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Medizinischer Technologe (m/w/d) Fachrichtung Radiologie (MTR)

Wenn Technik Leben rettet

Am dritten Tag meiner Job-Checker-Woche ging es für mich in die Radiologie des Caritas-Krankenhauses Bad Mergentheim. Heute durfte ich mir den Beruf der medizinischen Technologinnen und Technologen für Radiologie (MTR) anschauen.

Bereits der Rundgang durch die Station lässt erkennen, wie vielseitig man in diesem Beruf arbeiten kann. Vom klassischen Röntgen über MRT und CT bis hin zur DSA, Nuklearmedizin und Strahlentherapie. All das sind Bestandteile der dreijährigen Ausbildung.

Auch wenn in der Radiologie häufig Routineuntersuchungen anstehen, sind auch Notfälle Teil des Alltags. Die Radiologie ist hier meist die erste Anlaufstelle, um den medizinischen Notfall so schnell wie möglich erkennen zu können und um lebensgefährliche Verletzungen und Zustände im Körper zu diagnostizieren. In so einer Situation habe ich gemerkt, wie zentral MTR für schnelle und sichere Versorgung sind. Sie agieren hier nicht nur als medizinische Technologinnen und Technologen, sondern sind Teil eines Teams, das Leben rettet.

Dass man als MTR sogar bei kleinen Eingriffen dabei ist, habe ich in der DSA erfahren. Hier werden verstopfte oder verengte Blutgefäße sichtbar gemacht und behandelt. Es war unglaublich spannend zu sehen, wie präzise und verantwortungsvoll hier gearbeitet wird. Ich durfte das dafür verwendete Material genau betrachten, anfassen und sogar ausprobieren, wie man sich für solche Eingriffe steril einkleidet. Das hat mir nochmal besonders gezeigt, wie wichtig hier ist, dass jeder Handgriff sitzt.

An meinem Praktikumstag konnte ich auch miterleben, wie zentral der Strahlenschutz in diesem Beruf ist. Als MTR trägt man eine große Verantwortung für die Patienten. Zum Beispiel auch dafür, dass sie gut vor Strahlung geschützt sind und wirklich nur der niedrigsten Menge an Strahlung ausgesetzt werden, um zwar eine Diagnose zu ermöglichen, aber keine gesundheitlichen Schäden zu riskieren. Auch sich selbst muss man als MTR schützen und stets aufpassen, dass man sich keiner oder nur kaum Strahlung aussetzt. Nichts desto trotz: der Schutz der Mitarbeitenden ist sichergestellt und wird regelmäßig kontrolliert.

Zur weiteren Verantwortung als MTR gehören natürlich die Bilder, die man vom Patienten erstellt. Egal ob Röntgen, CT oder MRT, sie sind die Grundlage für eine ärztliche Diagnose und somit essentiell für die Behandlung des Patienten. Dadurch, dass sie wegen der Strahlenbelastung nicht einfach beliebig wiederholt werden können und es oft auch schnell gehen muss, ist es umso wichtiger, dass man hier präzise arbeitet. Und auch, wenn man als MTR keine eigene Diagnose stellen darf, ist man oft die erste Person, die Auffälligkeiten auf den Bildern feststellen kann.

Neben dem ganzen technischen, physikalischen, chemischen und biologischen Wissen, das man als MTR im Alltag braucht, kommt auch der Patientenkontakt hier nicht zu kurz. Sowohl kleine Kinder als auch Senioren gehören zu den Patienten und man muss sich gut auf verschiedene Menschen einstellen können. Man begleitet sie durch die Untersuchungen und ist dabei ein Ansprechpartner, der von jedem Patienten anders behandelt und auch anders gebraucht wird. Empathie und Verständnis sind hier von großer Bedeutung.

Am Ende meines Praktikums war ich einfach nur begeistert, wie spannend dieser Beruf ist. Von Routineuntersuchung über operative Eingriffe bis hin zu klinischen Notfällen ist man als MTR mitten im Klinik-Geschehen. Besonders positiv ist mir auch der Teamgeist im Gedächtnis geblieben. Egal ob untereinander in der Radiologie oder im Austausch mit anderen Stationen, hier arbeiten wirklich alle Hand in Hand, um die Patienten bestmöglich zu versorgen. Während eines medizinischen Notfalls an meinem Praktikumstag konnte ich hautnah miterleben, wie unfassbar wichtig diese Teamarbeit ist und wie sie sogar Leben rettet.

Wenn einem der Krankenhausalltag und die Schichtarbeit allerdings nicht zusagen, kann man als MTR auch in einer niedergelassenen Praxis für Radiologie arbeiten und hier zwar weniger akute Fälle, aber dafür geregelte Arbeitszeiten ohne Schichtarbeit erleben.

Ich habe gelernt, dass der Beruf der medizinischen Technologinnen und Technologen im Fachbereich Radiologie ein super vielseitiger medizinischer Beruf ist, der komplexes Wissen in allen naturwissenschaftlichen Bereichen sowie eine hohe soziale Kompetenz fordert. Man trägt eine große Verantwortung für die Patienten und sorgfältiges Arbeiten ist hier das A und O.

Der Beruf zeigt, wie spannend die Verbindung von Hightech, Medizin und Patientenkontakt sein kann und vor allem, wie unverzichtbar MTR für die moderne Medizin und jede Klinik sind!

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