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20.07.2026

Schulzeit als Teil der persönlichen Erfolgsgeschichte - Gewerbliche Schule Bad Mergentheim verabschiedet Abiturienten

Die Gewerbliche Schule Bad Mergentheim (GSMGH) hat kürzlich die Abiturienten des Technischen Gymnasiums verabschiedet. Im Dorfgemeinschaftshaus Neunkirchen feierten sie gemeinsam mit ihren Familien, Partnern sowie Lehrkräften das Ende ihrer Schulzeit. Moderatoren aus der Schülerschaft eröffneten den Abiball und führten durch das Programm.

Schulleiter Peter Wöhrle griff die Legende vom Weizenkorn auf dem Schachbrett auf. Sie zeigt, wie aus einem zunächst unscheinbaren Anfang etwas kaum Vorstellbares entstehen kann. Auch die Schulzeit der Abiturienten habe mit kleinen Schritten begonnen. „Nun halten Sie das Ergebnis vieler Unterrichtsstunden, Prüfungen und persönlicher Anstrengungen in den Händen. Das Abitur ist kein End-, sondern ein Haltepunkt“, betonte der Schulleiter. Mit einem Bild aus der Technik verglich er diesen Moment mit einem Breakpoint in der SPS-Programmierung: Der Ablauf wird kurz unterbrochen, um das Erreichte zu prüfen und zu entscheiden, wie es weitergehen soll. Der Abschluss biete genau diese Gelegenheit. Er erlaube einen Blick zurück, richte den Blick aber zugleich auf die Zukunft.

„Mit dem Abschluss haben Sie Ihr persönliches ‚Abi-Tor‘ erzielt. Nun kommt es darauf an, sich neue Ziele zu setzen. Gerade ihre Ausbildung in den Profilen Informationstechnik und Mechatronik hat Sie darauf vorbereitet, Probleme nicht einfach hinzunehmen, sondern nach ihren Ursachen zu suchen und Lösungen zu entwickeln. Technisches Wissen allein reicht jedoch nicht aus, denn der beste Algorithmus ersetzt keine Menschlichkeit“, erinnerte Schulleiter Wöhrle den Abschlussjahrgang. Mit Blick auf die kommenden Jahre gab er den Absolventinnen und Absolventen einen zuversichtlichen Gedanken mit auf den Weg: „Die Zukunft ist vielleicht kompliziert. Aber sie hat das große Glück, dass Sie sich jetzt um sie kümmern.“

Absolventen mit Belobigungen und Preisen ausgezeichnet

Im Anschluss erhielten die Abiturientinnen und Abiturienten ihre Zeugnisse. Dabei wurden auch besondere Leistungen durch Preise und weitere Auszeichnungen gewürdigt.

Für ihre hervorragenden schulischen Gesamtleistungen wurden Nele Käss, Mira Rupp, Tim Ehrmann, Felix Hiller und Jan Heppel mit Preisen ausgezeichnet. Belobigungen erhielten Arne Konrad, Robin Schwab, Lilli Schübel und Jannik Zürn.

Besondere Leistungen in einzelnen Fächern fanden ebenfalls Anerkennung. Nele Käss erhielt Auszeichnungen in Deutsch, Englisch, Chemie, Wirtschaftslehre und katholischer Religion. Im Fach Deutsch wurde ihr zudem der Scheffelpreis der Literarischen Gesellschaft e.V. verliehen, die Auszeichnung in Chemie stiftete die Gesellschaft Deutscher Chemiker. Tim Ehrmann wurde in Mathematik von der Deutschen Mathematiker-Vereinigung, in Informationstechnik von der Vector-Stiftung und in Chemie von der Gesellschaft Deutscher Chemiker geehrt.

Mira Rupp erhielt Fachpreise in Deutsch, Physik sowie Geschichte mit Gemeinschaftskunde. Der Physikpreis wurde von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft vergeben, die Auszeichnung in Geschichte mit Gemeinschaftskunde von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg. Felix Hiller wurde in Spanisch, Chemie sowie Geschichte mit Gemeinschaftskunde ausgezeichnet. Zu den Stiftern gehörten die Gesellschaft Deutscher Chemiker und der Historische Verein für Württembergisch Franken e.V.

