Freundeskreis Bronnbach zieht Bilanz - Landrat: Ohne den Verein wäre manches nicht möglich
Der Freundeskreis Kloster Bronnbach hat sich vor kurzem zur Mitgliederversammlung im Kloster getroffen. Im Fokus stand das vielfältige Engagement für die Klosteranlage, zum Beispiel beim aufwendigen Herrichten des Kräutergartens. Der Vorsitzende, Altlandrat Georg Denzer, hieß rund 20 Mitglieder willkommen. Erfreulich sei das Wachstum der Mitgliederzahl in den letzten zwei Jahren von 55 auf 89 Mitglieder.
Landrat Christoph Schauder bedankte sich für das umfangreiche Engagement des Freundeskreises, ohne den manches nicht finanzierbar gewesen wäre. Er wies auf die Bedeutung der Außenstelle des Fraunhofer Instituts für Silicatforschung hin, deren Mietvertrag bis 31. Dezember 2035 verlängert werden konnte. Damit sind 20 Arbeitsplätze in Bronnbach und die energetische Sanierung des Gebäudes für 1,6 Millionen Euro langfristig gesichert.
Auch der 2024 zustande gekommene Zusammenschluss von sechs Tourismusgemeinschaften sowie des Rhein-Neckar-Kreises zur zweitgrößten Dach-Destinationsmanagement-Organisation (DMO) Baden-Württembergs mit dem Namen „Tourimia Tourismus GmbH“ hat zur weiteren Belebung Bronnbachs mit fünf Arbeitsplätzen für deren Geschäftsstelle geführt.
Seit der Eigenbetrieb Kloster Bronnbach vor einigen Jahren aufgelöst und in das Landratsamt zurück überführt wurde, wurde streng auf die Kostendeckung von Veranstaltungen in Bronnbach geachtet. Damit hat Landrat Christoph Schauder die Rückendeckung des Kreistags gewonnen. „Bei aller Sanierungsnotwendigkeit in Bronnbach müssen die wesentlichen Pflichtaufgaben des Landkreises wie beispielsweise die Instandhaltung der drei beruflichen Schulstandorte immer Vorrang haben“, erklärte Schauder.
Zuletzt lobte der Landrat die Kooperation mit der Distelhäuser Brauerei: Die Umbenennung des bisherigen Kellerbiers in „Cellarius – Gebraut für das Kloster Bronnbach“ sei die beste Werbung für das Kloster.
Im anschließenden Bericht des Vorsitzenden wurden die verschiedenen Engagements des Freundeskreises aufgeführt: In den Jahren 2023 und 2024 wurde eine stark beschädigte Putte für 7500 Euro restauriert. Im Jahr 2024 hat sich der Freundeskreis dann dem Kräutergarten gewidmet. Diese sehr kostspielige und langwierige Aufgabe hat sich bis 2025 hingezogen und erforderte eine Investition von 19.500 Euro. Mit dieser Investition und dank der Projektbegleitung des Garten- und Landschaftsbaus Uihlein aus Königheim konnten die Beete mit zahlreichen Kräutern bestückt werden, beispielsweise mit Thymian, Lavendel, Mönchspfeffer und Baldrian. Seit der Neuanlage des Kräutergartens gibt es im Veranstaltungskalender des Kloster Bronnbach auch zahlreiche Kräuterworkshops.
Für das Archiv in Bronnbach wurden Aufbewahrungsmappen für 500 Euro angeschafft. Angesichts des Umfangs der Aufgaben warb der Vorsitzende dringend um größere Spenden im vier- und fünfstelligen Bereich.
Nach dem Bericht des Schatzmeisters Peter Vogel mit den Kontoständen der Jahre 2023 und 2024 und den Einnahmen und Ausgaben für diese beiden Zeiträume wurde Dezernentin Ursula Mühleck zur Versammlungsleiterin gewählt. Sie verlas den Bericht der Kassenprüfer, die eine einwandfrei Kassenprüfung bescheinigten, und empfahl die Entlastung von Vorstand und Geschäftsführung, was einstimmig erfolgte.
Mühleck leitete dann ebenfalls die Vorstandswahlen. Alle Wahlen erfolgten in separaten Wahlgängen per Handzeichen und verliefen einstimmig ohne Gegenstimmen und Enthaltungen. Alle Gewählten haben die Wahl angenommen.
Gewählt sind Altlandrat Georg Denzer aus Tauberbischofsheim als bisheriger und jetziger Vorsitzender, Klaus Wunderlich aus Bad Mergentheim als bisheriger und jetziger Stellvertretender Vorsitzender, Michael Grethe aus Tauberbischofsheim als bisheriger und jetziger Schriftführer und Peter Vogel aus Tauberbischofsheim als bisheriger und jetziger Kassenwart.
Dazu wurde ein sechsköpfiger Beirat mit namhaften Persönlichkeiten aus dem Main-Taubertal gewählt. Ihm gehören Dr. Ing. e.h. Manfred Wittenstein aus Bad Mergentheim, Gabriele König aus Wertheim, Walter Kurtz aus Hasloch, Oberbürgermeister a.D. Stefan Mikulicz aus Wertheim, Dr. Jörg Paczkowski aus Wertheim und Prof. Dr. Miriam Unterlass aus Würzburg an.
Der Versammlung endete in gemütlicher Runde bei Vesperteller und Getränken in der Vinothek.