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07.08.2026

Radwegneubau Wittighausen - Gützingen: Weitere Lücke im bereits dichten Netz wird geschlossen

Landrat Christoph Schauder und Bürgermeister Marcus Wessels haben sich vor Ort über den laufenden Neubau eines Radwegs entlang der Kreisstraße 2808 zwischen Wittighausen im Main-Tauber-Kreis und Gützingen im benachbarten bayerischen Landkreis Würzburg informiert. Der Main-Tauber-Kreis und die Gemeinde Wittighausen bauen diesen Radweg als Gemeinschaftsmaßnahme.

„Als Landkreis des Radwegebaus schließen wir mit diesem Projekt eine weitere Lücke in unserem bereits sehr guten Streckennetz und bieten unseren Bürgerinnen und Bürgern sowie Touristen in Kürze einen sicheren und attraktiven Radweg. Ich bedanke mich beim Land, beim Bund, bei der Gemeinde und bei den Mitgliedern unseres Kreistages für diese wichtige Investition und bei allen Beteiligten für das Engagement bei der Planung und Umsetzung“, betonte Landrat Christoph Schauder.

Kritisch äußerte er sich zu der Tatsache, dass die Umsetzung der Maßnahme durch die Herausforderungen beim notwendigen Grunderwerb deutlich verzögert wurde. „Die Umsetzung solcher Projekte steht und fällt mit dem Grunderwerb. Häufig kommt es dazu, dass aufwendige Umplanungen notwendig werden, weil an wichtigen Stellen nur wenige Quadratmeter Grund fehlen – bis hin zu der Möglichkeit, dass ein Radweg gar nicht gebaut werden kann.“ Dies wiege umso schwerer, wenn seitens der Grundstückseigentümer keine nachvollziehbaren, sachlichen Argumente vorgebracht würden, warum sie benötigte Flächen nicht zur Verfügung stellen möchten.

Bürgermeister Marcus Wessels betonte den Mehrwert, der für Bürger und Gäste in Wittighausen und Umgebung durch den neuen Radweg im Alltag und in den Ferien entstehe, beispielsweise wenn man mit Muskelkraft zum Spargelkauf sicher in die bayerische Nachbargemeinde gelangen könne. „Diese Investition hat einen Mehrwert für jede Generation und ich möchte mich im Namen aller Bürgerinnen und Bürger hierfür bedanken“, erklärte Bürgermeister Wessels.“

Ortschaften in der Umgebung werden besser angebunden

Grund für den Bau des Radwegs ist zum einen der sehr niedrige und unübersichtliche Ausbaustandard der Kreisstraße 2808. Die Fahrbahnbreite ist zum Teil sehr gering, enge Radien und Kuppen sorgen für unzureichende Sichtweiten. Damit besteht für Radfahrer eine erhöhte Gefahr, wenn sie auf der Kreisstraße fahren.

Darüber hinaus sehen Kreis und Gemeinde den Bedarf, beim Radverkehr die weiter östlich liegenden Ortschaften Gützingen und Allersheim an Wittighausen und Kirchheim anzubinden. Dazu dient im Rahmen des laufenden Neubaus ein Anschluss an den überörtlichen Radweg Gerlachsheim – Wittighausen – Kirchheim – Würzburg, der zum RadNETZ BW gehört.

Dieser überörtliche Radweg von Gerlachsheim bis Würzburg wurde vor kurzem bei Wittighausen von der L 511 weg an den Gemeindeweg parallel zur Bahnlinie verlegt; er quert den Bahnübergang und trifft dann auf den Grenzenmühlenweg. Hier kann der jetzt im Bau befindliche Radweg Wittighausen – Gützingen direkt angeschlossen werden. Als Trasse dienen größtenteils vorhandene Feldwege der Gemeinde Wittighausen, davon rund 350 Meter auf dem bisher geschotterten Grenzenmühlenweg und 600 Meter auf einem Grasfeldweg. 120 Meter müssen neu gebaut werden.

Partner investieren 730.000 Euro

„Zu den weiteren Vorteilen des neuen Radwegs lässt sich zählen, dass damit die Bahnhaltestellen Wittighausen und Gaubüttelbrunn besser angeschlossen werden. Regional wird der Weg als Verbindung bis Giebelstadt dienen, weshalb er auch in das Radwegenetz des Main-Tauber-Kreises aufgenommen wurde“, erläuterte der Leiter des Amtes für Straßen- und Radwegebau beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Markus Metz. Der Weg wird in Asphaltbauweise mit einer Breite von drei Metern und beidseits jeweils 50 Zentimeter Bankett erstellt. Insgesamt werden rund 730.000 Euro investiert, von denen Kreis und Gemeinde jeweils die Hälfte übernehmen. Jedoch werden ihnen rund 615.000 Euro durch Landesmittel aus dem Förderprogramm Rad- und Fußverkehr nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) sowie aus dem „Sonderprogramm Stadt und Land“ des Bundes erstattet.

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