Wechsel auf wichtigen Führungspositionen beim Kreis - Dezernent und Amtsleiterin verabschiedet
Personelle Wechsel bei der Kreisverwaltung: Landrat Christoph Schauder hat den bisherigen Dezernenten für Technik und Leiter des Vermessungs- und Flurneuordnungsamtes, Werner Rüger, sowie die Leiterin des Gesundheitsamtes, Monika Treppner, in den Ruhestand verabschiedet. Zugleich bestellte er Peter Gentner zum neuen Leiter des Vermessungs- und Flurneuordnungsamtes sowie Jörg Hammerl zum stellvertretenden Amtsleiter und Leitenden Fachbeamten Flurneuordnung.
Werner Rüger: Amt und Dezernat pragmatisch geführt
Landrat Schauder würdigte die pragmatische Art und Weise, in der Werner Rüger das Vermessungs- und Flurneuordnungsamt und das übergeordnete Dezernat geführt habe. Zum Dezernat gehören auch das Forstamt und das Amt für Straßen- und Radwegebau. „Über das Vermessungs- und Flurneuordnungsamt habe ich immer nur Positives gehört, auch aus der kommunalen Familie. Werner Rüger hatte stets ein Gefühl dafür, wie Kommunen ticken“, betonte der Landrat. Zudem stellte er heraus, dass Rüger stets dafür gesorgt habe, dass alle zur Verfügung stehenden Fördertöpfe von Land und Bund optimal genutzt werden, um möglichst viele Projekte umsetzen zu können. Während der Corona-Pandemie habe er bereitwillig Personal aus seinem Amt für die Kontaktpersonen-Ermittlung zur Verfügung gestellt.
Werner Rüger selbst lobte das gute Miteinander im gesamten Dezernat und stellte heraus, dass ein Amtsleiter nichts ohne gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter sei. Zudem dankte er seiner Frau, die ihm stets den Rücken freigehalten habe. Die Flurneuordnung habe sich in den vergangenen vier Jahrzehnten stark verändert. Maßnahme bezögen sich heute auf wesentlich kleinere Flächen, gleichzeitig sei der Fokus stärker darauf gerichtet, gute und effiziente Grundstückszuschnitte in den Wäldern zu schaffen.
Monika Treppner: Corona war eine besondere Herausforderung
Bei der Verabschiedung von Gesundheitsamtsleiterin Monika Treppner zum 1. Dezember rief Landrat Schauder die Corona-Zeit in Erinnerung. Das Gesundheitsamt sei von Beginn an in der Hauptkampflinie gestanden und habe mit Leistungsbereitschaft, pragmatischer Herangehensweise und guten Vorschlägen dazu beigetragen, dass der Landkreis gut durch die Pandemie gekommen sei. Später habe das Amt den Übergang von der Pandemie in den Normalbetrieb ebenfalls hervorragend gemeistert, beispielsweise beim Wiederhochfahren der Einschulungsuntersuchungen und beim sinnvollen Einsatz der neuen Personalressourcen, die das Land für den Öffentlichen Gesundheitsdienst dauerhaft zur Verfügung gestellt hat. „Es war eine ganz große Freude, mit Ihnen zusammenzuarbeiten. Der Main-Tauber-Kreis hat Ihnen viel zu verdanken“, würdigte Landrat Schauder Treppners Arbeit.
Die Geehrte bekannte, dass ihr der Abschied nach 15 Jahren Tätigkeit im Gesundheitsamt nicht leichtfalle. Sie dankte den Sachgebietsleitungen und dem gesamten Team des Gesundheitsamtes für die unkomplizierte, kollegiale Zusammenarbeit sowie für die gegenseitige Unterstützung über Zuständigkeitsgrenzen hinweg, außerdem der Sozial- und Gesundheitsdezernentin Elisabeth Krug, die sie stets unterstützt und ihr den Rücken gestärkt habe. Mit der Digitalisierung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes habe man in den vergangenen beiden Jahren eine große Herausforderung gemeinsam gemeistert. Die Corona-Pandemie habe nur dank der Unterstützung des gesamten Landratsamtes so gut bewältigt werden können.
Peter Gentner: Die Weichen für ein modernes Amt stellen
Die Leitung des Vermessungs- und Flurneuordnungsamtes übertrug der Landrat zum 1. Oktober an Peter Gentner. Schauder dankte dem neuen Amtsleiter für die Bereitschaft, die Führungsaufgabe zu übernehmen. „Ich hoffe, dass das Amt weiterhin so geräuschlos arbeiten wird“, sagte der Landrat.
