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27.07.2026

Präventionstheater "Mach Was" zu Gast im Landkreis - Spielsuchtgefährdung durch digitale Medien stand im Fokus

Das Jugendamt des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis hat im Rahmen seiner Präventionsaufgaben an den Grundschulen im Landkreis Theateraufführungen fest institutionalisiert. Kürzlich wurde das Theaterstück „@ Ed und ich“ in den Grundschulklassen der Lindtal-Schule Freudenberg, der Grundschule Reicholzheim, der Pater-Alois-Grimm-Schule Külsheim sowie der Gemeinschaftsschule Wertheim aufgeführt. Die Aufführung legt den Fokus auf die Spielsuchtgefährdung durch digitale Medien. An den insgesamt vier Aufführungstagen und den Nachbereitungen im jeweiligen Klassenverband nahmen knapp 530 Schülerinnen und Schüler der Klassen eins bis vier teil.

Die Organisation „Mach Was Prävention, Theater und mehr …“ von Monika Wieder besteht aus zehn gelernten Schauspielern und Darstellern und bietet Theaterstücke für Kinder und Jugendliche aller Altersklassen im gesamten Bundesgebiet an. Die gelernte Diplom Sozialpädagogin, staatlich geprüfte Regisseurin, Theaterpädagogin und Autorin, schreibt und erarbeitet die Theaterstücke selbst und ist obendrein auch schauspielerisch tätig.

Mit dem Stück „@ Ed und ich“ treffen Monika Wieder und ihr Team die Zeichen der Zeit, in dem das Thema Spielsucht durch digitale Medien aufgegriffen wird. Das Theaterstück soll Kindern die Gefahren und Probleme verdeutlichen, die von einer unkontrollierten Nutzung von Handys, Spielekonsolen oder eines Computers in Verbindung mit dem Internet in einer zunehmend digitalen Welt auftreten können. Darüber hinaus werden den kleinen Zuschauern auf kindgerechte, spannende und humorvolle Weise Anreize, Lösungen und Ideen vermittelt, welche eine Alternative zur digitalen Beschäftigung bieten.

Die Akteure selbst schlüpfen in die Rollen von „Leonie“ und „Ed“. Leonie ist gerade acht Jahre alt geworden. Zu ihrem Geburtstag hat sie von ihren Großeltern ein Tablet geschenkt bekommen, das „auch Internet kann“ und ist stolz darauf. Liebevoll nennt sie es „Ed“. Doof ist nur, dass Mama und Papa verboten haben, länger als eine Stunde damit zu spielen, denn da ist doch dieser Märchenwald, in dem es so viele Abenteuer zu erleben gibt und wenn sie sich richtig anstrengt, dann kommt sie ganz schnell an noch interessantere Orte. Und Ed, der auf einmal ein Eigenleben entwickelt, wird sauer, wenn sie nicht mitmacht und nicht online kommt. Und dann sind da ja auch noch ihre Freunde und Freundinnen aus der Schule.

„Die jungen Zuschauer werden von den Akteuren animiert mitzumachen und saugen so das Handlungsgeschehen direkt auf. Mit der theaterpädagogischen Nachbereitung schafft das Präventionstheater eine gute Plattform, um mit Kindern in spielerischen Aktionen den Inhalt des Stückes aufzuarbeiten“, erläutert Michael Geidl, Kreisjugendreferent beim Jugendamt des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis.

Diese Aufbereitung fand im Anschluss an die Aufführung, statt. Sie erfolgte im jeweiligen Klassenverband. Dadurch wurde die Thematik mit den Kindern zusätzlich vertieft und wurden weitere Anreize sowie Ansatzpunkte für Lehrer und Schüler geschaffen.

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