Ausbau des Radweges entlang der B 27 vorgesehen - Kreis übernimmt Planung zwischen Königheim und Weikerstetten
Zwischen dem Teilort Weikerstetten und dem Hauptort der Gemeinde Königheim soll der Radweg entlang der Bundesstraße 27 ausgebaut werden. Die Planung übernimmt das Amt für Straßen- und Radwegebau des Landratsamtes. Dies geschieht im Auftrag des Landes Baden-Württemberg für den Bund. Eine entsprechende Vereinbarung mit dem Land hat nun Landrat Christoph Schauder im Beisein von Mobilitätsdezernentin Ursula Mühleck und des Amtsleiters für Straßen- und Radwegebau, Markus Metz, unterzeichnet.
„Wir übernehmen gerne diesen Planungsauftrag, damit dieses wichtige Projekt schnellstmöglich umgesetzt werden kann. Es ist mir ein sehr wichtiges Anliegen, dass wir beim Ausbau der Alltagsradwege in unserem Landkreis weiterhin so gut vorankommen. Bereits jetzt sind wir der ‚Landkreis des Radwegebaus‘ in Baden-Württemberg und tragen damit engagiert dazu bei, diese umweltfreundliche Art der Mobilität bestmöglich zu fördern“, erklärte Landrat Christoph Schauder.
Verbindung zwischen Hardheim und Tauberbischofsheim im „RadNETZ BW“
Der „straßenbegleitende Radweg“, wie es offiziell heißt, soll auf rund 800 Meter ausgebaut werden. Da der Radweg innerhalb von Weikerstetten die Straßenseite wechseln wird, ist dort zudem eine Querungshilfe vorgesehen. Als überregionaler Radweg im „RadNETZ BW“ wird es seine Aufgabe sein, die Gemeinde Hardheim im Neckar-Odenwald-Kreis mit der Kreisstadt Tauberbischofsheim im Main-Tauber-Kreis zu verbinden.
„Aktuell ist zwar bereits ein solcher Radweg vorhanden. Allerdings ist dieser mit einer Breite von teilweise unter zwei Metern sehr schmal ausgebaut und der Abstand zur Bundesstraße 27 ist viel zu gering. Durch den Ausbau wird die Verkehrssicherheit für Radfahrerinnen und Radfahrer erheblich verbessert. Auch fehlt derzeit zwischen der B 27 und dem bestehenden Radweg eine funktionale Entwässerungseinrichtung“, machte Amtsleiter Metz deutlich. Der Radweg selbst soll auf 2,50 Meter verbreitert werden. Da auch noch die Entwässerungsmulde und beidseits je 50 Zentimeter Bankett vorgesehen sind, wird der „verfügbare Platz für Radfahrer deutlicher zunehmen als es das Maß von 50 Zentimetern zunächst vermuten lassen“, beschrieb Markus Metz die Planungen.
Voraussichtliche Kosten für den Bund bei 1,7 Millionen Euro
Wie Dezernentin Mühleck erläuterte, muss der geplante Radweg im Vergleich zur bisherigen Trasse um rund 1,5 bis zwei Meter in Richtung Hang verschoben werden. Damit würden Stützwände bis zu einer Höhe von vier Metern erforderlich. „Im Ergebnis werden sich die Gesamtkosten für den Radweg selbst, die Stützwände, die Entwässerungseinrichtung und die Querungshilfe auf circa 1,7 Millionen Euro belaufen. Diese Summe wird vollständig durch den Bund getragen werden“, sagte die Dezernentin.
Die Voruntersuchung durch das Amt für Straßen- und Radwegerbau ist abgeschlossen. Daraus wurden Pläne für den notwendigen Grunderwerb entwickelt. Das Landratsamt hat bereits die Gemeinde Königheim gebeten, den Grunderwerb im Auftrag des Bundes zu übernehmen. „Wir hoffen auf die Bereitschaft der Eigentümer, dieses wichtige Projekt durch den Verkauf der benötigten Flächen zu unterstützen“, betonte Dezernentin Mühleck. Erst nach dem Abschluss des Grunderwerbs wird das Amt für Straßen- und Radwegebau mit der Entwurfsplanung beginnen, so dass aktuell noch kein konkreter Zeitplan für die weiteren Schritte feststeht.