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27.06.2025

Rauenberg holt Goldmedaille beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft"

Beim Landesentscheid zum 28. Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ wurden die Sieger gekürt. Zu den vier Goldmedaillengewinnern für herausragendes Engagement bei der Entwicklung einer zukunftsfähigen dörflichen Heimat zählt auch das Dorf Rauenberg (Stadt Freudenberg) im Main-Tauber-Kreis. Die Dynamik und Kreativität, die die teilnehmenden Dörfer im Wettbewerb gezeigt haben, ist laut dem Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz anerkennenswert und inspirierend. Dieser Wettbewerb zeige einmal mehr, wie lebendig und zukunftsorientiert der Ländliche Raum in Baden-Württemberg ist.

„Herzlichen Glückwunsch an Rauenberg zum Gewinn der Goldmedaille beim Landesentscheid zum 28. Wettbewerb ‚Unser Dorf hat Zukunft‘. Diese Auszeichnung ist der Verdienst der engagierten und kreativen Dorfgemeinschaft“, sagte Landrat Christoph Schauder.

Er selbst habe sich vor kurzem gemeinsam mit der Landeskommission des Wettbewerbs einen Eindruck von der beeindruckenden Entwicklung des Dorfes und dem Zusammenhalt der Gemeinschaft verschafft. „Dabei punktete Rauenberg nicht nur mit dem großen ehrenamtlichen Engagement der Bürgerinnen und Bürger, sondern auch mit der Erzeugung regenerativer Energien, der Begrünung im Dorf sowie der Schaffung von Bau- und Mischgebieten. Auch der Tourismus, Freizeitangebote und die Barrierefreiheit kommen in Rauenberg nicht zu kurz, sodass ich die Entscheidung der Bewertungskommission sehr gut nachvollziehen kann“, ergänzte der Landrat.

Auch Minister Peter Hauk gratulierte allen teilnehmenden Gemeinden zu diesem außergewöhnlichen Erfolg. Mit dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ geht das Land einem ganzheitlichen Ansatz nach. Im Mittelpunkt stehen nicht nur die Entwicklung innovativer und zukunftsorientierter Konzepte. Wichtig seien zudem wirtschaftliche Initiativen sowie die kulturellen und sozialen Leistungen, die von der Dorfgemeinschaft erbracht werden.

Darüber hinaus sollen eine attraktive Baugestaltung sowie die Erhaltung einer intakten Natur in Dorf und Landschaft zur Steigerung der Attraktivität dieser Orte beitragen. Vor dem Hintergrund des Klimawandels liegt laut dem Ministerium ein besonderer Fokus auf Maßnahmen, die darauf abzielen, Ressourcen zu schonen und regenerative Energien zu nutzen. Durch diese umfassende Betrachtung sollen nicht nur die wirtschaftliche, sondern auch die soziale und ökologische Nachhaltigkeit der Dörfer gefördert werden, damit die Orte langfristig attraktiv und lebenswert bleiben und somit eine schöne Heimat für alle sind.

Die aktive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der Entwicklung ihres Ortes spiele eine große Rolle für die Zukunft der Ländlichen Räume. Die Teilnahme am Wettbewerb bewege zur aktiven Teilnahme und Mitgestaltung des Heimatdorfes. In Projekten wie der Zukunftswerkstatt werden aus wertvollen Ideen der Dorfgemeinschaft konkrete Projekte. Die Entwicklung eines Dorfgemeinschaftshauses, Aktivitäten zur Anpassung an den Klimawandel, die Förderung und Weiterentwicklung des bürgerschaftlichen Engagements oder Impulse zum Thema bauliche Nachverdichtung im Dorf würden im Schulterschluss von Bürgerschaft und Verwaltung tatkräftig umgesetzt. So habe der Wettbewerb der Entwicklung der Dörfer einen spürbaren Schub gegeben. Vor allem aber entsteht laut dem Ministerium auch ein unbezahlbares Wir-Gefühl und die Dorfgemeinschaft werde gestärkt.

Die weiteren Goldmedaillen gehen an die Dörfer Klettgau / Grießen im Landkreis Waldshut, Gammertingen / Harthausen-Feldhausen im Landkreis Sigmaringen, Biberach / Prinzbach im Ortenaukreis. Klettgau / Grießen hat sich zudem für den Bundesentscheid qualifiziert.

Silber geht an die Gemeinden Geislingen / Türkheim im Landkreis Göppingen und Herbertingen / Marbach im Landkreis Sigmaringen.

Hintergrundinformationen:

Der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ geht auf den im Jahr 1961 gegründeten Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ zurück. Der Bundeswettbewerb wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ausgelobt. Die Landeskommission besuchte und bewertete in der Zeit vom 2. bis 5. Juni die sechs Dörfer der Endrunde des Landesentscheids „Unser Dorf hat Zukunft“. Diese hatten sich bei den vorangegangenen Kreis- und Bezirksentscheiden qualifiziert. Landesweit haben sich 23 Dörfer im Rahmen des 28. Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ beteiligt.

Ihre Auszeichnungen bekommen die Teilnehmerorte des Landeswettbewerbs am Freitag, 14. November, im Bürgerhaus Neuer Markt in Bühl (Landkreis Rastatt) überreicht. Der Bundesentscheid findet im Jahr 2026 statt.

Weitere Informationen zum Thema Ländlicher Raum und zum Landeswettbewerb finden sich auf der Internetseite des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz unter https://dorfwettbewerb.landwirtschaft-bw.de/,Lde/Startseite.

Detaillierte Informationen zum Bundeswettbewerb ‚Unser Dorf hat Zukunft‘ sind unter https://www.bmel.de/DE/themen/laendliche-regionen/ehrenamt/wettbewerb-unser-dorf-hat-zukunft/dorfwettbewerb-aufruf.html verfügbar.

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