Verein für berufliche Bildung zieht Bilanz - Wandel der Bildungslandschaft im Fokus
Der Verein für berufliche Bildung an der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim (VbB e. V.) hat kürzlich seine Jahreshauptversammlung in der Aula der Schule abgehalten. 29 Mitglieder und Gäste nahmen teil; die Versammlung leitete der Erste Vorsitzende Holger Englert. Er betonte den rasanten Wandel der Bildungslandschaft durch Apps, Chatbots und KI Werkzeuge. „Entscheidend ist, dass wir die Lernenden mit einem Kompass aus Werten, Haltung und Medienkompetenz ausstatten, um richtige von falschen Informationen unterscheiden zu können.“
Ehrungen für Spitzenleistungen
Traditionell zeichnete der Verein die Jahrgangsbesten der Gewerblichen Schule aus. Sechs Auszubildende aus verschiedenen Berufen erhielten Urkunden und Gutscheine. Zu diesen hervorragenden Leistungsträgern gehören Tom Walter (Bäcker bei der Bäckerei Weber in Lauda-Königshofen), Sophia Höfner (Friseurin im Salon Heer-Style in Bad Mergentheim), Anna Knobloch (Medizinische Fachangestellte bei Prof. Dr. med. A. Remmel in Bad Mergentheim), Luisa Weber (Kfz-Mechatronikerin im Autohaus Koch in Möckmühl), Samuel Baumann (Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik bei Elektro-Ott in Creglingen) und Elias Vogt (Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung bei Pass Banking Solutions in Bad Mergentheim).
Einen Einblick in die neu abgeschlossene Ausbildung zu Krisen und Konfliktpädagoginnen gaben Nadine Broens und Sandra Pauly. Finanziert vom Verein, werden die beiden Lehrkräfte ihr erworbenes Wissen als Multiplikatorinnen im Kollegium weitergeben.
Der Zweite Vorsitzende Peter Wöhrle berichtete von 1912 Teilnehmerstunden in Kursen zur Prüfungsvorbereitung, Laborkunde und überbetrieblichen Ausbildung. Die Mitgliederzahl stieg im Jahr 2024 von 106 auf 121. Kassierer Thomas Heer legte einen Jahresfehlbetrag dar, der auf Vorfinanzierungen zurückzuführen ist, unter anderem für die Konfliktpädagogen Fortbildung. Kassenprüfer Dr. Joachim Schroth bestätigte eine einwandfreie Buchführung, dementsprechend entlastete die Versammlung den Vorstand einstimmig.
„Maker Space“ geplant
Unter „Verschiedenes“ stellte Schulleiter Peter Wöhrle das Projekt eines schulischen Maker-Spaces vor. Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte sollen künftig Robotik, 3D Druck, Lasercutting und Scanner Technik sowie weitere 3D-Technologien kennenlernen und nutzen können. Auch werden Themen der Künstlichen Intelligenz hierbei für Schülerinnen und Schüleraufbereitet. Eine Vorführung erster Geräte bot Techniklehrer Stephan Lurz stellvertretend für das Team des Maker-Spaces, bestehend aus Michael Schurk, Benjamin Trefs und Dr. Michael Storch. Perspektivisch ermöglicht der Maker-Space im Rahmen der Zertifizierung als „Zukunftsschule 3D erleben“ auf unterschiedlichen Ebenen eine Öffnung nach außen. Innerschulisch können fächerübergreifende Projekte ablaufen. Außerschulisch bietet die Gewerbliche Schule Bad Mergentheim allen Interessierten sowie Schulen und im Besonderen externen Schülerinnen wie Schülern die Verwendung der Technik und die Beratung durch die Fachlehrer an.
Darüber hinaus vernetzen sich die „Zukunftsschulen 3D“ erleben in ganz Baden-Württemberg, um am gemeinsamen Erfahrungs- und Kenntnisaustausch zu partizipieren und davon zu profitieren. Der Maker-Space wird mittelfristig zum schulgebundenen Fortbildungsstandort für Veranstaltungen des Zentrums für Schulqualität und Lehrerfortbildung unter der Leitung von Michael Schurk, Landeskoordinator der Dachmarke „3D erleben“ des Kultusministeriums Baden-Württemberg, ausgestattet und zur Verwendung freigegeben. Der Start des Maker-Spaces ist für das Schuljahr 2025/26 geplant. Weitere Informationen erhalten Interessierte per E-Mail an making@gsmgh.de.
Ausblick
Zum Abschluss bedankte sich Holger Englert bei den Mitgliedern und Unterstützern und lud zu einer Besichtigung der neuen Technik ein. Der Verein will 2025 weiter in zielgerichtete Fortbildungen und die technische Ausstattung der Schule investieren.