Ehemaliges "Paradies der Kleinstaaterei"
Erste Spuren der Besiedlung stammen aus dem Jahr 5500 vor Christus, im Mittelalter wurde das Taubertal Teil des Gebietes Ostfranken und im 18. Jahrhundert „Paradies der deutschen Kleinstaaterei“ mit verschiedenen, überwiegend kleinstaatlichen Territorien. Der Süden des heutigen Main-Tauber-Kreises gehörte zur Freien Reichsstadt Rothenburg und der Markgrafschaft Ansbach, Weikersheim zum hohenlohischen Gebiet, Mergentheim zum Deutschen Orden, Tauberbischofsheim zum Kurfürstentum Mainz und Wertheim war selbständige Grafschaft.
Zwischen 1803 und 1809 wurden im Zuge der Säkularisierung der Süden (bis Mergentheim) dem Königreich Württemberg und der nördliche Teil dem badischen Landeshoheitsgebiet zugesprochen.
1938 wurden der Landkreis Mergentheim und der Landkreis Tauberbischofsheim geschaffen.
Diese wurden 1973 gemeinsam mit fünf Gemeinden aus dem ehemaligen Landkreis Buchen zum Main-Tauber-Kreis zusammengeführt. Kreissitz ist in Tauberbischofsheim. Diese Reform hat sich bestens bewährt. Auf diese Weise ist eine Verwaltungseinheit von bis heute zeitgemäßer Größe entstanden, die eine effiziente Arbeit und das notwendige Maß an Bürgernähe und Ortskenntnis gewährt.
Dies gilt mehr denn je seit der Verwaltungsstrukturreform 2005, bei der zahlreiche zuvor selbständige untere Verwaltungsbehörden in die Kreisverwaltungen eingegliedert wurden.
Dem Zusammenschluss der Altlandkreise folgten Fusionen von Verbänden und Organisationen. Den Anfang machten die Handwerkerschaften Tauberbischofsheim und Bad Mergentheim, die sich zur Kreishandwerkerschaft Main-Tauber-Kreis zusammengeschlossen haben. Die Kreisbauernverbände Tauberbischofsheim und Mergentheim vereinigten sich zum Kreisbauernverband Main-Tauber-Kreis. Die Kreisfeuerwehrverbände Main-Tauber-Nord und Main-Tauber-Süd schlossen sich zum Kreisfeuerwehrverband Main-Tauber zusammen. Die Kreissparkasse Mergentheim und die Sparkasse Tauberfranken kamen zur Sparkasse Tauberfranken zusammen.