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20.02.2025

Rück- und Ausblick: Jugendhilfeausschuss hat Kinder- und Jugendhilfe im Fokus

Der Jugendhilfeausschuss des Main-Tauber-Kreises hat vor kurzem im Landratsamt getagt. Auf der Tagesordnung stand unter anderem ein Rück- und Ausblick auf die Kinder- und Jugendhilfe der Jahre 2024 und 2025. Martin Wunsch berichtete über seine Tätigkeit als Verfahrenslotse in der Eingliederungshilfe.

Die Ausschussmitglieder erhielten einen Überblick über die wichtigsten Aufgabenentwicklungen der Kinder- und Jugendhilfe im Jahr 2024 sowie einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. Demnach sind die Bedarfe wirtschaftlicher und pädagogischer Hilfeleistungen im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr erneut deutlich gestiegen.

Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen, rückte die Förderung der Kindertagesbetreuung noch stärker in den Vordergrund. Es stieg sowohl die Anzahl der geförderten Kindertagespflegeverhältnisse als auch der Kinder, deren Betreuungsplatz in einer Kindertageseinrichtung vom Jugendamt getragen werden musste. In stärkerem Maß war das Jugendamt im vergangenen Jahr auch als Rehabilitationsträger für seelisch behinderte junge Menschen gefragt. Deutlich angestiegen ist hier vor allem die Zahl der Begleitungen für Schülerinnen und Schüler in den verschiedenen Schulformen.

Thema waren auch die veränderten Rahmenbedingungen im Arbeitsalltag des Jugendamtes und in der Kooperation mit freien Trägern der Jugendhilfe und anderen Kooperationspartnern. Auch auf diesem Arbeitsfeld macht sich der Fachkräftemangel bemerkbar.

Seit Januar 2024 sind öffentliche Jugendhilfeträger verpflichtet, sogenannte Verfahrenslotsen einzusetzen. Diese unterstützen junge Menschen mit Beeinträchtigungen, Leistungen der Eingliederungshilfe zu beantragen, zu verfolgen und wahrzunehmen. Darüber hinaus unterstützen Verfahrenslotsen die öffentlichen Träger der Jugendhilfe bei der Zusammenführung der Leistungen der Eingliederungshilfe für junge Menschen. Hierzu soll ein halbjährlicher Bericht über Erfahrungen der strukturellen Zusammenarbeit mit anderen Stellen und öffentlichen Einrichtungen erfolgen.

Im Landratsamt ist Martin Wunsch seit Juni 2024 als Verfahrenslotse im Einsatz. In der Sitzung berichtete er über seine Tätigkeit und ging dabei unter anderem auf die konkrete Einzelfallberatung sowie die ersten Schritte zur Zusammenführung der Eingliederungshilfe für junge Menschen mit Beeinträchtigungen ein.

Darüber hinaus wurde der Beschluss gefasst, das Berichtswesen der Jugendhilfeplanung neu zu strukturieren.

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