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07.01.2022

Wirtschaftsförderung: Neue Amtsleiterin möchte ihre Heimat mitgestalten

Ina Nolte wird ab 1. Februar neue Leiterin des Amtes für Wirtschaftsförderung, Energie und Tourismus beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis. Der Kreistag hat sie in dieses Amt gewählt. Die 38-Jährige folgt damit auf Rico Neubert, der zur Kreisentwicklung des Landkreises Würzburg wechselt. Landrat Christoph Schauder und die zuständige Dezernentin Ursula Mühleck empfingen kürzlich die neue Führungskraft bei der Landkreisverwaltung und verabschiedeten ihren scheidenden Vorgänger.

Die neue Amtsleiterin ist in Triefenstein im Main-Spessart-Kreis und Wertheim aufgewachsen. In den vergangenen 17 Jahren lebte sie in Heidelberg. Fast zehn Jahre lang war sie für die Stadt Heidelberg tätig, insbesondere in der Wirtschaftsförderung, aber auch im Referat des Oberbürgermeisters im Bereich Internationale Beziehungen. Vor wenigen Monaten kehrte sie gemeinsam mit ihrer Familie in die Heimat zurück und ließ sich in Marktheidenfeld nieder. Obwohl sie die Möglichkeit gehabt hätte, weiterhin für die Stadt Heidelberg zu arbeiten, entschied sie sich für diese neue berufliche Herausforderung: „Der Main-Tauber-Kreis ist Teil meiner Heimat. Ich möchte die Chance nutzen, ihn aktiv mitzugestalten.“

Landrat Christoph Schauder versicherte der neuen Amtsleiterin, dass ihr eine „gute und engagierte Truppe“ zur Verfügung stehen werde. Es sei darüber hinaus ein Glücksfall, dass für einige Wochen der bisherige Amtsleiter und seine designierte Nachfolgerin gleichzeitig im Landratsamt arbeiten und damit eine gute Übergabe und ein Wissenstransfer möglich seien. In diesem Zusammenhang dankte Schauder dem Landrat des Landkreises Würzburg, Thomas Eberth, mit dem er sich einvernehmlich über die Versetzung geeinigt habe.

Dem scheidenden Amtsleiter Rico Neubert dankte der Landrat für seine wertvolle Arbeit. Er versicherte, dass man seine Tätigkeit im bayerischen Nachbarlandkreis aufmerksam verfolgen und den Kontakt nicht abreißen lassen werde. Künftig bestehe beispielsweise bei den regelmäßigen Gesprächsrunden zwischen den Landratsämtern Würzburg und Main-Tauber Gelegenheit zum Dialog. Er habe großes Verständnis dafür, dass Neubert sich für den Wechsel nach Würzburg entschieden hat, wo er mit seiner Familie lebt und somit auf das tägliche Pendeln verzichten kann.

Wie Landrat Schauder weiter sagte, ist „allen 18 Städten und Gemeinden im Main-Tauber-Kreis an einem guten Draht zum Landratsamt gelegen“, es sei das Bindeglied zwischen der kommunalen Ebene sowie Land und Bund. In diesem Zusammenhang sei es der Kreis-Wirtschaftsförderung unter der Leitung von Rico Neubert in den vergangenen Jahren gelungen, sich einen extrem guten Ruf bei den Kommunen zu erarbeiten. „Diesen guten Ruf möchten wir in Zukunft nicht nur halten, sondern unser Engagement in der Wirtschaftsförderung noch weiter ausbauen“, gab er der künftigen Amtsleiterin mit auf den Weg.

Ina Nolte: Vielfältige Berufserfahrung in Wirtschaftsförderung

Ina Nolte, Wirtschaftsförderin (VWA), wurde in Marktheidenfeld geboren und hat ihr Abitur am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Wertheim gemacht. Sie studierte anschließend in Heidelberg International Business und erreichte den Bachelor-Abschluss. Darauf folgte das Masterstudium in Business Administration (MBA), ebenfalls in der Stadt am Neckar.

