Tag des offenen Denkmals: Wert-voll: unbezahlbar oder unersetzlich?
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) bietet mit dem Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 14. September, einen Anreiz für neue Blickwinkel auf die Denkmallandschaft. 2025 steht das bundesweite Event unter dem Motto „Wert-voll: unbezahlbar oder unersetzlich?“.
Bei dem Kulturevent haben Bürgerinnen und Bürger sowie interessierte Touristen im Main-Tauber-Kreis von Wertheim bis Creglingen die Möglichkeit, bedeutende Bauwerke besichtigen und erkunden, darunter Baudenkmale in Bad Mergentheim, Boxberg, Creglingen, Grünfeld, Freudenberg, Külsheim, Lauda-Königshofen Niederstetten, Weikersheim, Wittighausen und Wertheim. Viele weitere Kulturdenkmale und Kulturdenkmale von besonderer Bedeutung sind im Programm zu finden.
In Külsheim hat das „Alte Rathaus – Museum Külsheimer Höhe“ geöffnet. Es findet um 14.30 Uhr ein Vortrag mit dem Titel „Häufig übersehene Kleinigkeiten – aber nicht ohne Bedeutung?“ statt.
Die Bergkirche Laudenbach (Stadt Weikersheim) bietet um 16 Uhr und um 18 Uhr Führungen zu den Themen „Krone Gnadenbild“ und „Krone Gnadenbild und Laudenbacher Gral“.
An zwei geführten Wanderungen mit geschichtlichen Erläuterungen können Interessierte an der Burg und der Burgruine auf dem Schlossberg in Boxberg teilnehmen.
Mit vorheriger Anmeldung kann das Burger Haus in Bad Mergentheim, eines der ältesten Gebäude der Kurstadt, unter der Führung von Dr.-Ing. Kathrin Herz, die als Architektin und Stadtplanerin im Stadtbauamt tätig ist, besichtigt werden. Die Dendrochronologischen Untersuchungen datieren die ältesten Teile des ehemaligen Wohn- und Geschäftshauses auf das Jahr 1433. Zudem werden in Bad Mergentheim der Münsterschatz in der Eck’schen Kapelle und die barocke Krypta der Schlosskirche unter dem Motto „Vom ‚Himmel‘ in die ‚Unterwelt‘... Vom Münsterschatz bis hin zur Krypta in der Schlosskirche“ vorgestellt. Der Schatz zeigt liturgische Kunst vom Spätmittelalter bis ins Barock. Die Krypta beeindruckt mit Stuckarbeiten und Grabmälern bedeutender Ordensmitglieder, darunter das Epitaph des Heinrich von Hohenlohe. Eine Anmeldung ist erforderlich.
In Rengershausen (Bad Mergentheim) wird eine Kirchenführung in der Katholischen Kirche St. Leonhard angeboten, deren Grundsteinlegung 1792 durch den Deutschen Orden erfolgte und dem heiligen Leonhard geweiht ist.
Das frühere Weinhandelshaus Buchler in Gerlachsheim (Stadt Lauda-Königshofen) mit dem Kellerhaus von 1729 und der Scheune lädt ebenfalls mit Führungen und Ausstellungen zu einem Besuch ein.
In Niederstetten können Besucher den historischen Gasthof „Hirschen“ entdecken und erkunden. Die Martinskirche in Rüsselhausen (Niederstetten), deren erste urkundliche Erwähnung aus dem Jahr 1303 datiert, kann ebenfalls besichtigt werden. Die Fresken in der Kirche und der Pestsarg stellen eine Besonderheit der Martinskirche in Rüsselhausen dar.
In Rauenberg (Freudenberg am Main) haben Kinder und Erwachsene die Möglichkeit, bei einem Rundgang in die Vergangenheit des Dorfs Rauenberg zu reisen und spannende und lustige Geschichten aus längst vergangenen Zeiten zu erfahren.
