilfe - Novemberhilfe und Dezemberhilfe 2020 für Unternehmen und Selbständige

Grundsätzlich sind Unternehmen aller Größen (auch öffentliche und gemeinnützige), Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb aller Branchen antragsberechtigt, die direkt und indirekt vom Corona-bedingten Lockdown im November und Dezember 2020 betroffen sind.

  • Direkt betroffene Unternehmen: Alle Unternehmen (auch öffentliche), Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die auf der Grundlage des Beschlusses des Bundes und der Länder vom 28. Oktober 2020 erlassenen Schließungsverordnungen der Länder den Geschäftsbetrieb einstellen mussten. Beherbergungsbetriebe und Veranstaltungsstätten zählen als direkt betroffene Unternehmen.
  • Indirekt betroffene Unternehmen: Unternehmen und Soloselbständige, die nachweislich und regelmäßig mindestens 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den oben genannten Maßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen.
  • Über Dritte Betroffene: Unternehmen und Soloselbständige, die regelmäßig mindestens 80 Prozent ihrer Umsätze durch Lieferungen und Leistungen im Auftrag direkt von den Maßnahmen betroffener Unternehmen über Dritte (zum Beispiel Veranstaltungsagenturen) erzielen.

Mit der November- und Dezemberhilfe werden Zuschüsse in Höhe von 75 Prozent des entsprechenden Umsatzes im November und Dezember 2019 gewährt, tageweise anteilig für die Dauer der Corona-bedingten Schließungen.

Soloselbständige können als Vergleichsumsatz alternativ den durchschnittlichen Monatsumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen. Bei Antragsberechtigten, die nach dem 31. Oktober beziehungsweise 30. November 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, kann als Vergleichsumsatz der Monatsumsatz im Oktober 2020 oder der monatliche Durchschnittsumsatz seit Gründung bis einschließlich 31. Oktober 2020 gewählt werden.

Beihilfen bis eine Million Euro sind gestützt auf die Kleinbeihilfenregelung und die De-minimis-Verordnung.

Weitergehende Zuschüsse zwischen einer und vier Millionen Euro sind beihilferechtlich nach der Bundesregelung Fixkostenhilfe möglich. Das bedeutet, dass bei Anträgen zwischen einer und vier Millionen Euro Antragsteller bis zu 75 Prozent des Umsatzes aus dem jeweiligen Vorjahresmonat erhalten können, sofern Verluste in entsprechender Höhe geltend gemacht werden können.

Für Zuschüsse von über vier Millionen Euro laufen weitere Abstimmungen mit der Europäischen Kommission, um eine gesonderte Genehmigung auf Basis des Schadensausgleichs des EU-Beihilferechts zu erreichen.

Der Antrag muss elektronisch durch eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater, eine Wirtschaftsprüferin oder einen Wirtschaftsprüfer, eine vereidigte Buchprüferin oder einen Buchprüfer, eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt gestellt werden (sogenannte prüfende Dritte).

Soloselbständige sind bis zu einem Förderhöchstsatz von 5000 Euro direkt antragsberechtigt, sofern sie bisher noch keinen Antrag auf Überbrückungshilfe gestellt haben. Als Voraussetzung hierfür benötigen sie ein ELSTER-Zertifikat.

Anträge können bis zum 30. April 2021 gestellt werden.

Detaillierte Informationen zur November- und Dezemberhilfe sind unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de abrufbar.

Stabilisierungshilfe II Corona für das Hotel- und Gaststättengewerbe 

Für das Hotel- und Gaststättengewerbe wird bei einem fortbestehenden bzw. erneut auftretenden Liquiditätsengpass vom Land eine weitere einmalige, nicht rückzahlbare Zuwendung zur Überbrückung zur Verfügung gestellt. Die Stabilisierungshilfe II Corona für das Hotel- und Gaststättengewerbe steht für das erste Quartal 2021 jenen Gastbetrieben zur Verfügung, die aus strukturellen Gründen keine ausreichende Förderung durch den Bund erwarten können, um ihren Fortbestand zu sichern. 

