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13.05.2025

Einsturzgefährdete Mauern gesichert: Burg Boxberg ist Denkmal des Monats Mai 2025

Die wenigen Reste der Burgruine Boxberg stehen nun wieder stabil: Mehrere Stellen des verbliebenen Mauerwerks, die schon am Einstürzen waren, sind neu befestigt oder restauriert worden. Die Denkmalstiftung Baden-Württemberg ernennt die Burg Boxberg zum Denkmal des Monats Mai.

Der Heimatverein Boxberg e.V., der sich seit Jahren der Ruine und ihrer Erhaltung annimmt, hat auch bei diesem Wiederaufbau Regie geführt. Die Burganlage auf einem Hangsporn oberhalb der gleichnamigen Stadt im Main-Tauber-Kreis reicht mindestens bis ins 12. Jahrhundert zurück. Mehrfach wurde sie in ihrer langen Geschichte zerstört und wieder aufgebaut.

Heute sind von der ausgedehnten Anlage auf dem Schlossberg noch Reste eines Rundturms, Teile der Ringmauer, Gewölbekeller, Kasemattengang, Brunnen und Wallgraben erhalten. Sie stammen zum Großteil aus dem späteren Mittelalter und zeugen von der regionalen Herrschafts- und Siedlungsgeschichte Boxbergs. Jahrhundertelang herrschten auf dem Schlossberg die Ritter von Rosenberg und Kurpfalz Heidelberg, zuletzt auch einige Jahrzehnte das Hochstift Würzburg. Mit dem Bau des Kurpfälzischen Amtshauses unten in der Stadt begann 1748 der allmähliche Abbau und Ausverkauf der baufällig gewordenen Burg. Durch die Spende des Freiherrn Ulrich von Boxberg konnte der Heimatverein Boxberg 1893 den Schlossberg mit Burgruine kaufen und unter Schutz stellen lassen. Seither pflegt er mit der Stadt Boxberg das Areal.

Die Denkmalstiftung Baden-Württemberg hat die Sanierung der Burg Boxberg mit einem Zuschuss von 7000 Euro unterstützt.

Denkmalstiftung Baden-Württemberg

Nach ihrem Motto „Bürger retten Denkmale“ fördert die Denkmalstiftung Baden-Württemberg insbesondere private Initiativen und gemeinnützige Bürgeraktionen, die sich für die Erhaltung von Kulturdenkmalen im Land engagieren. 46 Projekte hat die Stiftung bürgerlichen Rechts im vergangenen Jahr unterstützt.

Seit ihrer Gründung vor 40 Jahren hat sie über 1700 Vorhaben mit weit über 69 Millionen Euro gefördert, um Baudenkmale vor dem Verfall zu retten. Zwei Drittel davon waren Anträge von Privaten, Fördervereinen und Bürgerinitiativen. Möglich war dies, weil sie neben den Erträgen aus dem Stiftungskapital auch erhebliche Mittel aus der Lotterie GlücksSpirale erhält. Für die Förderung und die Öffentlichkeitsarbeit zum Denkmalschutz bleibt die Denkmalstiftung Baden-Württemberg aber mehr denn je auf großzügige Spenden angewiesen.

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