Weitere Förderung der Bio-Musterregion wird angestrebt - Kreistag nimmt den Finanzzwischenbericht 2026 zur Kenntnis

Der Kreistag des Main-Tauber-Kreises hat vor kurzem im Landratsamt getagt. Erster Landesbeamter Florian Busch informierte das Gremium über die beabsichtigte Bewerbung für einen weiteren Förderzeitraum der Bio-Musterregion. Darüber hinaus nahm das Gremium den Finanzzwischenbericht zur Kenntnis.

Der Main-Tauber-Kreis bewirbt sich um eine dreijährige Verlängerung als Bio-Musterregion über den September 2027 hinaus. Das Projekt tragen der Landkreis (Leadpartner), der Bauernverband Main-Tauber-Kreis und der Tourismusverband „Liebliches Taubertal“ e.V. gemeinsam, um regionale Wertschöpfungsketten zu stärken. Im Fokus steht die Vermarktung heimischer Erzeugnisse im partnerschaftlichen Miteinander von ökologischer und konventioneller Landwirtschaft. Bei erfolgreicher Bewerbung schließt der Kreis eine Zielvereinbarung mit dem Land ab.

Nach den Feststellungen im Finanzzwischenbericht 2026 zeichnet sich im Kreishaushalt erneut eine negative Entwicklung ab, die insbesondere durch gesetzliche Pflichtaufgaben ohne auskömmliche Gegenfinanzierung durch das Land Baden-Württemberg hervorgerufen wird. Die ordentlichen Erträge sinken gegenüber dem Planansatz, da beispielsweise ein geringeres Grunderwerbsteueraufkommen erwartet wird und auch weitere Erträge voraussichtlich hinter den Ansätzen zurückbleiben. Obwohl die ordentlichen Aufwendungen gegenüber dem Planansatz leicht gesunken sind, driften die Erträge und die Aufwendungen insbesondere im Sozialbereich immer stärker auseinander. Der im Plan angesetzte Fehlbetrag von circa 6,71 Millionen Euro für das Gesamtergebnis wird sich daher in der Prognose voraussichtlich auf 7,31 Millionen Euro erhöhen. Damit setzt sich der negative Trend der Vorjahre nahtlos fort.

Das Gremium fasste zudem den Baubeschluss für die Sanierung der Sporthalle am Beruflichen Schulzentrum in Wertheim-Bestenheid. Nach einem massiven Wassereinbruch werden das Flachdach abgedichtet sowie die Heizungs- und Lüftungsanlagen modernisiert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,6 Millionen Euro.

Ferner stimmten die Kreistagsmitglieder dafür, den Betreuungsverein der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderungen Main-Tauber-Kreis e.V. für die Jahre 2026 bis 2028 weiterhin finanziell zu unterstützen. Der Verein gewinnt, qualifiziert, berät und begleitet ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer, informiert Bürgerinnen und Bürger zu Vorsorgevollmachten sowie Patientenverfügungen und übernimmt selbst rechtliche Betreuungen.

Darüber hinaus gab es personelle Änderungen bei den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses. Der Kreistag wählte Tim Döke als ordentliches stimmberechtigtes Mitglied in das Gremium. Er vertritt die Jugendverbände im Ausschuss und folgt auf den ausgeschiedenen Michael Geidl. Als stellvertretendes stimmberechtigtes Mitglied für die Vertretung der Jugendverbände wurde Manuel Vath gewählt, der Kurt Baumann ablöst.

Außerdem beschloss das Gremium die Änderung des Gesellschaftsvertrages der Mittelstandszentrum Tauberfranken GmbH. Damit wird das Vertragswerk insbesondere an aktuelle kommunalrechtliche Vorgaben angepasst und ermöglicht künftig auch digitale Sitzungsformate.

Unter www.main-tauber-kreis.de/buergerinfoportal-kreistag können die Beschlussvorlagen zur Sitzung und in Kürze auch die Beschlüsse eingesehen werden.