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27.03.2026

Denkmalschutzpreis für Privateigentümer ausgeschrieben

Der Schwäbische Heimatbund stiftete im Jahr 1978 den Peter-Haag-Preis mit dem Ziel, privates Engagement in der Denkmalpflege zu wecken und soweit wie möglich auch zu unterstützen. Damit wird dieser einzige private Denkmalschutzpreis in Baden-Württemberg im Jahr 2026 bereits zum 39. Mal vergeben. Dies geschieht in Partnerschaft mit dem Landesverein Badische Heimat und mit großzügiger Unterstützung der Wüstenrot Stiftung.

Der Denkmalschutzpreis Baden-Württemberg ist eine Auszeichnung für die beispielhafte denkmalpflegerische Leistung, die Privatpersonen für die Erhaltung und die Pflege ihres Eigentums erbracht haben. Prämiert werden Gebäude, die innen wie außen denkmalpflegerisch erhalten, gepflegt und erneuert wurden. Mit dem Preis wollen die beteiligten Partner ein Zeichen für mehr Engagement bei der Erhaltung und Renovierung von Kulturdenkmalen und Altbauten setzen.

Denkmalpflegerisch beispielhaft können Maßnahmen sein, die das Gebäude in seinem historisch gewachsenen Erscheinungsbild so weit wie möglich bewahren und damit ein Stück Geschichte erhalten. Dabei kann das Spektrum von bescheidenen, handwerklich soliden Lösungen bis hin zu bewusst modernen Akzentuierungen reichen, wenn sie das Kulturdenkmal pfleglich behandeln und gestalterische Maßnahmen sich in das historische Erscheinungsbild einfügen.

Bewerben können sich private Eigentümer, bei deren Gebäude der Abschluss der Erneuerung nicht länger als vier Jahre zurückliegt. Auch beteiligte Architekten und weitere Experten können Projekte vorschlagen. Diese müssen nicht zwingend unter Denkmalschutz stehen. Bewerbungen sind dabei nicht nur auf Kulturdenkmale im Sinne des Denkmalschutzgesetzes von Baden-Württemberg beschränkt, sondern ausgedehnt auf Bauten, die die denkmalpflegerische Erhaltung im Zusammenhang mit einer dem Gebäude angemessenen Nutzung zeigen.

Der unter Bauherrschaften, Architekturbüros und Denkmalpflege renommierte Preis will die Vielfalt und Besonderheiten der Baukultur in Baden-Württemberg sowie das Engagement zu deren Erhaltung hervorheben und öffentlich würdigen. Die Spanne reicht von mittelalterlichen Gebäuden bis zu stilprägenden Bauten des 20. Jahrhunderts.

„Die Jury würdigt Maßnahmen, bei denen die historisch gewachsene Gestalt des Gebäudes innen wie außen so weit wie möglich bewahrt wurde. Das schließt zukunftsweisende und beispielhafte Umnutzungen oder moderne Akzente nicht aus, wenn sie sich denkmalgerecht einfügen“, betont Dr. Bernd Langner, Geschäftsführer des Schwäbischen Heimatbundes und Mitglied der Fachjury.

Neben dem Geldpreis erhalten die Preisträgerinnen und -träger sowie die Architekten und Restauratoren Urkunden. Zudem wird den Eigentümern eine Bronzetafel zum Anbringen an das Gebäude überreicht. Bewerbungsschluss ist am Donnerstag, 30. April.

Weitere Informationen sowie die Broschüre mit allen notwendigen Angaben zur Ausschreibung finden sich unter www.denkmalschutzpreis.de. Die öffentliche Preisvergabe findet Anfang 2027 statt.

Bei Fragen steht die untere Denkmalschutzbehörde des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis zur Verfügung. Ansprechpartnerin ist Susanne Hopf, E-Mail: susanne.hopf@main-tauber-kreis.de, Telefon: 09341/82-5739.

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