Jan Heppel erhielt den Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft sowie einen Fachpreis in Informatik. Arne Konrad wurde in Mechatronik von der Vector-Stiftung und in Informatik ausgezeichnet. Robin Schwab erhielt für seine Leistungen in evangelischer Religion den Paul-Schempp-Preis.

Sonderpreise von der Firma ebm-papst aus Mulfingen gingen an Tim Ehrmann für das Fach Informationstechnik, Nele Käss für Mathematik und Jan Heppel für Physik. Felix Hiller wurde außerdem für sein außerschulisches soziales Engagement geehrt. Simone Germann von ebm-pabst überreichte die Preise an die erfolgreichen Schüler.

Im Anschluss an die Ehrungen gab Nele Käss in ihrer Scheffelpreisrede einen persönlichen Rückblick auf die Oberstufenzeit. Ausgangspunkt waren die Convertibles, welche die Schülerinnen und Schüler zu Beginn der elften Klasse erhalten hatten. Anfangs waren diese Laptops vor allem Arbeitsgeräte und ein sichtbares Zeichen der Zugehörigkeit zum Technischen Gymnasium. Drei Jahre später standen sie sinnbildlich für all das, was in dieser Zeit gespeichert worden war und sich dennoch auf keinem Gerät finden ließ. Die gemeinsame Schulzeit habe Spuren hinterlassen, die auch nach der Rückgabe oder dem Zurücksetzen eines Convertibles bestehen blieben. Dazu gehörten Erfahrungen aus dem Unterricht und bewältigte Herausforderungen. „In der Informationstechnik haben wir gelernt, dass jeder Speicher endlich ist. Irgendwann wird Platz geschaffen für Neues. Doch es gibt auch Daten, die sich nicht löschen lassen. Nicht, weil sie auf einer Festplatte liegen, sondern weil sie Teil unserer Geschichte geworden sind“, betonte Scheffelpreisträgerin Nele Käss den Stellenwert des Abschlusses, der weit mehr bedeutet als eine Reihe bestandener Prüfungen.

Auch den Einfluss der Lehrkräfte griff Nele Käss auf. Sie erinnerte an einen Satz, der im Fachraumzentrum der Schule zu lesen ist: „Lehren heißt nicht, einen leeren Topf zu füllen, sondern ein Feuer zu entfachen.“ Mit Blick auf die vergangenen drei Jahre erklärte sie: „Vielleicht ist dabei nicht in jedem von uns ein großes Feuer entstanden, aber ich glaube, jeder hat zumindest einen Funken mitgenommen.“ Ein solcher Funke könne genügen, um neugierig zu bleiben oder sich später noch einmal an etwas heranzuwagen, das zunächst unerreichbar erschien.

Tutorin Kati Grützmacher wandte sich anschließend an den Abschlussjahrgang. In ihrer Rede erzählte sie von Erfahrungen aus ihrer eigenen Vergangenheit und schlug von dort aus den Bogen zur Zukunft der jungen Erwachsenen. Ihre persönlichen Worte machten deutlich, dass sich Lebenswege nur selten vollständig planen lassen. Entscheidend sei vielmehr, den kommenden Möglichkeiten offen zu begegnen.

Zu den verschiedenen Speisen hatten die Schülerinnen und Schüler Salate beigesteuert. Für den Getränkeausschank waren die Klassen ITG12 und TG12 verantwortlich. Sie kümmerten sich auch hinter den Kulissen um die Bewirtung und trugen damit wesentlich zum Gelingen des Abends bei.

Die Absolventen in der Übersicht

Abschlussklasse TG13: Tom Hesslinger, Felix Hiller, Arne Konrad, Nicolas Muck, Jonas Rost, Mira Rupp, Lukas Schmitt, Robin Schwab, Luis Vogel und Jannik Zürn.

Abschlussklasse ITG 13: Liné Auerbach, Tim Ehrmann, Robin Funk, Nino Hainz, Jan Heppel, Nele Käss, Malte Müller, Julius Nitschke, Lilli Schübel und Lisa Stolz.

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