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23.07.2020

Drei neue Coronavirus-Infektionen bestätigt (Zahlen 23. Juli) - Wert der Sieben-Tage-Inzidenz bei 28

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Donnerstag, 23. Juli, drei neue Fälle einer Coronavirus-Infektion gemeldet. Die betroffenen Personen leben im Gebiet der Städte Wertheim, Tauberbischofsheim und Bad Mergentheim. Damit liegt die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis bei 448. Die neu infizierten Personen befinden sich in häuslicher Isolation. Ihre Kontaktpersonen werden ermittelt. Für sie wird ebenfalls häusliche Isolation angeordnet und eine Testung veranlasst. Zwei der neuen Fälle stehen gesichert im Zusammenhang mit einer bekannten Infektionsquelle, ebenso wie fast alle seit dem 14. Juli gemeldeten Fälle.

Von den infizierten Personen im Main-Tauber-Kreis sind inzwischen 390 wieder genesen. Derzeit sind 48 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen Ahorn: 0, Assamstadt: 0, Bad Mergentheim: 1, Boxberg: 2, Creglingen: 0, Freudenberg: 0, Großrinderfeld: 0, Grünsfeld: 0, Igersheim: 1, Külsheim: 0, Königheim: 2, Lauda-Königshofen: 5, Niederstetten: 0, Tauberbischofsheim: 31, Weikersheim: 0, Werbach: 4, Wertheim: 2 und Wittighausen: 0. 

Mit dem Beschluss zwischen Bund und Ländern zu Maßnahmen der Eindämmung der Corona-Pandemie wurde die Sieben-Tage-Inzidenz als Messzahl für eine Bewertung des Infektionsgeschehens und entsprechender Kontrollmaßnahmen festgelegt. Sie entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und liegt für den Main-Tauber-Kreis nach dem verstärkten Infektionsgeschehen der letzten Tage aktuell bei 28. In Landkreisen oder kreisfreien Städten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten sieben Tage sollen vom Gesundheitsamt, je nach regionaler Lage und in Absprache mit den Landesbehörden, entsprechende beschränkende Maßnahmen gegen den schnellen Anstieg der Infektionsrate ergriffen werden. Der Main-Tauber-Kreis hat rund 132.500 Einwohner; damit wäre erst bei 66 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen die Schwelle von 50 Fällen je 100.000 Einwohner erreicht.  

„Derzeit gehen wir davon aus, dass diese Schwelle nicht überschritten wird. Wir tun alles dafür, um die Ausbreitung der Infektionen bestmöglich einzudämmen; das Infektionsgeschehen lässt sich nach wie vor eingrenzen“, erklärt Erster Landesbeamter Christoph Schauder als Leiter des Arbeitsstabes Corona. „Unser Gesundheitsamt ermittelt mit Hochdruck, in einem strukturierten Prozess und an sieben Tagen in der Woche die engeren Kontaktpersonen zu Infizierten, ordnet häusliche Quarantänen an und überprüft deren Einhaltung. Es veranlasst alle notwendigen Testungen, die auch kurzfristig durchgeführt und ausgewertet werden können. Besonders in den letzten Tagen fand eine erhebliche Anzahl an Tests in unserem Landkreis statt.“ 

Insbesondere wurden zur Eindämmung des Infektionsgeschehens betroffene Klassen sowie Lern- und Fachunterrichtsgruppen und deren Lehrkräfte am Matthias-Grünewald-Gymnasium, der Realschule, der Werkrealschule und der Grundschule am Schloss in Tauberbischofsheim sowie eine Gruppe und deren Betreuungskräfte des evangelischen Kindergartens Tauberbischofsheim unter Quarantäne gestellt. 

Schauder weist ausdrücklich darauf hin, dass die vereinbarten Stufen keine Automatismen bedeuten: „Selbst wenn die Marke von 50 Infektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten werden sollte, führt dies nicht automatisch zu verschärften Restriktionen für die Gesamtbevölkerung im Main-Tauber-Kreis oder einzelne betroffene Kommunen.“ Vielmehr seien bei einem lokalisierten Infektionsgeschehen zunächst etwa Maßnahmen für die betroffenen Betriebe und Einrichtungen vorzusehen. „Wichtig ist immer, dass die Infektionsquellen lückenlos nachverfolgt und die Betroffenen in Quarantäne verfügt werden können. Dies ist aktuell der Fall. Ruhe und Besonnenheit sind weiterhin die Gebote der Stunde“, erklärt Schauder abschließend.

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