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17.04.2019

Polizeipräsident und neuer Stellvertreter bei Landrat Frank zu Gast

Polizeipräsident Hans Becker war bei Landrat Reinhard Frank zu Gast und hat ihm über die aktuelle Sicherheitslage im Main-Tauber-Kreis berichtet. Becker wurde vom neuen Vizepräsidenten Martin Feigl begleitet. An dem Gespräch nahm außerdem der Erste Landesbeamte Dr. Ulrich Derpa als ständiger allgemeiner Vertreter des Landrats teil.

Als aktuelles Problem bezeichnete der Polizeipräsident die Zunahme der Gewalt gegen Polizeibeamte. Präsidiumsweit habe es hier im Jahr 2018 einen Anstieg um zehn Prozent gegeben, im Main-Tauber-Kreis stieg die Zahl um fünf Prozent bzw. zwei Fälle. Auch im Main-Tauber-Kreis habe es bei öffentlichen Festen Fälle von Widerstand gegen Polizeibeamte bis hin zu Körperverletzungen gegeben. Landrat Frank sagte zu, das Thema in einer Bürgermeisterdienstversammlung aufzugreifen und hierbei auch das Projekt „Festkultur“ zum Jugendschutz bei öffentlichen Veranstaltungen wieder ins Blickfeld zu rücken. Wie der Polizeipräsident ergänzte, sei der Main-Tauber-Kreis erfreulicherweise nicht mehr der „Spitzenreiter“, was die Zahl der von Jugendlichen betrifft, die mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Dies könne auch auf das Projekt „Festkultur“ zurückgeführt werden.

Die Sicherheitslage insgesamt sei im Bereich des Polizeipräsidiums Heilbronn objektiv hervorragend, erklärte Polizeipräsident Becker. Insgesamt sei die Zahl der registrierten Straftaten im Jahr 2018 leicht zurückgegangen. Eine Zunahme gebe es bei der Zahl von Betrugsfällen per Telefon. Die Polizei bitte die Bevölkerung deshalb darum, auch telefonische Betrugsversuche zu melden, damit sie ein objektives Lagebild erhalten könne. Die Zahl der Fälle von schwerem Diebstahl sei stark rückläufig.

Beim Diebstahl im Rahmen von Wohnungseinbrüchen sei im Main-Tauber-Kreis erfreulicherweise die niedrigste Zahl seit fünf Jahren verzeichnet worden. Rund 20 Prozent der Wohnungseinbrüche können aufgeklärt werden. „Hier bewähren sich der hohe Ermittlungsdruck und die Aufklärung der Bevölkerung“, sagte Becker.

Der stellvertretende Politeipräsident Feigl ging auf die Statistik der Verkehrsunfälle ein, deren Zahl im Jahr 2018 präsidiumsweit um ein Prozent, im Main-Tauber-Kreis sogar um 6,0 Prozent zurückgegangen sei. Er betonte die gute Zusammenarbeit mit dem Landratsamt bei den Geschwindigkeitsmessungen.

Das Landratsamt hat bereits 2016 eine zweite, kreiseigene mobile Messanlage angeschafft und die Nutzung der Geräte durch die Einstellung zusätzlichen Personals im Jahr 2018 optimiert. Dadurch konnte die Zahl der festgestellten Geschwindigkeitsverstöße von 11.500 im Jahr 2017 auf 15.770 im Jahr 2018 gesteigert werden. Überhöhte Geschwindigkeit ist laut der Polizeistatistik die Hauptursache für Unfälle außerhalb geschlossener Ortschaften, so dass der Geschwindigkeitsmessung als präventive Maßnahme eine hohe Bedeutung zur Steigerung der Verkehrssicherheit zukommt.

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