Danach blieb Ina Nolte in Heidelberg und begann ihre Berufslaufbahn in der Wirtschaftsförderung bei der Stadtverwaltung. Neben der Beratung von Unternehmen aus Industrie, Handwerk, Mittelstand und Handel mit Ansiedlungs- oder Expansionsinteresse am Standort Heidelberg betreute sie Unternehmen bei Fragen zu Wirtschaftsförderungsthemen. Auch leitete sie das Beratungsnetzwerk der „Heidelberger Mittelstandsoffensive“ und beriet gemeinsam mit den Projektpartnern kleine und mittelständische Unternehmen in betriebswirtschaftlichen sowie personalrelevanten Fragen, um diese aus Schieflagen zu führen. Zudem stand sie Gründern bei der Umsetzung ihrer Geschäftsideen mit Rat und Tat zur Seite.

Im Jahr 2016 wechselte sie in das Referat des Oberbürgermeisters in den Bereich der Internationalen Beziehungen. Neben der Koordination und Betreuung des Heidelberg Club International, einem Zusammenschluss von nationalen und internationalen Persönlichkeiten mit Wurzeln in Heidelberg, war sie maßgeblich an der Anbahnung der Städtepartnerschaften mit Palo Alto (USA) und Hangzhou (China) beteiligt. Die Organisation zahlreicher Veranstaltungen im nationalen und internationalen Umfeld, Projektmanagement und Netzwerkarbeit waren jeweils fester Bestandteil ihres Arbeitsalltags.

Anfang 2019 kehrte sie zur Wirtschaftsförderung zurück und übernahm die Projektkoordination des Heidelberg Innovation Parks. Gemeinsam mit internen und externen Partnern stellte sie nicht nur die Weichen für die Entwicklung und Vermarktung des Areals mit dem Branchenschwerpunkt IT, sondern brachte auch erste Digitalprojekte auf den Weg und war Ansprechpartnerin für den Breitbandausbau bei der Wirtschaftsförderung.

Rico Neubert: Mit strukturierter und engagierter Arbeitsweise überzeugt

Rico Neubert war im Jahr 2008 nach einer Station in der Landtagsverwaltung in Stuttgart zum Landratsamt Main-Tauber-Kreis gekommen und wurde dort von Beginn an in der Wirtschaftsförderung eingesetzt. Nach der Auflösung der Wirtschaftsförderung Main-Tauber GmbH wechselte der gebürtige Sachse zum neu gegründeten Amt, das zunächst den Titel Strukturentwicklung, Wirtschaftsförderung und Tourismus trug und wurde im Juni 2014 zum Amtsleiter bestellt. Zu den ersten Herausforderungen für das neue Amt gehörten die Erstellung eines Zukunftskonzeptes für den Main-Tauber-Kreis und die erstmalige Verleihung des Zukunftspreises des Landkreises. Von Anfang an habe er mit seiner strukturierten und engagierten Arbeitsweise überzeugt, sagte Dezernentin Ursula Mühleck.

Weitere Themen waren beispielsweise die Initiative „Ausbildungsbotschafter“, die Kampagnen „Karriere daheim“ und „Zukunft Main-Tauber“ sowie die Betreuung der Förderprogramme LEADER und ELR. Rico Neubert war nicht nur Europabeauftragter des Landkreises, sondern er erwarb sich mit seiner Arbeit auch den inoffiziellen Titel „Mister Breitband“. Das Thema Breitbandausbau habe er von Anfang an begleitet, fasste Ursula Mühleck zusammen. Später kamen die Themen Klimaschutz und Energie hinzu. „Das Amt hat sich gewandelt und ist gewachsen, aber mit seinen Themen immer am Puls der Zeit geblieben“, lautete die Bilanz der Dezernentin. Hierzu habe Rico Neubert mit seiner Fachkompetenz und seinem Fachwissen beigetragen.

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