Kulturlandschaftspreis ausgeschrieben - Entwicklung von Kulturlandschaften wird belohnt
Privatpersonen, Vereine und Initiativen, die sich vorbildlich um die Erhaltung traditioneller Landschaftsformen in Württemberg kümmern, können sich für den Kulturlandschaftspreis 2026 bewerben. Einsendungen sind bis Donnerstag, 30. April, möglich. Hierauf weist die Denkmalschutzbehörde des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis hin.
„Kulturlandschaften sind ein wichtiger Teil unserer Landesgeschichte. Sie sind Zeichen für den bewussten und nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen. Sie stiften Identität und sind Teil unserer Heimat. Alle, die sich um ihre Erhaltung kümmern, sind Vorbilder und verdienen öffentliche Anerkennung“, erläutert Dr. Bernd Langner, Geschäftsführer des Schwäbischen Heimatbundes, die Intention des mit mehr als 10.000 Euro dotierten Preises. Ein besonderes Augenmerk richtet die Jury auf die Verbindung traditioneller Bewirtschaftungsformen mit innovativen Ideen, beispielsweise bei der Produktvermarktung und der Öffentlichkeitsarbeit. Im Fokus stehen aber auch Streuobstwiesen, Weinberge in Steillagen oder beweidete Wacholderheiden.
Das Preisgeld stellen die Sparkassen‐Finanzgruppe Baden-Württemberg sowie die Sparkassenstiftung Umweltschutz zur Verfügung. Der seit 1991 vergebene Kulturlandschaftspreis zeichnet Privatleute, Vereine und ehrenamtliche Initiativen aus, die sich seit mindestens drei Jahren engagieren. Der traditionelle Jugend-Kulturlandschaftspreis ist seit zehn Jahren einer der drei Hauptpreise, die jeweils mit 1.500 Euro dotiert sind. Bewerben können sich Teilnehmer aus dem Vereinsgebiet des Schwäbischen Heimatbundes, also den ehemals württembergischen oder hohenzollerischen Teilen des Landes sowie einigen angrenzenden Gebieten.
Der Sonderpreis Kleindenkmale mit einem Preisgeld in Höhe von 500 Euro würdigt die Dokumentation, Sicherung und Restaurierung von Kleindenkmalen. Dazu gehören beispielsweise Gedenksteine, steinerne Ruhebänke, Feld‐ und Wegekreuze, Bachbrücken, Trockenmauern sowie Wegweiser oder Feldunterstände. Preiswürdig kann auch die inhaltliche Aufbereitung in Gestalt eines Buches sein.
Annahmeschluss für ausschließlich schriftliche Bewerbungen im DIN-A4-Format ist am Dienstag, 30. April. Kostenlose Broschüren mit den Teilnahmebedingungen sind unter www.kulturlandschaftspreis.de beim Schwäbischen Heimatbund in Stuttgart sowie bei allen württembergischen Sparkassen erhältlich. Die Verleihung findet im Herbst 2026 im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung statt.
Bei Fragen steht die untere Denkmalschutzbehörde des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis zur Verfügung. Ansprechpartnerin ist Susanne Hopf unter der E-Mail susanne.hopf@main-tauber-kreis.de sowie der Telefonnummer 09341/82-5739.