Das Heimatmuseum in Lauda taucht mit den Besuchern die Vergangenheit ein. In Königshofe ist das „Hohe Haus“ als ältestes erhaltenes Fachwerkgebäude des Ortes nach der abgeschlossenen Außenrenovierung geöffnet. Mit seiner Bauweise aus verblatteten Holzverbindungen ist es ein anschauliches Beispiel der Zimmermannskunst und des Fachwerkbaus in der Region im ausgehenden Mittelalter. Aufgrund seiner Größe und Baugestalt ist das Gebäude als ehemaliger Wohnsitz des Amtsvogtes ein prägender Teil des Stadtbilds.
Die Wallfahrtskirche in Creglingen öffnet ihre Tore für die Führung „Geheimnisvolle wert-volle und unschätzbare Kostbarkeiten in der Herrgottskirche“ mit Gertrud Schneider. Mit einem umfangreichen Programm lädt das Kloster Frauental (Creglingen) zu einer Ausstellung, Kurzführungen und Kurzvideosein.
Die Oktogon-Kapelle aus dem zwölften Jahrhundert auf der Anhöhe über Oberwittighausen (Wittighausen) bietet stündlich Führungen. Auch die Achatiuskapelle im Hausen (Grünsfeld) ist an diesem Tag geöffnet.
Bei einem Rundgang durch die historische Altstadt Wertheim können bedeutende Kulturdenkmäler, verborgene Details und bewegte Geschichten entdeckt werden. Gemeinsam mit dem Ortskurator der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Dr. Jörg Paczkowski, werden die historischen Schätze der Stadt erkundet. Die Führung um 10.30 Uhr lädt ein zum Nachdenken über den ideellen und kulturellen Wert unserer gebauten Geschichte.
Alle Informationen und Angaben zu den Veranstaltungen sind unverbindlich. Bitte erkundigen Sie sich vorab bei den Veranstaltern, in den meisten Fällen ist eine Anmeldung erforderlich.
Der Tag des offenen Denkmals gilt als Deutschlands größtes Kulturevent. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz koordiniert ihn und hat das bundesweite Programm unter www.tag-des-offenen-denkmals.de/programm veröffentlicht. Mit rund 6000 geöffneten Denkmalen und Aktionen vor Ort und weiteren 500 Denkmal-Touren – von Radtouren über Stadtrundgänge bis hin zu Führungen entlang mehrerer Denkmale – bietet es eine außergewöhnliche Bandbreite an Kulturevents. Das Online-Programm lässt sich auf allen Endgeräten einfach und individuell filtern und zusammenstellen, beispielsweise nach Regionen, Familienaktionen oder barrierefreien Zugängen.
Zudem kann das bundesweite Programm über die offizielle App zum Tag des offenen Denkmals abgerufen werden. Zusätzlich können Interessierte sich hier Denkmal-Routen erstellen und in der App mit Freunden teilen. Die App ist ein kostenloses Angebot der Deutschen Stiftung Denkmalschutz für alle Android- und iOS-Nutzer. Mehr Informationen hierzu gibt es unter www.tag-des-offenen-denkmals.de/app.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) lädt zudem anlässlich des diesjährigen Tags des offenen Denkmals im September zur Teilnahme am Fotowettbewerb #denkmalschnappschuss ein. Bis einschließlich Dienstag, 16. September, können Denkmal-Schnappschüsse online eingereicht werden über den Link https://registrierung.tag-des-offenen-denkmals.de/foto-aktion-2025. Die zehn Erstplatzierten zeichnet die DSD mit hochwertigen Gewinnen aus. Aufgerufen sind von Fotografinnen und Fotografen jeden Alters und Könnens. Entscheidend ist der Bezug zum Jahresmotto „Wert-voll: unbezahlbar oder unersetzlich
Die untere Denkmalschutzbehörde des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis steht bei Fragen für weitere Informationen zur Verfügung. Ansprechpartnerin ist Susanne Hopf, E-Mail susanne.hopf@main-tauber-kreis.de, Telefon 09341/82-5739.