Synergien aus Technik und Bildung schaffen - Gewerbliche Schule Bad Mergentheim ist "Zukunftsschule 3D erleben"
An der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim (GSMGH) ist als Teil des Netzwerkes „Zukunftsschule 3D erleben“ ein hochmoderner „Makerspace“ in die bestehenden Werkstätten für Metallbau und Elektrotechnik integriert worden. Landrat Christoph Schauder informierte sich gemeinsam mit Ursula Mühleck, Dezernentin für Kreisentwicklung und Bildung des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis, zu dem innovativen Lernort.
„Mit dem Makerspace erhalten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, praxisnah mit fortschrittlichen 3D-Technologien zu arbeiten und ihre Ergebnisse zu erforschen. Wir freuen uns, dass mit der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim ein moderner Bildungsstandort in unserem Landkreis Teil dieser Initiative geworden ist. Dieses Engagement ist ein gelebtes Beispiel für eine zukunftsorientierte Bildung, die einen nachhaltigen und praxisnahen Mehrwert für unsere Wirtschaft bietet“, betonte Landrat Christoph Schauder. Die Initiative des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung Baden-Württemberg (ZSL) hat das Ziel, landesweit Synergien zwischen Technik und Bildung zu schaffen. „Mit diesem Lernort für junge Menschen bauen wir eine Brücke von der Theorie in die anwendbare Praxis und zeigen das Potential der Technik in der Anwendung.“
Zukunftsfähig und innovativ: Der Makerspace in Bad Mergentheim
Der Makerspace ist mit einer Serie von 3D-Technologien ausgestattet. Vielseitig anwendbare 3D-Drucker treffen auf hochpräzise Geräte wie eine fünfachsige CNC-Fräsmaschine oder einen Dioden-Laser-Cutter. Zusätzlich stehen 3D-Scanner zur Verfügung, die beispielsweise in der Zahnmedizin, im Automobilbau sowie in der Industrie Anwendung finden. Des Weiteren unterstützt der innovative Lernort die Schulfamilie bei der Entwicklung und Gestaltung virtueller Lernarrangements mithilfe von modernen 360-Grad-Kamerasystemen. Diese Lernkonzepte werden weiterbearbeitet und können im Anschluss von den Schülerinnen und Schülern in den hauseigenen Virtual-Reality-Headsets erlebt werden. Diese Ausstattung ermöglicht es den Lernenden, komplexe Bauteile oder Objekte zu entwerfen, zu scannen und anzufertigen.
„Die enge Verzahnung mit den Werkstätten für Metallbau und Elektrotechnik bietet den Schülerinnen und Schülern einen direkten Zugang zu professionellen Maschinen und Werkzeugen auf Industrieniveau. Erfahrene Fachlehrkräfte stehen für die fachliche Unterstützung bereit, sodass theoretisches Wissen unmittelbar in die Praxis umgesetzt werden kann. Der Makerspace ist somit nicht nur ein Lern- und Gestaltungsort für neue Ideen und Konzepte, sondern bildet eine elementare Schnittstelle zwischen jungen Menschen, der Schule und den Betrieben vor Ort“, betonte Dezernentin Ursula Mühleck.
Innovativer Fortbildungsstandort für Lehrkräfte
Außer als Ausbildungsstätte für Schüler fungiert die Schule als Fortbildungsstandort für Lehrkräfte aller Schularten, um sich bei den Themen 3D-Technologien und generativer KI weiterzubilden. Auch die betrieblichen Partner der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim haben die Möglichkeit, den Makerspace für Schulungszwecke oder Innovationsbegegnungen wahrzunehmen.
„Die daraus entstehenden Lernkonzepte haben nicht nur einen direkten Mehrwert für die Schülerinnen und Schüler am Bildungsstandort, sondern dienen auch als Best-Practice-Beispiele für andere Schulen. Das Netzwerk ermöglicht dabei einen Wissenstransfer zwischen den Schulen und Lehrkräften, beispielsweise durch Hospitationen, Workshops und viele weitere Formate. Der Makerspace verankert moderne Technologien im Bildungswesen und unterstützt die Lehrkräfte dabei, ihren Unterricht zeitgemäß und innovativ zu gestalten“, erklärt Schulleiter Peter Wöhrle. Zudem würdigte er die Arbeit der Initiatoren Michael Schurk, Benjamin Trefs und Dr. Michael Storch aus dem Kollegium der Gewerblichen Schule. „Ihrem Engagement ist es zu verdanken, dass die Idee zu einem lebendigen Konzept geworden ist“, ergänzte Schulleiter Wöhrle.
Finanziert wurde das Projekt mit Fördermitteln in Höhe von 10.000 Euro durch den Main-Tauber-Kreis sowie weiteren 10.000 Euro im Rahmen des Investitionsprogramms „Digitale Schule – 3D erleben“ des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport.