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19.09.2019

Wirthwein feiert 70. Geburtstag

Vor genau 70 Jahren wurde im Keller des Wohnhauses von Walter Wirthwein in Creglingen der Grundstein für die heute weltweit agierende Wirthwein-Gruppe gelegt. Wo einst achteckige Holzpflöcke für die Sanierung von Holzschwellen hergestellt wurden, befindet sich heute der Hauptsitz des Unternehmens, das hochkomplexe, technische Kunststoffkomponenten für die Geschäftsfelder Automotive, Bahn, Elektroindustrie, Hausgeräte und Medizintechnik produziert.

Mit Bembé Parkett in Bad Mergentheim und Winkler Design in Röttingen ist die Wirthwein-Gruppe zudem im Bereich Innenausbau aktiv. Aus einem Ein-Mann-Betrieb entwickelte sich in den vergangenen 70 Jahren die international tätige Wirthwein-Gruppe. „Wobei das mit dem „Ein-Mann-Betrieb” nicht so ganz stimmt, denn schon als kleiner Bub musste ich im Keller unseres Wohnhauses Holzklötzchen in die Drehautomaten stecken, damit wir Pflöcke an unseren Bahnkunden liefern konnten“, berichtet Udo Wirthwein aus den Anfangsjahren des Unternehmens, und bekennt: „Eigentlich wollte ich viel lieber Fußball spielen“. Aus dem einst reinen Holz verarbeitenden Betrieb entwickelte sich Wirthwein in den vergangenen Jahrzehnten zu einem Markenbegriff in der Kunststoffbranche.

Heute beschäftigt die Wirthwein-Gruppe in 22 Unternehmen in Deutschland, Polen, Spanien, China, den USA und der Türkei rund 3.650 Mitarbeiter. Wirthwein steht außer für die Verarbeitung einer Vielzahl an thermoplastischen Kunststoffen auch für die Herstellung von Spritzgießformen im eigenen Werkzeugbau. Mit gelieferten Produkten für mehr als 30.000 Streckenkilometer im Bahnoberbau ist Wirthwein zudem anerkannter Weltmarktführer in der Produktion von Kunststoffkomponenten für dieses Geschäftsfeld. Die Geschicke des Unternehmens werden seit der Gründung 1949 von Creglingen aus gelenkt. Internationale Wettbewerbsfähigkeit und das gleichzeitige Bekenntnis zur Heimat zeichnen den Kunststoffspezialisten aus. Das Familienunternehmen wird mittlerweile in dritter Generation geführt.

Blick in die Zukunft

„Digitalisierung spielt eine immense Rolle“, sagt Marcus Wirthwein. „Unsere Maschinen sind seit zehn Jahren vernetzt. Ich kann weltweit auf alle Maschinen zugreifen. Digitalisierung ist für uns sehr wichtig, um Prozesse zu optimieren.“ Künftig soll alles smart und digital ablaufen. „Meine Vision ist, dass bald niemand mehr mit Zettel und Stift unterwegs ist“. In Zukunft erhofft sich Technikvorstand Marcus Wirthwein noch viel mehr: „Es genügt nicht, mit einem Tablet durch die Fertigung zu laufen und dann von Industrie 4.0 zu sprechen.“ Er wünscht sich mehr Sensorik, komplette Vernetzung, Bauteile, die melden, dass sie ausgetauscht werden müssen und automatisch Ersatz bestellen. Auch manche Prozesse sind ihm noch zu starr, nicht `smart´ genug. Marcus Wirthwein will noch mehr Agilität in allen Bereichen.

„Außer auf moderne Technik setzen wir auch in Zukunft auf globale, kundennahe Fertigungskonzepte an strategisch wertvollen Produktionsstandorten“, ergänzt Finanzvorstand Rainer Zepke. „Wir haben durchaus vor, weitere Firmenakquisen, auch in anderen Ländern, zu betreiben.“ Durch organisches Wachstum und den Zukauf erfolgsversprechender Unternehmen erweitert Wirthwein akribisch sein Produktionsnetzwerk und kann so auf die Marktanforderungen eingehen, die sich ständig weiterentwickeln. Vertriebsvorstand Frank Wirthwein weiter: „Seien wir mal ehrlich, `nicht wachsen´ bedeutet im Grunde eigentlich nur Rückschritt – wir müssen immer sehen, dass wir noch näher an die Kunden heran kommen“. Diese Grundsätze gelten auch nach 70 Jahren Firmengeschichte – weshalb das Familienunternehmen auf hochqualifizierte und langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzt.

Flache Hierarchien

Rund 380 Mitarbeiter sind am Standort Creglingen beschäftigt, davon befinden sich 45 in einer Ausbildung oder absolvieren ein duales Studium, was einer beachtlichen Ausbildungsquote von mehr als elf Prozent entspricht. Die Förderung eigener Nachwuchskräfte sowohl im technischen als auch im kaufmännischen Bereich hat einen besonders hohen Stellenwert bei Wirthwein. Das Familienunternehmen zeichnet sich durch flache Hierarchien sowie vielfältige und globale Tätigkeiten aus.

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