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09.11.2021

"Orte des Glücks" sind jetzt vollständig - Durch LEADER gefördert

Insgesamt 20 besondere Orte, an denen man eine besondere Aussicht oder ein besonderes Erlebnis genießen kann, sind in den vergangenen beiden Jahren entlang der Wanderwege des Lieblichen Taubertals entstanden. Von Markelsheim bis nach Freudenberg reichen die „Orte des Glücks“, die über eine Förderung von Leader, einem Förderprojekt der Europäischen Union, zu 60 Prozent finanziert worden sind. In Großrinderfeld trafen sich die ehrenamtlichen Wanderwarte des Ortes zusammen mit Tatjana Walter vom Tourismusverband „Liebliches Taubertal“, um die letzte Station am Schneeberg aufzustellen.

„Von hier hat man einen wunderbaren Blick auf unser Dorf“, sagte Ortsvorsteher Walter Lutz. Egal zu welcher Tageszeit, man hat immer wieder überraschende Momente, wenn man auf der Sitzliege die Seele einfach baumeln lässt. Diese Holzliege und eine Informationstafel über Besonderheiten entlang der Wander- und Radwege stellen bei allen 20 Orten des Glücks das verbindende Element dar. In Großrinderfeld kann man davon sogar drei genießen – am Schneeberg, am Häusemer Berg mit herrlichem Blick bis in den Spessart und an der Leschelücke mit Aussicht auf das fränkische Ackerland bis nach Poppenhausen.

Alle drei Standorte haben ihre besonderen Eigenschaften. So kann man beispielsweise am Standort Leschelücke immer im Hintergrund den Wald hören, der die Sitzliege gegen einen störenden Wind abschirmt. Augen schließen, genießen, die Seele baumeln lassen und eintauchen in die Natur, das wollen die Orte des Glücks ermöglichen. An den anderen beiden Standorten lässt sich die Weite der Landschaft am Tag und in der Nacht genießen.

Walter Lutz dankte im Zusammenhang mit der Aufstellung und der Finanzierung der Liegen und Tafeln besonders Bürgermeister Johannes Leibold und dem gemeindlichen Bauhof für ihren Einsatz. Mit den Orten des Glücks habe man einen weiteren Baustein für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ geschaffen. Vor allem die Zusammenarbeit von Ehrenamt und verschiedenen offiziellen Stellen, wie Gemeindeverwaltung und Landratsamt, sei hier hervorzuheben.

Alle 20 Standorte zusammen haben 24.000 Euro gekostet, nannte Tatjana Walter konkrete Zahlen. „Die Orte des Glücks sind zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis“, lud sie ein, die neuen Besonderheiten an den bestehenden 29 Wander- und Radwegen im Gebiet des „Lieblichen Taubertals“ zu erkunden.

„Der Weg und die drei Orte haben sich einfach gefunden“, sagte Bernd Leuchtweis, einer der sechs Wanderwarte in Großrinderfeld. Zusammen mit seinen Kollegen Walter Kees, Klaus Leuchtweis, Uli Hoch, Walter Lutz und Friedbert Lang kümmert er sich ehrenamtlich um die Pflege der Wanderwege im Ortsteil Großrinderfeld.

Stolz ist man, dass der LT8 „Großrinderfelder Panorama-Tour“ nun vom Deutschen Wanderverband zertifiziert worden ist. Die offizielle Urkunde wird Bürgermeister Leibold zwar erst bei der Tourismusmesse CMT in Stuttgart Anfang nächsten Jahres überreicht bekommen, aber schon jetzt weiß man im Ort, dass man es geschafft hat. „Dieser Weg hat einfach alles“, erklärte auch Walter Lutz und lobte besonders Bernd Leuchtweis, der extra für die Vorzertifizierung einen Lehrgang besucht hatte, um die Kriterien des Wanderverbandes erfüllen zu können. Fast täglich ist er oder einer seiner Kollegen in der Natur unterwegs, um zu schauen, ob der Weg noch frei ist oder die Beschilderung stimmt. Immer wieder, so berichtete Leuchtweis, werden leider mutwillig Schilder entfernt, aus dem Boden ausgegraben oder auch Baumstämme quer über die Wanderwege gelegt.

Nun gehört auch die tägliche Schau an den Orten des Glücks zu den ehrenamtlichen Aufgaben der Wanderwarte. Dieses Amt führen aber alle sechs sehr gerne aus, denn ihre Heimat für alle zugänglich und erlebbar zu machen, treibt sie an. Die Wanderwege des Lieblichen Taubertals sind auch bei den beliebten Online-Wanderführen wie „Komoot“ oder „Outdoor Actice“ eingespeichert und werden regelmäßig gepflegt, so dass sich niemand mehr verirren kann, ergänzte Walter Lutz. „Wir sind stolz, dass nicht nur in Zeiten von Corona viele Besucher nach Großrinderfeld kommen und die herrliche Natur und die Landschaft genießen wollen“, erklärte Ortsvorsteher Lutz und blickte damit auf weitere Projekte, die man anstoßen will, um das Dorf fit für die Zukunft zu machen.

Autor/in: Matthias Ernst

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