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04.04.2025

Fachtag "KI und Schule": Künstliche Intelligenz auf dem Weg in das Klassenzimmer

Das Kreismedienzentrum (KMZ) Main-Tauber-Kreis in Distelhausen hat kürzlich den ersten Fachtag „KI und Schule“ für Lehrkräfte aus der Region organisiert. Die Veranstaltung bot den Teilnehmern mit 30 Vorträgen und Workshops spannende Informationen zu den neuesten Entwicklungen der Künstlichen Intelligenz (KI) und Einblicke in deren Anwendung im Bildungswesen.

„Ich freue mich, dass dieses Event bei den Lehrkräften großes Interesse geweckt hat. Mehr als 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind ein Beleg dafür, dass die KI sich als Schwerpunktthema in der Bildungslandschaft etabliert. Mit dieser Entwicklung gehen Chancen für innovative Lernansätze einher, aber auch Herausforderungen im Umgang mit der neuen und komplexen Technik. Der sensible und verantwortungsvolle Umgang damit muss gerade bei jungen Menschen intensiv geschult werden. Ich bedanke mich bei dem Kreismedienzentrum und allen beteiligten Partnern, dass wir mit dieser Veranstaltung hierfür eine vernünftige Plattform schaffen“, betonte Ursula Mühleck, Dezernentin für Kreisentwicklung und Bildung beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis.

„Mit dem heutigen Fachtag zeigen wir die komplette Bandbreite der Künstlichen Intelligenz. Unser Ziel ist es, schlummernde Potentiale zu nutzen und Gefahrenquellen im Umgang mit der Technik zu minimieren. Ich freue mich auf einen spannenden Austausch“, erklärte Ulf Neumann als Leiter des KMZ.

In seinem Vortrag „Potentiale und Perspektiven – KI in der Schule“ erläuterte Dr. Thomas Irion, Direktor des Zentrums für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd, inwiefern die Künstliche Intelligenz den Bildungssektor in den kommenden Jahren grundlegend verändern wird. Dabei verwies er auf zentrale Herausforderungen wie gesellschaftliche Veränderungen, fehlende Basiskompetenzen und den zunehmenden Lehrkräftemangel. Dr. Irion betonte, dass KI nicht nur einen effizienteren Unterricht ermöglichen kann, sondern auch das Potential besitzt, die Inklusion und die individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern zu verbessern.

Er unterstrich vier wesentliche Argumente für den Einsatz von KI in der Bildung. Die KI sei bereits Teil des Alltags von Kindern und Jugendlichen (Lebensargument) und es sei die Aufgabe der Schulen, darauf zu reagieren. KI-Kompetenzen seien außerdem essenziell für die Arbeitswelt von morgen (Zukunftsargument). Zudem könne die KI personalisierte Lernangebote schaffen und Lehrkräfte unterstützen (Lernargument), Routineaufgaben übernehmen und den Fokus auf die pädagogische Arbeit stärken (Effizienzargument).

Ein weiterer Höhepunkt des Fachtags war der Vortrag von Alexander Fischer vom Medienzentrum Mittelbaden. Er zeigte auf, welche konkreten Anwendungsmöglichkeiten die KI bereits heute im Schulalltag bietet und welche Herausforderungen sich daraus ergeben. Er stellte verschiedene Felder vor, in denen KI zum Einsatz kommt, beispielsweise beim Verfassen und Verbessern von Texten mithilfe von ChatGPT, bei automatischen Korrekturen von Schülerarbeiten mit KI-gestützten Tools, bei der Zusammenfassung von Dokumenten dank KI-gestützter PDF-Analysetools, bei der Planung von Unterrichtseinheiten sowie bei der Bild- und Videobearbeitung. Er regte eine Diskussion über die zukünftige Prüfungs- und Leistungskultur an: „Wenn Abiturklausuren von unseren Smartphones geschrieben werden können, sollten wir entweder den Smartphones ein Abi-Zeugnis ausstellen oder die Prüfungsaufgaben ändern“, betonte Alexander Fischer.

Nach den Vorträgen bot der Fachtag vielfältige Workshops, die praktische Anwendungen und fachdidaktische Ansätze zur Integration von KI in den Unterricht thematisierten. Hierzu zählten beispielsweise die Grundlagen und Funktionsweisen von KI, der Einsatz im Fachunterricht, der Umgang mit Bild- und Textgeneratoren sowie die Unterstützung individueller Lernpfade mithilfe der Technologie.

Weitere Informationen zu den Vorträgen und eine detaillierte Übersicht der Workshops finden sich auf der Website www.kmz-tbb.de.

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