Sprungziele
Startseite
Öffnungszeiten
Kontakt
Ideen & Beschwerden
Vorlesen
Seiteninhalt
19.10.2018

Qualität der Kindertageseinrichtungen im Kreis sehr gut

Die Qualität der Kindertageseinrichtungen im Main-Tauber-Kreis ist sehr gut. Diesen Schluss lässt eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung zu. Die Stiftung gibt eine Empfehlung zur Qualitätssicherung. Demnach sollte in Krippengruppen für Kinder unter drei Jahren jede vollzeitbeschäftige Fachkraft im Schnitt maximal 3,0 Kinder betreuen. Im Main-Tauber-Kreis hatten zum Zeitpunkt der Erhebung, im März 2016, die Fachkräfte in den Krippengruppen im Schnitt jeweils nur 2,9 Kinder zu betreuen. Damit ist die Empfehlung der Bertelsmann-Stiftung umgesetzt und sogar leicht übererfüllt. Noch besser sieht es bei der Kindergartengruppen ab drei Jahren aus. Hier empfiehlt die Stiftung, dass jede Fachkraft maximal 7,5 Kinder betreuen sollte. Im Main-Tauber-Kreis kamen im März 2016 jedoch nur 6,9 Kinder auf eine Fachkraft.

„Dieses sehr gute Ergebnis zeigt, dass die Träger der Kindertageseinrichtungen ihrer Verantwortung vollauf gerecht werden“, erklärt Landrat Reinhard Frank. Dabei handelt es sich vorwiegend um die Städte und Gemeinden mit ihren kommunalen Kindergärten sowie die beiden großen christlichen Kirchen. Insbesondere ist die Versorgung im Main-Tauber-Kreis erheblich besser als im bundesweiten Schnitt. Eine vollzeitbeschäftige Fachkraft hat in Deutschland in Krippengruppen im Schnitt 4,3 Kinder zu betreuen, in Kindergartengruppen 9,2 Kinder.

Die Bertelsmann-Stiftung hat die Personalschlüssel der Kindertageseinrichtungen in den 402 Kreisen und kreisfreien Städten ausgewertet. Dabei zeigten sich enorme Unterschiede sowohl im Vergleich der Länder untereinander als auch innerhalb der Länder selbst. Dies gilt sowohl für die Krippengruppen mit Kindern unter drei Jahren als auch für die Kindergartengruppen mit Kindern ab drei Jahren. Die beste Personalausstattung liegt gemäß der Studie in Baden-Württemberg vor. In Krippengruppen beträgt der Personalschlüssel landesweit 3,0 Kinder pro Fachkraft, in den Kindergartengruppen 7,2 Kinder. Somit ist der Personalschlüssel im Main-Tauber-Kreis auch besser als im Landesschnitt. Baden-Württemberg war bereits bei der Bertelsmann-Studie mit den Werten zum Stichtag 1. März 2012 bundesweiter Spitzenreiter.

„Steigende Kinderzahlen sowie auch zunehmend unterschiedliche Bedürfnisse und Bedarfe von Kindern und Eltern stellen die Kindertageseinrichtungen und die Kommunen vor neue Herausforderungen. Die Eltern müssen ein gutes Gefühl in Bezug auf die Betreuung und Erziehung Ihrer Kinder haben. Neben der quantitativen Ausstattung spielen Qualitätsaspekte eine zunehmend wichtige Rolle“, erklärt Landrat Frank weiter. Der aktuell zwischen dem Land Baden-Württemberg und den kommunalen Spitzenverbänden ausgehandelte Pakt für gute Bildung und Betreuung soll dazu weitere Impulse geben. Darauf zielt auch das geplante Gute-Kita-Gesetz des Bundes ab, das in Baden-Würtemberg den Pakt für gute Bildung und Betreuung ergänzen wird. „Damit wird auch in Zukunft ein besonderes Augenmerk auf die notwendige Fachkraftausstattung gerichtet sein“, sagt der Landrat.

Grundlage des Ländermonitorings waren Auswertungen von Daten der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder aus der Kinder- und Jugendhilfestatistik und weiteren Statistiken.

Seite zurück nach oben Seite drucken Seite weiterempfehlen