Modellfabrik um RFID-Kanban-Demoversion erweitert - Studierende erleben modernes Supply Chain Management
Wo Innovation auf Bildung trifft, Praxis auf Theorie und Ideen auf Erfahrung: Mit einer neuen RFID-Kanban-Demoversion der Würth Industrie Service GmbH & Co. KG bekommt die „SAPbased Smart Factory“ der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden am Standort Weiden weiteren Zuwachs. Fortan profitieren die Studierenden von zusätzlichen Lösungen, die im Zeitalter von Industrie 4.0 entlang der Fabrik eine essenzielle Rolle spielen.
Wie sieht die Zukunft der Industrie aus? Fest steht: Industrie 4.0 klopft unüberhörbar an die Türen der Unternehmen. Dabei sind es längst nicht mehr nur Automatisierung und Digitalisierung, welche die gesamte Branche beschäftigen. Ganzheitliche Vernetzung, Künstliche Intelligenz, cyber-physische Systeme, Robotik, Big Data sowie weitere Markttrends prägen die Fabrik von Morgen. Doch was steckt hinter Industrie 4.0? Welche Technologien können die Digitalisierung in Produktion und Logistik konkret vorantreiben? Antworten liefert die Modellfabrik der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden. Dort kommen modernste Komponenten einer Smart Factory zum Einsatz, um den Studierenden wesentliche betriebliche Kernfunktionen in einer praxisnahen, fabrikähnlichen Umgebung aus erster Hand zu vermitteln. Das Schaufenster für Zukunftstechnologien deckt die gesamte Wertschöpfungskette ab und setzt Schwerpunkte in den Bereichen Fertigungstechnik, Montage und Intralogistik. Im Rahmen der Lehr- und Forschungsplattform sollen Prozesse rund um Einkauf, Wareneingang, Lagerung, Fertigung, Montage, Qualitätssicherung, Kommissionierung und Versand anhand realer Systeme und Produkte erlebbar werden.
Neben vielen anderen Lösungen - darunter ein automatisierter Lagerlift, ein Montageroboter mit Bildverarbeitung, CNC-Maschinen, 3D-Drucker, Datenbrillen oder auch autonome Transportfahrzeuge - findet dort seit Kurzem auch das Kanban-Regal der Würth Industrie Service inklusive einer RFID-Demoversion seinen festen Platz. Das Regal ist dabei mit einem intelligenten iSHELF® Regalboden ausgestattet. Dieser erkennt über eine eingebaute Sender-Empfänger-Einheit im Regalboden direkt, wenn ein Leerbehälter abgestellt wird. Das Regal liest den RFID-Chip des leeren Behälters aus und zeigt diesen an einem Monitor an. In einem realen Szenario würde diese Information unmittelbar an das eigens entwickelte Kanban-Management-System (KMS) der Würth Industrie Service übermittelt werden und anschließend die Belieferung zentral aus dem europäischen Logistikzentrum der Würth Industrie Service in Bad Mergentheim erfolgen. Außerdem umfasst die Demoversion mehrere Kanban-Behälter, die mit verschiedensten Artikeln bestückt sind.
Mithilfe einer PC-Demo wird es den Professorinnen und Professoren künftig möglich sein, die wesentlichen Hintergründe rund um den RFID-Prozess nicht nur theoretisch zu erklären, sondern direkt und praxisnah durchzuspielen. „Dank der Zusammenarbeit schaffen wir die notwendige Basis, um die Kompetenz unserer Studierenden hinsichtlich zukunftsorientierter Digitalisierungsansätze weiter zu stärken. Die in Vorlesungen vermittelten fachlichen Grundlagen können so optimal durch die Möglichkeit der praktischen Erprobung veranschaulicht werden“, so Prof. Dr.-Ing. Günter Kummetsteiner, Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen und Gesundheit, Lehrgebiet Integrierte Logistiksysteme, Ostbayerische Technische Hochschule (OTH).
Seit nun über 25 Jahren legt die Würth Industrie Service – bereits heute im tauberfränkischen Bad Mergentheim als einer der größten Arbeitgeber der Region bekannt – großen Wert darauf, die Bildung junger Menschen aktiv zu unterstützen. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Bildungseinrichtungen ist ein fundamentaler Bestandteil, um eine gute Grundlage für die Berufsorientierung von Jugendlichen zu schaffen und zugleich einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung zu leisten.