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22.07.2024

Sanierung der K 2831 - Landkreis investiert drei Millionen Euro

Die Kreisstraße K 2831 zwischen den Freudenberger Stadtteilen Boxtal und Rauenberg wird aktuell auf einer Länge von knapp zwei Kilometern grundhaft saniert. Landrat Christoph Schauder und Bürgermeister Roger Henning informierten sich vor Ort über den Verlauf der Arbeiten.

Wie Landrat Schauder deutlich machte, handelt es sich bei dem Projekt um die zweitgrößte Straßenbaumaßnahme des Main-Tauber-Kreises im Jahr 2024, nur die bevorstehende Sanierung der K 2800 Zimmern – Messelhausen fällt noch deutlich größer aus. „Die Sanierung zwischen Boxtal und Rauenberg war dringend notwendig, denn auf der Strecke gab es starke Schäden, darunter Setzungsrisse, Schlaglöcher und Aufbruchstellen. An einigen Stellen war die Fahrbahndecke auf einer Länge von bis zu drei Metern aufgebrochen, so dass hier bereits Schotter an die Oberfläche kommt. Dabei ist die Kreisstraße auch deshalb von großer Bedeutung, weil sie nicht nur die Ortschaften Rauenberg, Ebenheid und Wessental verbindet, sondern auch als Umleitungsstrecke für die L 2310 dient“, erklärte Schauder

Der Landkreis investiert rund drei Millionen Euro in das Projekt, dies vollständig aus kreiskommunalen Mitteln. Da weder Oberfläche noch Ausbaubreite der Straße wesentlich verändert werden, zählt das Projekt nicht als Ausbau, sondern als grundhafte Sanierung. Damit ist es nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) nicht förderfähig. Landrat Schauder dankte dem Kreistag für die Beschlüsse zur Sanierung der Straße und zur Bereitstellung der notwendigen Mittel.

Bürgermeister Roger Henning schloss sich dem Dank an und dankte darüber hinaus der Landkreisverwaltung für die engagierte Arbeit sowie den beteiligten Planungs- und Bauunternehmen. „Wir haben sehr lange für die Sanierung der wichtigen Verbindungsstrecke zu unseren beiden Ortsteilen gekämpft. Die Straße ist sehr kurvenreich, hat ein Gefälle von neun Prozent und war als nicht mehr verkehrssicher eingestuft. Ich bin dem Kreistag und Landrat Christoph Schauder sehr dankbar, dass wir nach vielen Jahren bald wieder sicher nach Rauenberg und Ebenheid kommen.“

Wie der Leiter des Kreisstraßenbauamtes, Markus Metz, erläuterte, wird dabei die Oberfläche der Straße durch einen Überbau mit Asphaltbinder und einer neuen Deckschicht ertüchtigt. Zuvor werden vorhandene Risse mit einer Asphaltbewehrung überbrückt. Mithilfe verschiedener Aufbaustärken zwischen sechs und 20 Zentimetern bei der Binderschicht wird die Querneigung der Straße angepasst und werden Unebenheiten beseitigt. Die Schutzplanken aus Stahl werden erneuert, die Entwässerungseinrichtungen gereinigt und zum Teil erneuert, dies teils durch neue Rohre, teils durch ein Inlinersystem. Bei diesem wird in das vorhandene Rohr ein glasfaserverstärkter Kunststoffschlauch eingebracht. Bergseits werden die Borde und die Entwässerungsrinne erneuert.

Wie Markus Metz deutlich machte, bringt die Baustelle durchaus einige Herausforderungen mit sich. Die Kreisstraße ist bei der Baustelle sehr schmal und bietet keine Ausweichmöglichkeiten, da beidseitig neben der Fahrbahn sofort steile Böschungen beginnen. Auch bestehen keine seitlichen Zufahrtsmöglichkeiten auf halber Strecke, es wird in den Wasserschutzzonen II (auf circa 200 Metern) und III (auf circa 900 Metern) gebaut. Vorhandene Versorgungsleitungen befinden sich genau bei der neu zu bauenden Schutzplanke. Sie dürfen nicht beschädigt werden.

Aufgrund der schmalen Fahrbahn müssen die Arbeiten unter Vollsperrung erfolgen, eine halbseitige Sperrung ist nicht zulässig, da aufgrund der einschlägigen Richtlinien eine restliche Fahrbahnbreite von drei Metern eingehalten werden muss, zuzüglich einem halben Meter Sicherheitsabstand der Arbeiter zum Verkehr. Der nötige Platzbedarf für eine halbseitige Sperrung wäre deutlich höher als die Hälfte der Fahrbahnbreite, die insgesamt nur 5,50 Meter beträgt. Somit kann auf dieser Baustelle zu keiner Zeit ohne Vollsperrung gearbeitet werden.

Im Juli werden die vorhandenen Schutzplanken, Randsteine und Entwässerungseinrichtungen zurückgebaut sowie die straßenbegleitenden Kabel gesucht, die beim Schlagen der Pfosten für die Schutzplanken beschädigt werden können. Im August und September werden die Kabel, wo es notwendig ist, umverlegt sowie Randsteine und Rinnen, Entwässerungseinrichtung und Schutzplanken neu gebaut. Ende September folgen die Asphalt-, Anfang bis Mitte Oktober die Bankett- und Böschungsarbeiten. Bis Ende Oktober soll die Maßnahme fertig gestellt und die Straße wieder eröffnet werden.

Mit der Ausführung der Arbeiten wurde nach öffentlicher Ausschreibung und Vergabe die Firma Leonhard Weiss aus Bad Mergentheim beauftragt, die zum Teil wiederum Subunternehmen einsetzt. Für die Planung und Bauüberwachung zeichnet das Büro REMA-Plan aus Mosbach verantwortlich.

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