Die Stabilisierungshilfe II kann ab sofort beantragt werden. Die Antragsfrist endet am 28. April 2021.

Die Antragsvoraussetzungen und Antragsdokumente zur Stabilisierungshilfe Corona für das Hotel- und Gaststättengewerbe sind hier abrufbar.

Förderung von Intensivberatungen für den Einzelhandel

Das Wirtschaftsministerium fördert im Rahmen des Dialogprojekts „Handel 2030“ einzelbetriebliche Intensivberatungen zu den Themen Digitalisierung, Strategie und Personal mit 2 Millionen Euro. Gefördert wird die Bereitstellung und Abwicklung von Intensivberatungen durch einen Projektträger (Zuwendungsempfänger). Mit der Intensivberatung sollen kleine und mittlere Unternehmen des stationären Einzelhandels über die Pandemie hinaus dabei unterstützt werden, sich fit für die Zukunft und die digitale Transformation zu machen, sich strategisch neu und wettbewerbsfähig zu positionieren und die klassische Geschäftstätigkeit mit dem Onlinehandel zu kombinieren. Antragsberechtigt als Projektträger für die Durchführung und Abwicklung der Intensivberatungen sind Beratungsorganisationen und -unternehmen mit Sitz, Niederlassung oder Betriebsstätte in Baden-Württemberg. Förderanträge können bis zum 19. Mai 2021 eingereicht werden.
Weitere Informationen sind unter www.wm.baden-wuerttemberg.de/intensivberatung-zukunft-handel-2030/ abrufbar.

Hilfsprogramm für existenzbedrohte Vereine

Das Hilfsprogramm unterstützt gemeinnützige Vereine und Organisationen, die durch die Corona-Pandemie in ihrer Existenz bedroht sind. Dabei sollen Vereine wie zum Beispiel Obst- und Gartenbauvereine, Kleingartenvereine, Streuobstvereine, Kleintierzuchtvereine, Imkervereine, Tierschutzvereine oder Fischereivereine von dem Hilfsprogramm profitieren, und helfen, ausgelöste Liquiditätsengpässe zu mildern.

Antragsberechtigt sind gemeinnützige eingetragene Vereine sowie gemeinnützige Organisationen, die ihren Sitz in Baden-Württemberg haben und vor dem 11. März 2020 gegründet wurden.

Die Höhe der Zuwendungen richtet sich nach der Mitgliederstärke der Vereine zum 31. März 2020 und wird wie folgt gestaffelt:

  • Vereine bis 100 Mitglieder: bis zu 3000 Euro pro Verein
  • Vereine von 101 bis 300 Mitglieder: bis zu 5000 Euro pro Verein
  • Vereine von 301 bis 700 Mitglieder: bis zu 7000 Euro pro Verein
  • Vereine ab 701 Mitglieder: bis zu 12.000 Euro pro Verein

In begründeten Ausnahmefällen können Vereine unabhängig von ihrer Mitgliederzahl stattdessen einen einmaligen Zuschuss in Höhe von bis zu 20.000 Euro erhalten.
Das Antragsformular zum Hilfsprogramm sowie die weiteren Förderbedingungen sind unter foerderung.landwirtschaft-bw.de/Vereinsfoerderung+Corona abrufbar.


Corona-Schutzplan Baden-Württemberg

Um Existenzen zu sichern, Insolvenzen zu vermeiden und die Strukturen in Baden-Württemberg zu erhalten, hat sich die Haushaltskommission auf ein zweites großes Hilfspaket im Umfang von 1,5 Milliarden Euro geeinigt.

Weitere Informationen zum Corona-Schutzplan Baden-Württemberg

Mezzanine-Beteiligungsprogramm

Das baden-württembergische Wirtschaftsministerium hat in Zusammenarbeit mit der L‑Bank und der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft das Mezzanine-Beteiligungsprogramm gestartet. Mit dem neuen Programm sollen vor allem Start-ups und mittelständische Unternehmen mit stillen Beteiligungen unterstützt werden. Ziel ist es, die Finanzierungsstruktur der Unternehmen zu verbessern und ihnen so den Zugang zu weiteren Finanzierungsquellen zu ermöglichen. Die Fördermittel sollen dazu beitragen, dass notwendige Investitionen und Betriebsmittel finanziert werden können.

