Verwaltungsausschuss: AWMT stellt Restmüllanalyse vor - Ausschuss erhält Einblicke zur wirtschaftlichen Lage der Mainfähre Wertheim
Der Verwaltungs- und Finanzausschuss des Kreistags hat in seiner vergangenen Sitzung unter anderem über den Bericht des Abfallwirtschaftsbetriebes Main-Tauber GmbH (AWMT) zur Restabfallsortieranalyse 2026 sowie über die wirtschaftliche Lage der Mainfähre Wertheim beraten. Zudem fasste das Gremium Beschlüsse zur Spendenannahme und zur Vergabe von Elektroarbeiten im Verwaltungsgebäude Wellenberg 3.
Stefan Rauch, Leiter des AWMT, stellte dem Gremium die aktuelle Restabfallsortieranalyse vor, die das Abfallaufkommen sowie die Zusammensetzung des Restmülls im Kreisgebiet untersucht hat. Zu dieser Erhebung sind öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger in Baden-Württemberg nach dem Landesabfallwirtschaftsplan verpflichtet. Die gewonnenen Daten fließen direkt in das kreisweite Abfallwirtschaftskonzept ein.
Das Ergebnis zeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger im Main-Tauber-Kreis ihren Müll bereits vorbildlich trennen. Im überregionalen Vergleich liegt der Landkreis auf einem guten Platz. Dennoch besteht Restmüll weiterhin zu rund 50 Prozent aus Fremd- und Wertstoffen, die stofflich oder energetisch nutzbar wären. Mehr als 20 Prozentpunkte entfallen dabei auf organische Abfälle wie Lebensmittelreste, die einer Vergärung zugeführt werden könnten. Für Wertstoffe wie Metall, Papier, Kunststoffe, Glas und Textilien sollen künftig gezieltere Anreize geschaffen werden, um sie noch konsequenter aus der Restmülltonne fernzuhalten.
Des Weiteren informierte Geschäftsführer Helmut Wießner den Ausschuss über die wirtschaftliche Entwicklung der Mainfähre Wertheim, welche als wichtige Nahverkehrsachse Wertheim-Mondfeld mit der bayerischen Nachbarkommune Stadtprozelten verbindet. Zur Wirtschaftsförderung hatte der Kreistag im Jahr 2020 zugestimmt, den Fährbetrieb in den Geschäftsbereich des Zweckverbands Mainhafen Wertheim aufzunehmen und anteilig zu fördern. Im Jahr 2025 beförderte die Fähre 79.829 Personen und erzielte Einnahmen aus dem Fährbetrieb von rund 121.371 Euro. Während das Jahr 2024 mit 95.042 beförderten Personen für ein überdurchschnittliches Ausnahmehoch gesorgt hatte, stellte Geschäftsführer Wießner für das Jahr 2025 stabile Fahrgastzahlen fest. Der gesamte kommunale Zuschussbedarf belief sich 2025 auf 84.467,31 Euro, wovon der Main-Tauber-Kreis rund 27.450 Euro getragen hat. Für das Betriebsjahr 2026 wird mit einem Zuschussbedarf von insgesamt 87.000 Euro kalkuliert.
Für das Verwaltungsgebäude Wellenberg 3 in Tauberbischofsheim vergab der Ausschuss Elektroarbeiten zur Erneuerung der bestehenden EDV-Verkabelung an die Firma Elektro Hollstein GmbH aus Gundelsheim-Höchstberg mit einer Brutto-Auftragssumme von 298.857,14 Euro.
Darüber hinaus genehmigten die Ausschussmitglieder Geld- und Sachspenden in Höhe von insgesamt 3.437,99 Euro, die im Zeitraum von August 2025 bis Juli 2026 beim Amt für Kreisschulen und Bildung eingegangen sind. Die Zuwendungen kommen der Kaufmännischen und der Gewerblichen Schule Tauberbischofsheim sowie dem Kreisarchiv zugute.
Unter www.main-tauber-kreis.de/buergerinfoportal-kreistag können die Beschlussvorlagen zur Sitzung und in Kürze auch die Beschlüsse eingesehen werden.