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Umwelttechnologe für Wasserversorgung (m/w/d)

Ohne sie läuft nichts

Mein allererster Tag als Jobcheckerin begann im Büro der Umwelttechnologinnen und -technologen für Wasserversorgung bei der Stadt Lauda-Königshofen. Hier laufen schon früh morgens ganz wichtige Informationen des Tages ein, wie zum Beispiel der Füllstand der einzelnen Hochbehälter oder der aktuelle Wasserverbrauch verschiedener Gemeinden. So können direkt Rohrbrüche oder Probleme bei der Wasserversorgung im Umkreis ausgeschlossen werden. Auf dem Bildschirm kann man alle Informationen genau verfolgen und schon hier wurde mir bewusst, wie viel Technik und Planung hinter so etwas Alltäglichem steckt wie dem Wasser, das bei uns selbstverständlich aus dem Hahn kommt.

Nachdem die Aufgaben des Tages im Team besprochen wurden, ging es los zu den Hochbehältern und Pumpwerken, die wöchentlich geprüft werden müssen. Dabei gibt es hochmoderne Anlagen, mit digitalen Anzeigen aber auch ältere Modelle, bei denen man noch über eine Leiter unter die Erde steigen muss. Ziemlich abwechslungsreich und teilweise auch körperlich herausfordernd.

Hier habe ich allerdings gelernt, dass im Bereich der Wasserversorgung ständig Technologien modernisiert und weiterentwickelt werden. Es wird also nie langweilig!

In riesigen Becken lagert das Trinkwasser und große Pumpen sorgen dafür, dass es tagtäglich bei uns ankommt. Dieses große und komplexe System hinter unserem Trinkwasser zu sehen, war unfassbar spannend!

Das ist allerdings nur ein winziger Teil der Aufgaben der Umwelttechnologinnen und -technolgen für Wasserversorgung. Neben dem Kontrollieren und Warten der Hochbehälter und Pumpwerke sind sie auch für die Reparatur kaputter Rohre und sogar für ganz neue Rohrverlegungen zuständig. Sie wechseln regelmäßig die Wasserzähler in allen Haushalten im Umkreis und auch Bereitschaftsdienst gehört zu den zahlreichen Aufgaben dieses Berufs. Dabei muss man rund um die Uhr erreichbar sein, falls ein Rohrbruch entsteht. Dann heißt es zunächst, den Bruch zu finden und ihn anschließend zu reparieren.

Neben den praktischen Arbeiten gehören aber auch Qualitätssicherungen dazu. Unser Trinkwasser muss regelmäßig überprüft werden, um sicherzustellen, dass es zu jeder Zeit den hohen Standards entspricht. Dafür müssen Proben genommen und in ein Labor eingeschickt werden. Auch die Reinigung der großen Wasserbehälter ist eine wichtige Aufgabe der Umwelttechnologinnen und -technologen, die die Sauberkeit unseres Wassers zusätzlich sichert.
Kundenkontakt ist bei der vielen handwerklichen Arbeit aber nicht zu vernachlässigen. Wenn beispielsweise ein Wasseranschluss überprüft und erklärt werden muss oder ein Rohrbruch in einem Haus vorliegt, sind sie die direkten Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger.

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist extrem vielseitig. Ich durfte einen frisch ausgelernten Umwelttechnologen interviewen, der mir erzählt hat, dass man in der Ausbildung sowohl schon praktisch anpackt als auch theoretisch arbeiten muss. Vom Rohr verlegen über chemische Formeln bis hin zur Laborarbeit ist alles dabei. Wer also Lust auf handwerkliche Arbeit hat, aber auch Interesse an naturwissenschaftlichen Themen mitbringt und zusätzlich Spaß an Teamarbeit und Kundenkontakt hat, findet in diesem Ausbildungsberuf eine spannende Mischung.

Am Ende meines Tages war ich echt beeindruckt, wie unfassbar wichtig dieser Beruf ist. Jeder dreht täglich den Wasserhahn auf, ohne wirklich darüber nachzudenken, woher das Wasser überhaupt kommt. Es ist aber keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis der verantwortungsvollen Arbeit unserer Umwelttechnologinnen und -technologen für Wasserversorgung. Ein Beruf, den viele zwar gar nicht richtig kennen, der aber unverzichtbar ist!

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