Peter Gentner bedankte sich für das Vertrauen. Er empfinde Stolz, Freude und Dankbarkeit. Zugleich dankte er seiner Frau, die ihn bei seinen Karriereschritten stets unterstützt habe. Die Übertragung der Amtsleitung sehe er als Anerkennung der geleisteten Arbeit und Aufgabe für die Zukunft, die er mit vollem Respekt und voller Energie annehme. Auch er dankte dem gesamten Amt. Sein Vorgänger Werner Rüger habe ihm das Ankommen im Main-Tauber-Kreis mit wertvollen Hinweisen erleichtert. Sein neuer Stellvertreter Jörg Hammerl werde zugleich sein erster Ansprechpartner nicht nur in der Flurneuordnung sein. Anstehende Herausforderungen seien eine neue Software für die Vermessung, die Digitalisierung des Liegenschaftskatasters sowie neue Flurneuordnungsverfahren. Insgesamt wolle er „die Weichen für ein modernes Amt stellen“.
Jörg Hammerl: Auch in Zukunft alle Zuschusstöpfe nutzen
Schließlich berief Landrat Schauder Jörg Hammerl zum stellvertretenden Leiter des Vermessungs- und Flurneuordnungsamtes sowie zum Leitenden Fachbeamten Flurneuordnung. Auch bei Hammerl bedankte der Landrat sich für die Übernahme einer Führungsaufgabe. Die Zusammenarbeit mit Amtsleiter Peter Gentner werde sicher sehr gut funktionieren.
Jörg Hammerl richtete seinen Dank an den bisherigen Amtsleiter Werner Rüger, der ihn fachlich und menschlich sehr gut begleitet habe. Die Tätigkeit als Leitender Fachbeamter Flurneuordnung werde eine verantwortungsvolle und spannende neue Aufgabe sein und sei zugleich eine besondere Anerkennung der bisher geleisteten Arbeit. „Auch ich werde mich dafür einsetzen, immer alle Zuschusstöpfe zu nutzen“, versprach er dem Landrat und dankte diesem für das Vertrauen.
Personalratsvorsitzender Holger Ebert: Dank und gute Wünsche
Personalratsvorsitzender Holger Ebert dankte den verabschiedeten Führungskräften Werner Rüger und Monika Treppner für die stets gute Zusammenarbeit und wünschte den Nachfolgern in der Vermessung und Flurneuordnung viel Freude und Erfolg bei ihrer Arbeit.
INFO: LEBENSWEGE IM ÜBERBLICK
Werner Rüger: Der 66-Jährige hat nach dem Studium zum Vermessungsingenieur an der Technischen Universität Darmstadt berufliche Stationen beim Bayerischen Landesvermessungsamt, beim Flurbereinigungsamt Bad Säckingen, beim Landesamt für Flurneuordnung und Landentwicklung in Kornwestheim, beim Ministerium Ländlicher Raum in Stuttgart sowie (erstmals 1993) beim Amt für Flurneuordnung und Landentwicklung in Tauberbischofsheim absolviert. Letzteres wurde 2005 in das Landratsamt Main-Tauber-Kreis integriert. Ab 2007 leitete Rüger das Vermessungs- und Flurneuordnungsamt im Landratsamt, ab 2010 zusätzlich das übergeordnete Dezernat Technik. Er wurde 2011 zum Leitenden Vermessungsdirektor befördert und feierte 2021 sein 40-jähriges Dienstjubiläum im öffentlichen Dienst.
Monika Treppner: Nach dem Medizinstudium an der Ruhr-Universität Bochum arbeitete die 66-jährige Tauberbischofsheimerin in der internistischen Abteilung am Evangelischen Krankenhaus Lütgendortmund. Auf eine Familienpause folgte zunächst eine Tätigkeit beim Gesundheitsamt der Stadt Heilbronn, dann ab November 2010 beim Gesundheitsamt des Main-Tauber-Kreises. Treppner wurde zum 1. November 2021 zur stellvertretenden Leiterin, ab Dezember 2024 zur Leiterin des Gesundheitsamtes berufen und war zugleich für das Sachgebiet Jugendgesundheitspflege, Zahnärztlicher Dienst mit der Regionalen Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit verantwortlich.
Peter Gentner: Nach dem Studium des Vermessungswesens an der Universität und der Fachhochschule in Karlsruhe war Gentner bei einem privaten Ingenieurbüro in Ludwigshafen, bei der Stadt Heidelberg, beim Staatlichen Vermessungsamt Heidelberg, beim Landesvermessungsamt in Stuttgart, bei den Landratsämtern Rhein-Neckar-Kreis und Enzkreis sowie beim Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung tätig. Im September 2024 wurde der 64-Jährige an das Landratsamt Main-Tauber-Kreis versetzt, ein knappes Jahr später zum Vermessungsdirektor befördert.
Jörg Hammerl: Nach der Ausbildung zum Vermessungstechniker, dem Besuch eines Technischen Berufskollegs in Schwäbisch Hall und dem Vermessungs-Studium in Stuttgart bis zum Masterabschluss waren die beruflichen Stationen des 44-Jährigen die Landratsämter Ostalb- und Neckar-Odenwald-Kreis sowie die Stadtverwaltung Mannheim. Seit 2018 ist der Obervermessungsrat beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis tätig, unterbrochen durch eine einjährige Abordnung an das Ministerium Ländlicher Raum in Stuttgart.