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15.01.2026

Streuobstschnittgut auch 2026 kostenfrei entsorgen - Bio-Musterregion unterstützt weiterhin bei der Obstbaumpflege

Streuobstwiesen garantieren ein hohes Maß an Biodiversität und prägen das Landschaftsbild des Main-Tauber-Kreises maßgeblich. Für eine nachhaltige Pflege müssen die Bäume regelmäßig geschnitten werden. Das dabei anfallende Schnittgut kann ab Dienstag, 20. Januar, an den fünf kreiseigenen Kompostplätzen kostenfrei abgegeben werden.

Das Landratsamt weist darauf hin, dass es ab Sonntag, 1. März, grundsätzlich verboten ist, Bäume zurückzuschneiden, um keine Brut- oder Nistplätze von Vögeln zu zerstören. Den Besitzern von Streuobstwiesen soll aber auch nach dem Ende des Schnittzeitraumes noch ausreichend Zeit gegeben werden, ihr Schnittgut abzugeben. Eine Anlieferung ist daher bis Donnerstag, 30. April, innerhalb der regulären Öffnungszeiten möglich.

Kostenfreie Abgabe von Streuobstschnittgut an fünf kreiseigenen Kompostplätzen

Mit dieser Maßnahme unterstützt die Bio-Musterregion auch im Jahr 2026 die Bürgerinnen und Bürger bei der Streuobstpflege. Die Initiative erfolgt in Kooperation mit dem Abfallwirtschaftsbetrieb Main-Tauber-Kreis (AWMT). Das Obstbaumschnittgut wird zentral an den fünf kreiseigenen Kompostplätzen in Assamstadt, Bad Mergentheim, Creglingen, Tauberbischofsheim und Wertheim-Sonderriet gesammelt, anschließend gehäckselt und dann einer Verwertung zugeführt.

„Das Landschaftsbild des Main-Tauber-Kreises wird von mehr als 133.000 Streuobstbäumen maßgeblich geprägt. Mit diesem wertvollen Bestand geht allerdings auch ein großer Pflegeaufwand für die Bürger einher. Mit dem Angebot der kostenfreien Abgabe von Streuobstschnittgut möchten wir dieses Engagement würdigen und unterstützen, um unsere einmalige Kulturlandschaft zu erhalten“, erklärt der Erste Landesbeamte Florian Busch. Seit dem Jahr 2014 konnten mithilfe der Förderung des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis zudem bereits mehr als 6000 Obstbäume neu gepflanzt werden.

„Es ist wichtig, dass es sich ausschließlich um Schnittgut von Obstbäumen handelt. Sind andere Gartenabfälle beigemischt, kann es zu Störungen beim Häckseln kommen und das Material kann nicht der Verwertung zugeführt werden“, betont AWMT-Betriebsleiter Stefan Rauch. Daher wird das Schnittgut bei der Anlieferung kontrolliert. Alles, was nicht ausschließlich Obstbaumschnitt ist, wird gesondert fachgerecht entsorgt. Die Kosten der separaten Entsorgung trägt der Anliefernde.

Unkomplizierte Entsorgungsmöglichkeit erfreut sich großer Nachfrage

„In den vergangenen Jahren wurden jeweils mehr als 2500 Kubikmeter Schnittgut angenommen. Die Resonanz war damit überaus positiv und die Bereitschaft, Obstbäume zu pflegen, ist dank der unkomplizierten Entsorgungsmöglichkeit gesteigert worden“, betont der Regionalmanager der Bio-Musterregion Main-Tauber-Kreis, Stefan Fiedler.

INFO:

Alle Obstbäume, egal ab jung oder alt, benötigen jährlich einen Pflegeschnitt. Ziel ist es, altes Holz zu entfernen, damit wieder junges Fruchtholz gebildet werden kann. Die Bäume sind dadurch weniger anfällig für Pilzkrankheiten und haben infolgedessen eine längere Lebenserwartung. Durch die Pflegemaßnahmen entsteht dabei sehr viel Schnittgut. Das stellt Streuobstbesitzer immer wieder vor Herausforderungen. In der Vergangenheit wurde Schnittgut oft vor Ort verbrannt. Dies ist jedoch grundsätzlich nicht mehr erlaubt. Infolgedessen werden viele Obstbäume nicht mehr geschnitten. Vereinzelt haben sich lokale Entsorgungslösungen entwickelt.

Beim Schnitt von Obstbäumen entsteht viel Schnitt, das ab 20. Januar bis 30. April kostenfrei an den fünf Recyclinghöfen im Landkreis abgegeben werden kann.
Beim Schnitt von Obstbäumen entsteht viel Schnitt, das ab 20. Januar bis 30. April kostenfrei an den fünf Recyclinghöfen im Landkreis abgegeben werden kann.


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