Insgesamt stehen von Landesseite 50 Millionen Euro zur Verfügung. Die L‑Bank vergibt die Mittel an akkreditierte Finanzintermediäre. Bereits zum Start ist die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft als Intermediär eingebunden. Weitere Intermediäre werden von der L‑Bank noch zugelassen.

Die Mittel können in Form von Wandeldarlehen, Nachrangdarlehen und stillen Beteiligungen bis hin zu direkten Beteiligungen im Einzelfall an die Unternehmen ausgereicht werden. Das Gesamtfinanzierungsvolumen pro Unternehmen richtet sich an der Kleinbeihilfenregelung des Bundes aus und beträgt maximal 800.000 Euro. KfW, Land und Intermediäre teilen sich die Gesamtfinanzierung in der Weise, dass die KfW 70 Prozent, das Land 20 Prozent und der Intermediär zehn Prozent des Gesamtfinanzierungsvolumens trägt.

Weitere Informationen zum Mezzanine-Beteiligungsprogramm

Krisenberatung Corona

Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern können sich bei einem der vier branchenorientierten Beratungsdienste informieren und je nach Bedarf die kostenlose Beratung durch einen erfahrenen Experten erhalten.

Mehr Informationen – je nach Branche – sind abrufbar unter:

Beteiligungsfond

Ziel des Beteiligungsfonds ist es, das Eigenkapital kleiner und mittlerer Unternehmen während der Corona-Krise zu stärken. Der Beteiligungsfond richtet sich an baden-württembergische Unternehmen zwischen 50 und 250 Mitarbeitern. Voraussetzung für die Beantragung des Beteiligungsfonds ist unter anderem ein ausgewiesener Jahresumsatz von höchstens 50 Millionen Euro oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Millionen Euro im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr vor dem 1. Januar 2020, ein Unternehmenssitz oder ein klarer Tätigkeitsschwerpunkt in Baden-Württemberg sowie eine große Bedeutung des antragstellenden Unternehmens für die wirtschaftliche Stabilität des Landes Baden-Württemberg.

Die Mindesthöhe einer Rekapitalisierungsmaßnahme pro Unternehmen beträgt 800.000 Euro.

Unternehmen, die den Beteiligungsfonds Baden-Württemberg in Anspruch nehmen, sollen insbesondere einen Beitrag zur Stabilisierung von Produktionsketten und zur Sicherung von Arbeitsplätzen leisten. Im Einzelfall können auch größere Unternehmen, die für die Wirtschaftsstruktur im Land besonders relevant sind, Zugang zum Beteiligungsfonds erhalten.

Die vertiefte Prüfung der Anträge erfolgt durch die L-Bank. Über den Antrag entscheidet im Anschluss ein Beteiligungsrat, der aus Vertreterinnen und Vertretern des Wirtschafts- und Finanzministeriums besteht.

Unternehmen können ab sofort Anträge auf die Gewährung einer Rekapitalisierungsmaßnahme durch den Beteiligungsfonds einreichen. Die Anträge werden bearbeitet, sobald die entsprechende Rechtsverordnung verabschiedet ist.

Weitere Informationen zum Beteiligungsfonds

Corona-Hotline Land

Unternehmen in Baden-Württemberg können sich mit Fragen zu Geschäftsschließungen und Hilfsangeboten an die Corona-Hotline unter 0800/40 200 88 wenden.

Programm zur Stärkung kleiner und mittlerer Unternehmen

Das Förderangebot soll den Mittelstand im Land Baden-Württemberg noch stärker unterstützen. Die L-Bank gewährt zusätzlich zu dem bestehenden Liquiditätskredit einen Tilgungszuschuss bis zu 300.000 Euro.

Weitere Informationen zum Programm zur Stärkung von kleinen und mittleren Unternehmen

„Tilgungszuschuss Corona“ für Schausteller, Messe-, Veranstaltungs- und Eventbranche sowie Taxi- und Mietwagengewerbe

Der „Tilgungszuschuss Corona“ richtet sich an Schausteller und Marktkaufleute, die Veranstaltungs- und Eventbranche mit Messe-, Ausstellungs- und Kongressveranstaltern einschließlich Messebauer, Veranstaltungstechnikdienstleiter und Zeltverleiher und Zirkusse sowie Taxi- und Mietwagenunternehmen. Von der Jahrestilgungsrate (auch Mietkauf, Geldmarktdarlehen und Finanzierungsleasing) im Jahr 2020 wird einmalig die Hälfte mit einem Satz von 80 Prozent gefördert. Die maximale Förderung beträgt 150.000 Euro je Antragsteller. Anträge können ab sofort bis zum 24. Februar 2021 bei den Industrie- und Handelskammern gestellt werden. Die Bewilligung und Auszahlung der Förderung erfolgt dann durch die L-Bank.

Weitere Informationen zu Antragsberechtigung und Antragstellung für Schausteller, Messe-, Veranstaltungs- und Eventbranche sowie Taxi- und Mietwagengewerbe

Stabilisierungshilfe Bustouristik 2021

Das Corona-Förderprogramm „Stabilisierungshilfe Bustouristik“ soll im Jahr 2021 fortgesetzt werden. Das Landeskabinett hat einer gemeinsamen Kabinettsvorlage des Verkehrs- und des Wirtschaftsministeriums zugestimmt. Die Fördergrundsätze des Ministeriums für Verkehr werden nun entsprechend angepasst.

Rettungsschirm Carsharing

Carsharing-Anbieter, die im Zuge der Corona-Pandemie massive Umsatzeinbußen erlitten haben, können über den Bundesverband Carsharing Erhaltungsprämien für einen Teil ihrer Fahrzeugflotte beantragen.

Informationen zum Rettungsschirm Carsharing

Azubi im Verbund - Ausbildung teilen

Kurzarbeitende Betriebe, die für mindestens vier Wochen Dauer ihre Auszubildenden in einem Partnerbetrieb ausbilden lassen, können ab sofort mit 1000 Euro gefördert werden.

Weitere Informationen zum Programm “Azubi im Verbund - Ausbildung teilen“

Azubi transfer - Ausbildung fortsetzen

Übernahme von Auszubildenden nach Insolvenz oder unvorhersehbarer Schließung ihres bisherigen Ausbildungsbetriebs. Ausbildungsbetriebe erhalten eine Prämie von 1200 Euro für jeden übernommenen Auszubildenden.

Weitere Informationen zum Programm “Azubi transfer - Ausbildung fortsetzen“ 

Dienstleistungsinnovation und Digitalisierung – Kompetenzzentrum Smart Services

Kleine und mittlere Unternehmen können Leistungen des Kompetenzzentrums Smart Services in Anspruch nehmen, um die Auswirkungen der Krise durch Maßnahmen im Bereich der Digitalisierung abzumildern. Schwerpunkte sind die Erstellung neuer Geschäftsmodelle, die Entwicklung neuer digitaler Dienstleistungen, die Nutzung von Serviceplattformen und die digitale Unterstützung von Geschäftsprozessen.
Weitere Informationen zum “Kompetenzzentrum smart Services“

Spezielles Maßnahmenpaket zur Unterstützung von Start-ups

Industrie- und Handelskammer (IHK) -  Ansprechpartner

Petra Annecke »

Assistentin Existenzgründung & Unternehmensförderung

Telefon:07131 / 9677-111
Kontaktformular

Handwerkskammer (HWK) - Ansprechpartner

Initiative "Das Land hilft"

In ganz Europa ist die Reisefreiheit durch das Coronavirus eingeschränkt. Das führt dazu, dass den Landwirten bis zu 300.000 Arbeitskräfte fehlen.

Gleichzeitig können viele Menschen, die in der Gastronomie oder dem Einzelhandel beschäftigt sind, nicht arbeiten. Andere, wie Studenten, müssen ebenfalls zu Hause bleiben.

Auf der Plattform www.daslandhilft.de kommen Helfer und Hilfesuchende zusammen.

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