Submission Taubertal erzielte 1,15 Millionen Euro - 1835 Festmeter Holz standen zum Verkauf
Bei der traditionellen Taubertäler Laub- und Nadelholz-Submission standen kürzlich 1835 Festmeter Stammholz auf den Lagerplätzen Kirchnersbrunn, Nassig (beide Wertheim), Bergwald (Wittighausen) und Roggenberg (Bad Mergentheim) zum Verkauf. Insgesamt erzielte die Submission in diesem Jahr 1,15 Millionen Euro, der Wert des Spitzenstammes lag bei 8188 Euro.
Der Verkauf erfolgte über das Internetportal www.submission-taubertal.de. Mithilfe von Programmanpassungen eröffnete man dem Kunden zudem die Möglichkeit, die Gebote gesammelt über eine Excelliste hochzuladen. Diese Anpassung war für die Kunden mit einer erheblichen Zeitersparnis bei der Eingabe der Gebote verbunden.
Uwe Renk, Leiter der Holzverkaufsstelle beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis, zog nach Abschluss der Submission eine erfreuliche Bilanz: „Insgesamt war der Submissionstermin für die Holzverkaufsstelle des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis und alle teilnehmenden Waldbesitzerinnen und -besitzer sehr erfolgreich. Im Vergleich zum Vorjahr wurden die Preise gehalten und man kann von einer Seitwärtsbewegung sprechen. Dies bedeutet insgesamt wieder ein sehr gutes Ergebnis.“
Bei den angebotenen Losen, ausschließlich aus dem Kommunal- und Privatwald, bildete die Eiche den Schwerpunkt mit circa 92 Prozent, die Lärche und Douglasie erreichten zusammen fünf Prozent. Auf die übrigen Baumarten (Bergahorn, Esche, Spitzahorn, Kirsche) entfielen drei Prozent.
Bei der Eiche war der teuerste Stamm eine Furniereiche. Als „Braut“ bezeichnet, erzielte sie einen Erlös von 8188 Euro. Insgesamt lag der Durchschnittserlös der Eiche bei 682 Euro und damit auf dem Vorjahresniveau.
Die Submissionsergebnisse spiegeln die derzeitige Nachfrage der Eiche sehr gut wider: Furnierstämme und Fassholz wurden, wie in den Vorjahren, stabil geboten, ebenso wie gutes Schneideholz. Erdstammparkett und C-Ware lagen auf dem letztjährigen Preisniveau. Die Kundschaft zeigte sich zurückhaltend bei Eichen mit Prachtkäfer- und Kernkäferbefall.
Wie im Vorjahr wurden die Douglasien und Lärchen wieder zentral auf dem Lagerplatz Roggenberg angeboten. Die Verkaufsmenge verringerte sich auf rund 70 Festmeter. Der Durchschnittserlös übertraf bei der Douglasie nicht die marktüblichen Preise.
Bei den sonstigen Laubhölzern bestätigt sich der Einkaufstrend der Vorjahre hin zu qualitativ hochwertiger Ware. Insgesamt waren Eschen, Kirschen, Hainbuche und Ahorne nur durchschnittlich nachgefragt.
Die Taubertäler Submission erfreute sich wieder großen Zuspruchs und hat aufgrund ihres Mengenangebots eine überregionale Bedeutung. Von 27 Bietern waren 19 aus Deutschland, drei aus Frankreich, zwei aus Österreich, einer aus den Niederlanden, einer aus Tschechien und einer aus Polen. Der Käuferkreis hielt sich nahezu stabil und setzte sich aus Furnier- und Fasswerken, Sägewerken, Händlern und Handwerkern zusammen. Insgesamt wurden 5934 Gebote abgegeben. Bei insgesamt 1185 angebotenen Losen blieben 47 Lose ohne Gebot.