Volkstrauertag: Stille Demonstration für den Frieden

Der Volkstrauertag wird bundesweit am 15. November begangen. Viele Bürgerinnen und Bürger fragen sich, warum sie die Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag in ihrer Gemeinde besuchen sollten. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. nennt gute Gründe.

1954 wurde der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. von der Regierung Adenauer beauftragt, die Kriegstoten des Zweiten Weltkriegs zu bergen und beizusetzen. Dies macht der gemeinnützige Verein heute noch immer, setzt sich dazu noch für Versöhnung, Verständigung und Friedenserziehung ein. Der Volkstrauertag ist dabei ein zentrales Zeichen gegen das Vergessen, gegen Feindschaft und für eine demokratische Gesellschaft.

„Der Volkstrauertag ist mehr als nur ein Rückblick in die Geschichte. Er ist eine stille Demonstration für den Frieden, gegen Hetze, Hass und Gleichgültigkeit. Jeder Kriegsgräberfriedhof, jeder Grabstein erinnert an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft, in der Vergangenheit ebenso wie in der Gegenwart“, schreibt der Volksbund.

Friedensarbeit beginnt im Kleinen, betont der Volksbund: mit Begegnungen junger Menschen, mit Bildungsprojekten und mit dem gemeinsamen Erinnern. Gerade jetzt sei es wichtig, der Gleichgültigkeit entgegenzutreten und sich aktiv für die europäischen Werte einzusetzen.

Die Teilnahme an den lokalen Gedenkveranstaltungen am Sonntag, 15. November, ist laut Volksbund ein Zeichen der Solidarität mit den Opfern von Krieg und Gewalt, mit all jenen, die sich weltweit für Frieden engagieren.

Denn wer die Folgen von Krieg vergesse, laufe Gefahr, sie zu wiederholen. Von daher bittet der Volksbund als Initiator dieses Gedenktages herzlich um Teilnahme an den lokalen Gedenkveranstaltungen, damit viele Menschen ein stilles Zeichen für den Frieden senden.