MINT zum Mitmachen - Schüler der Grundschule Impfingen tüfteln in der GTB Tauberbischofsheim
Insgesamt 15 Schülerinnen und Schüler aus der vierten Klasse der Grundschule Impfingen haben kürzlich an der Gewerblichen Schule Tauberbischofsheim (GTB) im Rahmen eines MINT-Projektes (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) ihre eigenen Solar-Lampen gebaut.
Mit der Lehrerin Susanne Filo und Schulsozialarbeiterin Samira Mohareb erkundeten die Kinder zunächst die Holzwerkstätten der Schule. Danach ging es direkt in die Praxis. Unter Anleitung von Martin Brand, Ausbilder bei Wittenstein SE, sowie der Auszubildenden Hanna Schmidt und Jaden Stephan wurde gelötet, gesteckt und geschraubt. Die drei erklärten kindgerecht, wie ein Solarmodul funktioniert und halfen bei jedem Schritt. Die Solarleuchte entstand aus einem alten Gurkenglas, einem Solarmodul sowie einigen weiteren Bauteilen.
Unterstützt wurde das Projekt von der Jugendtechnikschule Main-Tauber, die Kinder und Jugendliche mit Projekten, die Spaß und das Lernen praktisch erlebbar machen, früh für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) begeistern will.
„Technisches Verständnis beginnt nicht erst an der weiterführenden Schule. Wenn Grundschulkinder die Möglichkeit bekommen, selbst aktiv zu werden, entstehen wertvolle Aha-Momente. Das Projekt ‚Solar-Licht‘ zeigt, wie gut das gelingen kann, wenn Schulen, Unternehmen und außerschulische Lernorte Hand in Hand arbeiten“, betonte Iris Lange-Schmalz, Geschäftsstellenleiterin der Jugendtechnikschule.
„Für die Zukunft unseres Main-Tauber-Kreises ist die Förderung der MINT-Fächer von entscheidender Bedeutung. Hierbei ist es wichtig, dass Angebote zu MINT-Themen entlang der gesamten Bildungskette geschaffen werden. Deshalb unterstützen wir solche Kooperationen als Schulträger der Gewerblichen Schule ausdrücklich“, sagte Katrin Stephan, Leiterin des Amtes für Kreisschulen und Bildung. Zudem lobten sie und Ralf Scherer, stellvertretender Schulleiter der Gewerblichen Schule, den Einsatz aller Beteiligten und den sichtbaren Lernerfolg der Kinder.
„Es ist schön zu sehen, mit welcher Begeisterung die Kinder am Werk waren. Diese Begeisterung zu wecken und zu fördern war das Ziel unserer Veranstaltung. Am Ende des Tages nimmt jedes Kind eine funktionierende Solarleuchte mit nach Hause und eine Erfahrung, die vielleicht den Grundstein für spätere Interessen legt. Ein gelungenes Beispiel dafür, wie frühzeitige MINT-Förderung konkret und wirksam aussehen kann“, erklärte Ralf Scherer.
INFO:
Die Jugendtechnikschule Main-Tauber ist eine außerschulische Bildungseinrichtung, die Kinder und Jugendliche im gesamten Landkreis mit Projekten, Workshops und Kursen vor Ort oder in Kooperation mit Schulen und Unternehmen für MINT begeistern möchte. Träger der Jugendtechnikschule ist der Verein MINT-Region Main-Tauber e.V., der sich gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Bildung und Kommune für die frühzeitige Förderung technischer und naturwissenschaftlicher Kompetenzen engagiert. Der Main-Tauber-Kreis ist Gründungsmitglied des im Jahr 2023 gegründeten Vereins.